Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / IV / a




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287 zu Forderungen, diese alle zu Wechseln und end**d**lich zu Banknoten
288 fĂŒhren wĂŒrden. Wir wissen aber auch, dass Kompensationen, Natural-
289 empfang, Wechselzahlung, Barzahlung, Gutschrift auf Girokontois, das
290 alles technische Modifikationen sind, die eine einzige Grösse
291 darunter wie die Banknoten, ihrerseits in der Höhe beinflussen
292 mĂŒssen. Jedenfalls erkennen wir die Bedeutungslosigkeit jeglicher
293 Deckungsvorschrift in diesem Zusammenhang.
294      Es ist charackteristisch, dass wir mit dem Metallismus
295 zu scheinbar gleichen Ergebnissen gelangen. Wir**r** haben dabei
296 bisher allerdings bewusst von den Krisen abstrahiert, in der Annahme,
297 dass in einem GoldwÀhrungsverband als Gavvavvnzem, eben weil ihm die
298 strÀÀrksten WirtschaftsmÀchte angehören, Krisen sich nicht durch-
299 setzen können.**.** Das einzelne Land, von ihr befallen, muss automa-
300 tisch aus dieser Gruppe ausscheiden, ohnae dass an der Bedeutung
301 und dem Ivvnvvhalt der GoldwÀhrung in diesem Sinne etwas geÀndert
302 wurde. So lange nun eine Macht besteht, die, ein ruhender Pol mit
303 allgemein gĂŒltigen Werten operiert, so lange ist die metallistisch
304 geforderte Funktion des GvvGvvoldes, Maasstab fĂŒr Wertgrösse im Einzel-
305 nen zu sein nach unserer Darlegung nicht vonnöten. Nur wenn wir
306 annehmen, dass ein Land in sich ohne Anlehnung an die Weltwirt-
307 schaft, die als ganzes praktisch immer krisenfrei sein muss, aus
308 einer alle Wevvevvrte umlagernden Krise gesunden will, dann wird eine
309 Materie, sagen wir das Gold als Maass vonnöten, dann allerdings
310 mĂŒssen wir von neuem aufbauen auf Arbeitswerten, wie sie sich
311 in der Beschaffung ergeben. Ob in einer modernen Wirtschafts-
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322 verfassung eine solche Grundlegung der Werte sich reibungslos
323 vollziehen kann ist eine Fvvrvvage fĂŒr sich. Praktischer erscheint
324 uns auch in diesem Falle die Anlehnung an [ĂŒbertippt i]i**i**nternationale WĂ€hrun-
325 gen als das nĂ€chstliegende. Bliebe noch ĂŒbrig, dass wirklich eine
326 Weltkrise in den Bereich der Möglichkeit zu ziehen wÀre; dann
327 allerdings könnten wir einer objektiv messbaren Grösse als Maass
328 fĂŒr alle anderen Dinge um uns nicht mehr eintraten. Wenn wir wo
329 die Krise fast bis zur wirtschaftlichen Revolution unseres Plane-
330 ten ausdehnen, dann triumphiert der Stoff allein, dann ist das
331 Gold als Metall in Herrschaft so lange bis die Entwicklung wie-
332 der historische gĂŒltige Werte schafft.
333      SpĂ€terhin wird dieser Gevvevvdanke nochmals gestreift werden
334 und nun zurĂŒck zur Betrachtung der GoldwĂ€**Ă€**hrung in unserem be-
335 schriebenen Gedankengang: Sie wirkt hier zwar vollkom**m**men als der
336 Stabilisator der Wirtschaft, aber das nicht aus der Preisfixierung
337 durch Vergleich mit dem Golde, das sich in allen Geistern gleicher
338 WertschÀtzung erfreut, im Ivvnvvlande sowohl als auch im Auslande; auch
339 nicht deshalb erhÀlt es die Wirtschaft im stabilen, gesunden Zu-
340 stande, weil es in der Deckung ĂŒberschĂŒssiger Notenausgabe, Preis-
341 steigerung und Inflation entgegensteuert, sondern deshalb, weil `e**e**s
342 zum straffen Svvtvvabilisator aller GoldwÀhrungslÀnder, weil es in
343 der Gemeinsamkeit der Bindung, in der Kvvovvnkurrenz der StÀrksten
344 jeweils die Spitzenleistungen mit den relativ geringsten Erzeu-
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357 Struktur der modernen Wirtschaft drÀngt zum Export sowohl als
358 auch zum Import. Ob wir nun das eine oder andere in den Vorder-
359 grund schieben, ist gleichgĂŒltig; immer aber mĂŒssen wir den unbe=**-**
360 dingt notwendigen Import mit Export decken. Beides sind Grössen
361 aus Menge mal Preis. Preis gibt es auf dem Weltmarkt nur einen
362 einzigen, den alles untertanen Weltmarktpreis. Was wir importieren
373 LÀnder an diese. Wo das Gold anfÀngt als Metall eine wichtigere
374 Rolle zu spielen, wo es zur Begleichung von Saldis auf Grund
375 mangelnden Exports ( das Land hat zu wenig gearbeitet oder zu
376 teuer) auf die Davvavvuer ins Ausland strömt, da wo das Geld allzu
377 stark sichtbar wird, da ist es nötig, dass der Staat einen War-
378 nungsruf an die Wirtschaft ertönen lÀsst und mit seinen gegebe-
379 nen Mitteln solcher Weiterentwicklung hemmend entgegenwirkt.
