Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / IV / a




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322 verfassung eine solche Grundlegung der Werte sich reibungslos
323 vollziehen kann ist eine Fvvrvvage für sich. Praktischer erscheint
324 uns auch in diesem Falle die Anlehnung an [übertippt i]i**i**nternationale Währun-
325 gen als das nächstliegende. Bliebe noch übrig, dass wirklich eine
326 Weltkrise in den Bereich der Möglichkeit zu ziehen wäre; dann
327 allerdings könnten wir einer objektiv messbaren Grösse als Maass
328 für alle anderen Dinge um uns nicht mehr eintraten. Wenn wir wo
329 die Krise fast bis zur wirtschaftlichen Revolution unseres Plane-
330 ten ausdehnen, dann triumphiert der Stoff allein, dann ist das
331 Gold als Metall in Herrschaft so lange bis die Entwicklung wie-
332 der historische gültige Werte schafft.
333      Späterhin wird dieser Gevvevvdanke nochmals gestreift werden
334 und nun zurück zur Betrachtung der Goldwä**ä**hrung in unserem be-
335 schriebenen Gedankengang: Sie wirkt hier zwar vollkom**m**men als der
336 Stabilisator der Wirtschaft, aber das nicht aus der Preisfixierung
337 durch Vergleich mit dem Golde, das sich in allen Geistern gleicher
338 Wertschätzung erfreut, im Ivvnvvlande sowohl als auch im Auslande; auch
339 nicht deshalb erhält es die Wirtschaft im stabilen, gesunden Zu-
340 stande, weil es in der Deckung überschüssiger Notenausgabe, Preis-
341 steigerung und Inflation entgegensteuert, sondern deshalb, weil `e**e**s
342 zum straffen Svvtvvabilisator aller Goldwährungsländer, weil es in
343 der Gemeinsamkeit der Bindung, in der Kvvovvnkurrenz der Stärksten
344 jeweils die Spitzenleistungen mit den relativ geringsten Erzeu-
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357 Struktur der modernen Wirtschaft drängt zum Export sowohl als
358 auch zum Import. Ob wir nun das eine oder andere in den Vorder-
359 grund schieben, ist gleichgültig; immer aber müssen wir den unbe=**-**
360 dingt notwendigen Import mit Export decken. Beides sind Grössen
361 aus Menge mal Preis. Preis gibt es auf dem Weltmarkt nur einen
362 einzigen, den alles untertanen Weltmarktpreis. Was wir importieren
373 Länder an diese. Wo das Gold anfängt als Metall eine wichtigere
374 Rolle zu spielen, wo es zur Begleichung von Saldis auf Grund
375 mangelnden Exports ( das Land hat zu wenig gearbeitet oder zu
376 teuer) auf die Davvavvuer ins Ausland strömt, da wo das Geld allzu
377 stark sichtbar wird, da ist es nötig, dass der Staat einen War-
378 nungsruf an die Wirtschaft ertönen lässt und mit seinen gegebe-
379 nen Mitteln solcher Weiterentwicklung hemmend entgegenwirkt.
394 portreife Produkte von jenen Neuunternehmungen auf dem Markte
395 waren, die dann allerdings in nachfolgender Periode den Verlust
396 zurückerwarben. Hier kam vielmehr der allgemeine Run von Amerika,
397 und darum konnte keone [sic] Diskontpolitik als das vorzüglicheste Mit-
398 tel zur Eindämmung überspannten Unvvnvvternehmungsgeistes den Krisen-
399 herd treffen. In Ansehen unserer Davvavvrlegung müssen wir auch die
400 Handhabung der Diskontpolitik, wenn sie di**i**e gefährdete Golddek-
401 kung im Auge hat, ablehnen**e**nd kritisieren und können die Berechtigung
402  der Anwendung nur dann erkennen, wenn wirklich der Warenausgleich
403 von Land zu Land des Goldes zur Deckung bedarf. Mit der Diskonter-
404 höhung wir [sic] nicht nur ein Anreiz zum Sparen gegeben, in dem Bank-
405 guthaben und Wertpapiere, diese auf dem Umwege über niederere No-
406 tierung, ihre Zinsvergütungen erhöhen, auch Wechseldiskontierungen
407 werden te**e**urer und damit warden [sic] Gold und ausländische Waren
408 schwerer erreichbar. Dvvevvr Notenumlauf kann uns in diesem Zusammen-
409 hang nicht interessieren, auch nicht der Goldumlauf im inneren
410 Verkehr, obwohl dieser geeignet ist, Diskontpolitik voreilig in
411 Anwendung bringen zu lassen, denn einmal vermindert er als fehlen-
412 des Deckungsmetall die mögliche Notenausgabe, zum anderen belibt [sic]
413 er der Kontrolle des Gesetzgebers entz[übertippt o]**o**gen und kann von ihm unbe-
414 rück[übertippt s]**s**ichtigt ins Ausland abströmen. Also auch hier ist das allzu
415 Sichtbarwerden des Goldes, so p[hands. durchgestrichen --r--]aradox es klingen man [sic], eine [übertippt G]--r--aradox es klingen man [sic], eine **G**efahr
416 für die Goldwährung. Dvvavvs hat Heyn erkannt, wenn er die von ihm
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427 vorgeschlagene Goldkernwährung forderte.
