Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / IV / a




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252 Grössen haben wwir auch die Notenproduktion in die Klammer ein-
253 gezogen. Wir brauchen nur von der Banknote rückwärts zu schreiten
254 über Wechsel zur Forderung, um die Verknüpfung der Note mit der
255 Ware und, was die Höhe und Menge ihres Umlaufs anlangt, mit dem
256 durch den Wevvevvltmarkt und Goldwährung uns vorgeschriebenem Preis-
257 niveau gewahr zu werden. Das liegt durchaus im Rahmen der im
258 K**K**reislauf der Wirtschaft von uns vorgetragenen Auffassung. Mit
259 diesem Eegebnis haben wir eine Waffe gegen die Einlösergebnis haben wir eine Waffe gegen die Einlösungpflicht
260 und die Deckungsfrage der Noten in der Hand. Lehrt uns der Me-
261 tallismus nicht, dass das Gold als Wertmaass real vorhanden sein
262 müsse und dass die Banknote nur deshalb wie Gold kursiere, weil
263 sie in solches u[übertippt m]**m**wandelbar ist? Wurde uns nicht besonders im
264 Kriege die Dritteldeckung als die Bremse gegen die Inflation
265 hingestellt, um allerdings praktisch in der Art und Weise, wie
266 sie gehandhabt wurde, in der Einbeziehung der assignatenmässig
267 gedeckten Darlehenskassenscheinse als Deckungsgrundlage, einen
268 sinnfälligen, wirtschaftlichen Betrug zu begehen. !!Aus unserer
269 Betrachtung erkennen wir, dass, so lange wir an die G[übertippt ol]**ol**dwährung
270 angeschlossen waren, eine Inflation als ausgeschlossen anzuse-
271 hen war.!! Wir können das Maass der Noten in der Goldwährung in
272 der Zahl gewiss nicht fixieren, aber wir können ohne weiteres
273 das Maximum angeben, bis zu dessen Höhe, obgleich sie das die
274 Deckung beträchtlich überschreiten würde, eine Notenausgabe ge-
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287 zu Forderungen, diese alle zu Wechseln und end**d**lich zu Banknoten
288 führen würden. Wir wissen aber auch, dass Kompensationen, Natural-
289 empfang, Wechselzahlung, Barzahlung, Gutschrift auf Girokontois, das
290 alles technische Modifikationen sind, die eine einzige Grösse
291 darunter wie die Banknoten, ihrerseits in der Höhe beinflussen
292 müssen. Jedenfalls erkennen wir die Bedeutungslosigkeit jeglicher
293 Deckungsvorschrift in diesem Zusammenhang.
294      Es ist charackteristisch, dass wir mit dem Metallismus
295 zu scheinbar gleichen Ergebnissen gelangen. Wir**r** haben dabei
296 bisher allerdings bewusst von den Krisen abstrahiert, in der Annahme,
297 dass in einem Goldwährungsverband als Gavvavvnzem, eben weil ihm die
298 stärksten Wirtschaftsmächte angehören, Krisen sich nicht durch-
299 setzen können.**.** Das einzelne Land, von ihr befallen, muss automa-
300 tisch aus dieser Gruppe ausscheiden, ohnae dass an der Bedeutung
301 und dem Ivvnvvhalt der Goldwährung in diesem Sinne etwas geändert
302 wurde. So lange nun eine Macht besteht, die, ein ruhender Pol mit
303 allgemein gültigen Werten operiert, so lange ist die metallistisch
304 geforderte Funktion des GvvGvvoldes, Maasstab für Wertgrösse im Einzel-
305 nen zu sein nach unserer Darlegung nicht vonnöten. Nur wenn wir
306 annehmen, dass ein Land in sich ohne Anlehnung an die Weltwirt-
307 schaft, die als ganzes praktisch immer krisenfrei sein muss, aus
308 einer alle Wevvevvrte umlagernden Krise gesunden will, dann wird eine
309 Materie, sagen wir das Gold als Maass vonnöten, dann allerdings
310 müssen wir von neuem aufbauen auf Arbeitswerten, wie sie sich
311 in der Beschaffung ergeben. Ob in einer modernen Wirtschafts-
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322 verfassung eine solche Grundlegung der Werte sich reibungslos
323 vollziehen kann ist eine Fvvrvvage für sich. Praktischer erscheint
324 uns auch in diesem Falle die Anlehnung an [übertippt i]i**i**nternationale Währun-
325 gen als das nächstliegende. Bliebe noch übrig, dass wirklich eine
326 Weltkrise in den Bereich der Möglichkeit zu ziehen wäre; dann
327 allerdings könnten wir einer objektiv messbaren Grösse als Maass
328 für alle anderen Dinge um uns nicht mehr eintraten. Wenn wir wo
329 die Krise fast bis zur wirtschaftlichen Revolution unseres Plane-
330 ten ausdehnen, dann triumphiert der Stoff allein, dann ist das
331 Gold als Metall in Herrschaft so lange bis die Entwicklung wie-
332 der historische gültige Werte schafft.