394 portreife Produkte von jenen Neuunternehmungen auf dem Markte
395 waren, die dann allerdings in nachfolgender Periode den Verlust
396 zurĂŒckerwarben. Hier kam vielmehr der allgemeine Run von Amerika,
397 und darum konnte keone [sic] Diskontpolitik als das vorzĂŒglicheste Mit-
398 tel zur EindĂ€mmung ĂŒberspannten Unvvnvvternehmungsgeistes den Krisen-
399 herd treffen. In Ansehen unserer Davvavvrlegung mĂŒssen wir auch die
400 Handhabung der Diskontpolitik, wenn sie di**i**e gefÀhrdete Golddek-
401 kung im Auge hat, ablehnen**e**nd kritisieren und können die Berechtigung
402  der Anwendung nur dann erkennen, wenn wirklich der Warenausgleich
403 von Land zu Land des Goldes zur Deckung bedarf. Mit der Diskonter-
404 höhung wir [sic] nicht nur ein Anreiz zum Sparen gegeben, in dem Bank-
405 guthaben und Wertpapiere, diese auf dem Umwege ĂŒber niederere No-
406 tierung, ihre ZinsvergĂŒtungen erhöhen, auch Wechseldiskontierungen
407 werden te**e**urer und damit warden [sic] Gold und auslÀndische Waren
408 schwerer erreichbar. Dvvevvr Notenumlauf kann uns in diesem Zusammen-
409 hang nicht interessieren, auch nicht der Goldumlauf im inneren
410 Verkehr, obwohl dieser geeignet ist, Diskontpolitik voreilig in
411 Anwendung bringen zu lassen, denn einmal vermindert er als fehlen-
412 des Deckungsmetall die mögliche Notenausgabe, zum anderen belibt [sic]
413 er der Kontrolle des Gesetzgebers entz[ĂŒbertippt o]**o**gen und kann von ihm unbe-
414 rĂŒck[ĂŒbertippt s]**s**ichtigt ins Ausland abströmen. Also auch hier ist das allzu
415 Sichtbarwerden des Goldes, so p[hands. durchgestrichen --r--]aradox es klingen man [sic], eine [ĂŒbertippt G]--r--aradox es klingen man [sic], eine **G**efahr
416 fĂŒr die GoldwĂ€hrung. Dvvavvs hat Heyn erkannt, wenn er die von ihm
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427 vorgeschlagene GoldkernwÀhrung forderte.
428      Den GvvĂŒvvteraustausch im Innern reibungslos zu gestalten -
429 in dem Preise und Einkommen g**g**ebunden sind - den GĂŒteraustausch
430 nach aussen automatisch und selbstsicher sich vollziehen zu las-
431 sen, darin liegt die Bedeutung der GoldwÀhrung. Was den inneren
432 Verkehr anlangt, so hat die GoldwÀhrung damit, dass sie uns die
448 GoldwÀhrung muss auch ohne weiteres das Problem der Uebereinstim-
449 mung von den Gesamtpreisen aller Produkte mit dem Nominaleinkommen
450 der Nation gelöst sein und das verlangt auch im einzelnen Ueber-
451 einstimmung des Arbeitsw e r [ĂŒbertippt t]**t** e s der Einkommem mit dem
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