Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / IV / a





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6   Innenverkehr zusammenhän[übertippt g]enden Berührungspunkte aufzeigen. Die
7   letzte Entscheidung spricht immer die Zahlungsbilanz, aber der
8   wesentlichste Faktor der Zahlungsbilanz ist wiederum die Handels-
  7 Innenverkehr zusammenhän**g**enden Berührungspunkte aufzeigen. Die
  8 letzte Entscheidung spricht immer die Zvvavvhlungsbilanz, aber der
  9 wesentlichste Fvvavvktor der Zahlungsbilanz ist wiederum die Handels-
9 10 bilanz, und sie eben ist bedingt durch die Preishöhe.
10        Wir fassen noch einmal zusammen: Die Aufgabe der Valuta
  11      Wir fassen noch einmal zusammen: Die Aufgabe der Val**u**ta
11 12 besteht darin, dort, wo der überstaatliche Tausch nicht mehr sich
12   zwischen gleichen verkörperten Arbeitswelten abspielt, den als
  13 zwischen gleichen verkörperten Arbeitswerten abspielt, den als
13 14 tertium comparationis der Werteinheit geschalteten intervaluta-
14 15 ren Kurs so umzuändern, dass der Tausch zwischen objektiv glei-
15   chen [g übertippt mit G]rössen wieder verwirklicht ist. Weiter sollte unsere Betrach-
  16 chen **G**rössen wieder verwirklicht ist. Weiter sollte unsere Betrach-
16 17  tung vorläufig nicht führen. Es sollte nur kurz dargetan sein,
17 18 dass auch der internationale Verkehr über die Grenzen der ver-
18 19 schiedensten Währungsländer hinaus keine Brechung der von uns er-
19 20 klärten Sätze bedeutet und der Begriff der Werteinheit keine
20   Biegung dadurch erfährt. Was im einzelnen über die [übertippt V]aluten noch
  21 Biegung dadurch erfährt. Was im einzelnen über die **V**aluten noch
21 22 zu sagen sein wird, das sei jetzt bei der Betrachtung der Währungs-
22 23 formen ergänzt.
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50 52 und auf diesem Wege von aussen nach innen endlich auch die wirt-
51 53 schaftliche Bedeutung der Gvvovvldwährung im Innenverkehr würdigen.
52 54      Das den Weltmarkt beherrschende und mit Industrieproduk-
53   ten versorgende Land war England. Hier müssen wir unseren Betrach-
  55 ten versorgende Land war England. Hier müssen wir unseren [sic] Betrach-
54 56 tung aufnehmen . In England herrschte die Goldwährung vor, d.h. es
55 57 wurde proklamiert, dass ein Pfund Sterling einer Gewichtsmenge
56 58 Feingoldes gleich zu werten und jederzeit in Gold umzutauschen
57   sei. Die Geldpreise waren in diesem System ohne weiteres Goldprei-
58   se, denn einmall hatte das Pfund Sterling eine natürliche Beziehung
  59 sei. Die Gvvevvldpreise waren in diesem System ohne weiteres Goldprei-
  60 se, denn einmal hatte das Pfund Sterling eine natürliche Beziehung
59 61 zum Golde, wie sie die zu allen anderen Gütern auch hatte, und dann
60 62 aus geldpolitischen Gründen noch eine besondere auf die Dauer
61 63 mit jener notwendig übereinstimmende Bindung zu diesem Edelmetall,
62 64  nämlich den Münzfuss. England war wirtschaftlich so gut fundiert,
63 65 dass es trotz dreimaliger Suspendierung der Peelsacte, der Ein-
64   stellung der Goldeinlösepflicht, doch keine nennenswerten
  66 stellung der Goldein**l**ösungspflicht, doch keine nennenswerten
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74 77 Preisrevolutionen zu erleiden hatte, uns [sic] es konnte immer wieder,
75 78 denn es war nach wie vor das stärkste Land, und es war die Zeit
76   des ausschliessliche geltenden Metallismus, die Bindungen des
77   Pfund Sterling zum Golde neu begründen. Wenn wir, wenn andere ihre
  79 des ausschliessliche [sic] geltenden Metallismus, die Bindungen des
  80 Pfund Sterling zum Golde neu begründen. Wenn wir, wenn **a**ndere ihre
78 81 Stimme auf dem Weltmarkte laut werden lassen wollten, so war es
79 82 tunlich, dem allein herrschenden Pfund Sterling ein gleichwerti-
80 83 ges und jederzeit vergleichbares entgegen zu setzen. Was ein Pfund
81 84 Sterling bedeutete, das wusste man ohne weiteres; alles konzen-
82   tr[hand durchgestrichen --e--]ierte sich ja darauf hin. Diese Selbstherrlichkeit zeigt sich
  85 tr--e--ierte sich ja darauf hin. Diese Selbstherrlichkeit zeigt sich