428      Den Gvvüvvteraustausch im Innern reibungslos zu gestalten -
429 in dem Preise und Einkommen g**g**ebunden sind - den Güteraustausch
430 nach aussen automatisch und selbstsicher sich vollziehen zu las-
431 sen, darin liegt die Bedeutung der Goldwährung. Was den inneren
432 Verkehr anlangt, so hat die Goldwährung damit, dass sie uns die
448 Goldwährung muss auch ohne weiteres das Problem der Uebereinstim-
449 mung von den Gesamtpreisen aller Produkte mit dem Nominaleinkommen
450 der Nation gelöst sein und das verlangt auch im einzelnen Ueber-
451 einstimmung des Arbeitsw e r [übertippt t]**t** e s der Einkommem mit dem
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462 Arbeits w e r t der dafür erlangten Güter; nicht aber muss im
463 einzelnen die Parallelität sein in Bezug auf die absolute Ar-
464 beits m e n g e. Wiederu[übertippt m]**m** müssen wir sagen, dass das Gold nur eine
465 Beziehung der Werteinheit ist, die im tiefsten Sinne ein bestimm-
466 tes Arbeitsquantum bedeutet und bei der Goldwährung, wenn sie
467 bei uns nicht ursprünglich ist, haben wir nun eine zweifache Wahl,
468 de**e**n historischen Ursprung der Basierung auf das wertvolle Gut
469 durch Gewinnung der Relationen zu suchen. Wir können einammal im
470 rekurrenten Anschluss rückwärts zu Silber und noch weiter gehen
471 und können die heutigen Preise begrifflich hier im Ursprunge
472 finden wollen; wir können auch auf das Land überwechseln, an des-
473 sen Währung wir uns anschlossen, weil wir sagen, von ihm ist uns
474 das Prvvrvveisniveau vorgeschrieben, und darum müssen wir dort die ers-
475 ten Wertschätzungen und Beziehungen zum Stoffe finden. Was wir
476 ursprünglich von einem Lande zu sagen wussten, dass Arbeitswert-
477 mengen die Preise aufbauen und dass wir das absolute Grössenmaass
478 dieser Arbeitswerteinheiteinheit [sic] in allen Dingen der Aussenwelt, dabei
479 auch im Golde finden, das können wir nun ohne weiteres auf den
480 ganzen Verband der Goldwährungsländer anwenden. Auf dieser erwei-
481 terten Grundlage wird die Arbeitsteilung um ein übriges gestei-
482 gert, insofern nun auch die Nationen untereinander nach dem ökono-
483 mischen Prinzip des grössten Erfolges bei kleinstem Aufwand de[übertippt n]**n**
484 zum Zug kommen lassen, der aus natür[übertippt l]**l**ichen, produktionstechnischen
485 oder standortgegebenen Bedingungen zur billigsten Produktion in
486 der Lage ist. Dass ein Pfund Sterling, eine Mark, ein Franken
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497 gleich X, Y , und Z gramm Gold seinen, darf uns nicht dazu verlei-
498 ten zu glauben, dass im Auslande unsere Preise am Golde abgewogen
499 würden. Die Bedeutung beruht vielmehr auf der Vergleichbarkeit der
500 Prvvrvveise auf Grund des Münzfusses ohne Zuhilfenahme und ohne Kennt-
501 nis des Wechselkurses. Als Ergebnis des Vergleichs von Inlands-
502 und Auslandspreis erscheint uns als Resultat nur die Kenntnis
503 des billigeren Produzenten; mit dem Golde aber haben wir zum Pro-
507 fällt. Wvvavvs sie weiterhin an Vorteil gegenüber den Ländern mit
508 freier Währung bedeutet, bei denen wir ja auch durch die Valuta
509 stets denselben Vergleichsweg einschlagen können, das lag in der
510 St^^t^^abilität der Vvvavvluta jedes Goldwährungslandes, das nun auf weite
511 Sicht rechnen liess. Das alles aber sind Vorteile wohl der Gold-
512 währung als der Währung der stärksten Länder, nicht aber des Gol-
513 des als Metall, als Währungsbasis. Die wirkliche Währungsbasis
514 ist immer die menschliche produktive Arbeit; nur die Einheit, die
515 wir zu Grunde legen, ist jeweils verschieden und das(ist der Grund,
516 waru**m** als tertium comparationis ein Etwas in der Uvvmvvrechnung von
517 Land zu Land dazwischen treten muss. Das vvfvvindet in den Preisen
518 seinen sichtbaren Ausdruck. Wenn jedes gleiche Produkt in England
519 nominell ein Pfund Sterling ausgedrückt den zwanzigsten Teil
520 kostet wie bei uns, so gehört es zur Selbstverständlichkeit, dass
521 bei Goldwährung die der Mark zu Grunde liegende Goldmenge ein
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532 Zwanzigstel des Pfund Sterling sein muss. Dass durch währungs-
533 politische Massnahmen diese Sätze abso**o**lut fest begründet sind,
534 ist nichts, was in der Natur des Goldes begründet wäre, und ist
535 auch die Dauer auch nur durchführbar, wenn die Gesamtsumme aller
536 Preise oder sagen wir der Preisindex, gemessen von Land zu Land,
548 geeignet, den Vorrang vor anderen Währungen zugesprochen zu er-
549 halten.
550      Gold als ein in der Natur lagerndes Gut ist nun auch
551 allen Wechselfällen und Zvvuvvfällen der Produktion ausgesetzt, siist
552 also in der Komparativen Statik gesehen nicht unbedingt wertkon-
553 stant. Das veranlasst uns, der Vollständigkeit halber zu prüfen,
554 wie im einzelnen z.B. bedeutende Goldfunde, neue technische Wege
555 der Gewinnung, wie etwas [sic] gar Herstellung auf synthetischem Wege
556 oder wie umgekehrt plötzliches Aufhöhren von Goldfunden auf die
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