Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / IV / a
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462 | Arbeits w e r t der dafür erlangten Güter; nicht aber muss im |
463 | einzelnen die Parallelität sein in Bezug auf die absolute Ar- |
464 | beits m e n g e. Wiederu |
465 | Beziehung der Werteinheit ist, die im tiefsten Sinne ein bestimm- |
466 | tes Arbeitsquantum bedeutet und bei der Goldwährung, wenn sie |
467 | bei uns nicht ursprünglich ist, haben wir nun eine zweifache Wahl, |
468 | d |
469 | durch Gewinnung der Relationen zu suchen. Wir können ein |
470 | rekurrenten Anschluss rückwärts zu Silber und noch weiter gehen |
471 | und können die heutigen Preise begrifflich hier im Ursprunge |
472 | finden wollen; wir können auch auf das Land überwechseln, an des- |
473 | sen Währung wir uns anschlossen, weil wir sagen, von ihm ist uns |
474 | das P |
475 | ten Wertschätzungen und Beziehungen zum Stoffe finden. Was wir |
476 | ursprünglich von einem Lande zu sagen wussten, dass Arbeitswert- |
477 | mengen die Preise aufbauen und dass wir das absolute Grössenmaass |
478 | dieser Arbeitswer |
479 | auch im Golde finden, das können wir nun ohne weiteres auf den |
480 | ganzen Verband der Goldwährungsländer anwenden. Auf dieser erwei- |
481 | terten Grundlage wird die Arbeitsteilung um ein übriges gestei- |
482 | gert, insofern nun auch die Nationen untereinander nach dem ökono- |
483 | mischen Prinzip des grössten Erfolges bei kleinstem Aufwand de |
484 | zum Zug kommen lassen, der aus natür |
485 | oder standortgegebenen Bedingungen zur billigsten Produktion in |
486 | der Lage ist. Dass ein Pfund Sterling, eine Mark, ein Franken |
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… | … |
497 | gleich X, Y , und Z gramm Gold seinen, darf uns nicht dazu verlei- |
498 | ten zu glauben, dass im Auslande unsere Preise am Golde abgewogen |
499 | würden. Die Bedeutung beruht vielmehr auf der Vergleichbarkeit der |
500 | P |
501 | nis des Wechselkurses. Als Ergebnis des Vergleichs von Inlands- |
502 | und Auslandspreis erscheint uns als Resultat nur die Kenntnis |
503 | des billigeren Produzenten; mit dem Golde aber haben wir zum Pro- |
… | … |
507 | fällt. Wvvavvs sie weiterhin an Vorteil gegenüber den Ländern mit |
508 | freier Währung bedeutet, bei denen wir ja auch durch die Valuta |
509 | stets denselben Vergleichsweg einschlagen können, das lag in der |
510 | S |
511 | Sicht rechnen liess. Das alles aber sind Vorteile wohl der Gold- |
512 | währung als der Währung der stärksten Länder, nicht aber des Gol- |
513 | des als Metall, als Währungsbasis. Die wirkliche Währungsbasis |
514 | ist immer die menschliche produktive Arbeit; nur die Einheit, die |
515 | wir zu Grunde legen, ist jeweils verschieden und das(ist der Grund, |
516 | waru**m** als tertium comparationis ein Etwas in der Uvvmvvrechnung von |
517 | Land zu Land dazwischen treten muss. Das vvfvvindet in den Preisen |
518 | seinen sichtbaren Ausdruck. Wenn jedes gleiche Produkt in England |
519 | nominell ein Pfund Sterling ausgedrückt den zwanzigsten Teil |
520 | kostet wie bei uns, so gehört es zur Selbstverständlichkeit, dass |
521 | bei Goldwährung die der Mark zu Grunde liegende Goldmenge ein |
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523 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/IV/wesenundinhaltderwerteinheit_s1071.png |
… | … |
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530 | - 108 - |
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532 | Zwanzigstel des Pfund Sterlin |
533 | politische Massnahmen diese Sätze abs |
534 | ist nichts, was in der Natur des Goldes begründet wäre, und ist |