333      Späterhin wird dieser Gevvevvdanke nochmals gestreift werden
334 und nun zurück zur Betrachtung der Goldwä**ä**hrung in unserem be-
335 schriebenen Gedankengang: Sie wirkt hier zwar vollkom**m**men als der
336 Stabilisator der Wirtschaft, aber das nicht aus der Preisfixierung
337 durch Vergleich mit dem Golde, das sich in allen Geistern gleicher
338 Wertschätzung erfreut, im Ivvnvvlande sowohl als auch im Auslande; auch
339 nicht deshalb erhält es die Wirtschaft im stabilen, gesunden Zu-
340 stande, weil es in der Deckung überschüssiger Notenausgabe, Preis-
341 steigerung und Inflation entgegensteuert, sondern deshalb, weil `e**e**s
342 zum straffen Svvtvvabilisator aller Goldwährungsländer, weil es in
343 der Gemeinsamkeit der Bindung, in der Kvvovvnkurrenz der Stärksten
344 jeweils die Spitzenleistungen mit den relativ geringsten Erzeu-
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357 Struktur der modernen Wirtschaft drängt zum Export sowohl als
358 auch zum Import. Ob wir nun das eine oder andere in den Vorder-
359 grund schieben, ist gleichgültig; immer aber müssen wir den unbe=**-**
360 dingt notwendigen Import mit Export decken. Beides sind Grössen
361 aus Menge mal Preis. Preis gibt es auf dem Weltmarkt nur einen
362 einzigen, den alles untertanen Weltmarktpreis. Was wir importieren
373 Länder an diese. Wo das Gold anfängt als Metall eine wichtigere
374 Rolle zu spielen, wo es zur Begleichung von Saldis auf Grund
375 mangelnden Exports ( das Land hat zu wenig gearbeitet oder zu
376 teuer) auf die Davvavvuer ins Ausland strömt, da wo das Geld allzu
377 stark sichtbar wird, da ist es nötig, dass der Staat einen War-
378 nungsruf an die Wirtschaft ertönen lässt und mit seinen gegebe-
379 nen Mitteln solcher Weiterentwicklung hemmend entgegenwirkt.
394 portreife Produkte von jenen Neuunternehmungen auf dem Markte
395 waren, die dann allerdings in nachfolgender Periode den Verlust
396 zurückerwarben. Hier kam vielmehr der allgemeine Run von Amerika,
397 und darum konnte keone [sic] Diskontpolitik als das vorzüglicheste Mit-
398 tel zur Eindämmung überspannten Unvvnvvternehmungsgeistes den Krisen-
399 herd treffen. In Ansehen unserer Davvavvrlegung müssen wir auch die
400 Handhabung der Diskontpolitik, wenn sie di**i**e gefährdete Golddek-
401 kung im Auge hat, ablehnen**e**nd kritisieren und können die Berechtigung
402  der Anwendung nur dann erkennen, wenn wirklich der Warenausgleich
403 von Land zu Land des Goldes zur Deckung bedarf. Mit der Diskonter-
404 höhung wir [sic] nicht nur ein Anreiz zum Sparen gegeben, in dem Bank-
405 guthaben und Wertpapiere, diese auf dem Umwege über niederere No-
406 tierung, ihre Zinsvergütungen erhöhen, auch Wechseldiskontierungen
407 werden te**e**urer und damit warden [sic] Gold und ausländische Waren
408 schwerer erreichbar. Dvvevvr Notenumlauf kann uns in diesem Zusammen-
409 hang nicht interessieren, auch nicht der Goldumlauf im inneren
410 Verkehr, obwohl dieser geeignet ist, Diskontpolitik voreilig in
411 Anwendung bringen zu lassen, denn einmal vermindert er als fehlen-
412 des Deckungsmetall die mögliche Notenausgabe, zum anderen belibt [sic]
413 er der Kontrolle des Gesetzgebers entz[übertippt o]**o**gen und kann von ihm unbe-
414 rück[übertippt s]**s**ichtigt ins Ausland abströmen. Also auch hier ist das allzu
415 Sichtbarwerden des Goldes, so p[hands. durchgestrichen --r--]aradox es klingen man [sic], eine [übertippt G]--r--aradox es klingen man [sic], eine **G**efahr
416 für die Goldwährung. Dvvavvs hat Heyn erkannt, wenn er die von ihm
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