535 | auch die Dauer auch nur durchführbar, wenn die Gesamtsumme aller |
536 | Preise oder sagen wir der Preisindex, gemessen von Land zu Land, |
… | … |
548 | geeignet, den Vorrang vor anderen Währungen zugesprochen zu er- |
549 | halten. |
550 | Gold als ein in der Natur lagerndes Gut ist nun auch |
551 | allen Wechselfällen und Zvvuvvfällen der Produktion ausgesetzt, |
552 | also in der Komparativen Statik gesehen nicht unbedingt wertkon- |
553 | stant. Das veranlasst uns, der Vollständigkeit halber zu prüfen, |
554 | wie im einzelnen z.B. bedeutende Goldfunde, neue technische Wege |
555 | der Gewinnung, wie etwas |
556 | oder wie umgekehrt plötzliches Aufhö |
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558 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/IV/wesenundinhaltderwerteinheit_s108.png |
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… | … |
565 | - 1 [übertippt 0]9 - |
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567 | Währung wirken müsste. Es ist nebensächlich, welchen Prozentsatz |
568 | der |
569 | beiden Evvrvvwä |
570 | tung. Nach immer grösseren Opfern für die Währungsbanken kommt |
571 | endlich |
572 | Gold aufzunehmen. Schliessen sich in diesem Augenblicke nicht |
573 | weitere Länder der Goldwährung an und treten dabei mit neuem Be- |
574 | darfe auf, so sind die Goldwährungsstaaten gezwungen, die freie |
… | … |
577 | der Förderung Monopolgewinne über den wirklichen Herstellungs- |
578 | wert hinaus vereinnahmen und inflationistisch das Preisniveau |
579 | beeinflussen konnten. Gegenüber einer so vermehrten und verbillig- |
580 | ten Goldpr |
581 | Wirtschaftsstaat in seiner Geldpolitik nicht untätig verharren, |
582 | denn in seiner vorgeschriebenen Prägepflicht wechselt er nicht |
583 | nur 1 kg ungeprägtes Gold in 1 kg geprägtes Gold um |
584 | nicht nur die Form, sondern er stempelt in einer gegebenen Form |
585 | das Gol |
586 | vor allem in einem anderen, höheren Goldwert verankert [sic] Gemeinbesitz |
587 | aller menschlichen Handlung, ihrer gesamten Denk - und Rechenope- |
588 | rationen geworden ist. Das in Münze geprägte Gold ist ein anderes |
… | … |
604 | Produktionskosten trennt. Der Staat darf hier aber nicht als |
605 | selbstherrlicher Autokrat betrachtet sein, sondern er ist hier |
606 | nur Ausdruck und Funktion einer Vielheit, nämlich der wirtschaf- |
607 | t |
608 | kommen schmälern zu lassen zum Vorteil einer verschwindenden Min- |
609 | derheit oder überhaupt einer anderen Wirtschaftsgemeinschaft; |
610 | sie wird sich gegen die Unwahrheit der Tauschakte zur Wehr setzen |
611 | und das heisst hier in seiner Wirkung; sie wird die Prägepflicht |
612 | aufheben. [handsch. geändert , und handsch. ergänzt |
613 | So könnte wohl die Mvvövvglichkeit bestehen, dass die erste |
614 | Wirtschaftsmacht sich vom Golde löst, dabei diese Vormachtstel- |
615 | lung hält und auch weiterhin ruhender Pol in der Währungen Spiel |
616 | und Schwanken bleibt, eben weil diese [hands. geändert Großschreibung L]andesallmächtige Währung |
617 | die Preise praktisch so fest als das objektiv messbare Geld zu |
618 | binden vermag. Wäre es denkba |
619 | in seinen Gvvrvvenzen und nur i |
620 | wohl auch in der Lage, dem Golde einen über seine |
621 | chen Herstellungswert gelegenen Preis zubgeben und in seiner |
622 | Münze zu statuieren. Andere Svvtvvatten würden praktisch, wenn auch |
623 | mit wirtschaftlichen Opfern die gleiche Währung annehmen und so |
624 | biet |
625 | mit wirtschaftlich wahrem Inhalt. |
626 | Eine Einschränkung allerdings, die geeignet ist, aus dieser |
627 | theoretischen Möglichkeit eine fast praktische Unmöglichkeit |