83 86 heute noch in der englischen Kursnotierung, die als einzige das
84 87 Pfund Sterling in den Mittelpunkt stellt. Wenn wir unsere Produk-
85 88 te zum Weltmarkte bringen, so müssen wir unsere Währung zum Pfund
86   Sterling in Vergleich setzen, und, um den Verkehr zu erleich-
87   tern, ein mögli[h übertippt mit c]hst stabiles Verhältnis zu erreichen suchen. Hat
  89 Sterling in einen Vergleich setzen, und, um den Verkehr zu erleich-
  90 tern, ein mögli**c**hst stabiles Verhältnis zu erreichen suchen. Hat
88 91 nun beispielsweise Deutschalnd [sic] Silber-, England die Goldwährung,
89 92 so ist diese Verhältniszahl zischen beiden Währungen den
90 93 verschiedensten Schwankungen ausgesetzt. Einmal ist es die[handsch (]nominel-
93 96 und dem freien Metallpreis des Silbers auf dem englischen Mark-
94 97 te in englischer Währung ausgedrückt. Aus Produktionsbewegungen
95 98 der Metalle, wobei das Gold als das immer Starre belassen wird,
96   muss sich jeder golche [sic] Aenderung als ein Schwanken des Silber-
  99 muss sich jeder [sic] **s**olche Aenderung als ein Schwanken des Silber-
97 100 wertes bemerkbar machen und die valutarischen Verhältnisse be-
98 101 einflussen. So wird der Staat, der die Kraft fühlt, Englands
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108   Konkurrent auf dem Wletmarkte zu werden, aus praktischen Gründen
  112 Konkurrent auf dem Weltmarkte zu werden, aus praktischen Gründen
109 113 notwendig zur Goldwährung getrieben. Dass bei solcher Währungsän-
110 114 derung nichts Grundlegendes geschieht, sondern lediglich ein Rechen-
111 115 exempel zur Ausführung gelangt, das kann uns jeder Wirklich-
116 120 uns nun noch der Goldgehalt der Mark genauest vorgeschrieben und
117 121 wir haben den Anschluss an den Weltmarkt erreicht. Die Goldwährung
118 122 ist das gemeinsame Band, das die Weltmarktkonkurrenten aneinander-
119   schweisst [, übertippt mit .] Nicht, dass ein Pfund Sterling, eine Mark und ein Schwei-
120   zer Franken gleiche y und z gramm [sic] Gold wären [handsch ,] und jede Wirtschaft
  123 schweisst**.** Nicht, dass ein Pfund Sterling, eine Mark und ein Schwei-
  124 zer Franken gleiche [handschr. ergänzt: x],y und z gramm [sic] Gold wären [handsch ,] und jede Wirtschaft
121 125 an dieser jeweiligen Gewichtsmenge ihre Werte messe; nein, dass wir
122 126 jetzt unter den konkurrierenden Nationen in jedem Augenblick im
123   Münzfuss ei[übertippt n] Vergleichsmaass haben, das den Leistungsfähigsten zum
  127 Münzfuss ei**n** Vergleichsmaass haben, das den Leistungsfähigsten zum
124 128 Zuge kommen lässt, und zudem noch die Preishöhe auf die wirklich
125 129 notwendigen Herstellungskosten herabzudrücken geeignet ist, -
126 130 das ist der erste wesentliche Inhalt, den wir in die Goldwährung
127 131 legen wollen. Die Goldwährung gab uns Auskunft über die Qualität
128 132 eines Landes, denn Goldwährungsland sein, heisst, die Kraft aufzu-
129 133 bringen, ihr Tempo mitzuleben. Der billigste Preis trägt auf dem
130   weltmarkt den Sieg davon. Wer, - sei es aus natürlichen oder ge-
131   sellschaftlichen bedingten Gründen, nicht fähig ist, mit den anderen
  134 Weltmarkt den Sieg davon. Wer, - sei es aus natürlichen oder ge-
  135 sellschaftlichen bedin**g**ten Gründen, nicht fähig ist, mit den anderen
132 136 Schritt zu halten, der kann auf die Dauer nicht Goldwährung be-
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142   sitzen. Die Bedingungen werden nicht in [übertippt j]edem Lande die gleichen
  147 sitzen. Die Bedingungen werden nicht in **j**edem Lande die gleichen
143 148 sein. Das aber gilt nach aussen gleich. Zur Nivellierung müssen
144 149 möglicherweise dann im Innern Opfer gebracht werden, sei es an
145 150 verminderter Lebenshaltung, sei es an erhöhter Arbeitsleistung.
146   Die Goldwährung schraubte also die Preise auf dem Weltmarkt
147   mit zwingender Notwendigkeit bei strafe des Währungsverfalls
  151 Die Gvvovvldwährung schraubte also die Preise auf dem Weltmarkt
  152 mit zwingender Notwendigkeit bei Strafe des Währungsverfalls
148 153 eng aneinander. Bvvevvi Rohproduktion tritt das am stärksten zu Tage,
149   aber auch die Fertigfabrikate waren in allerdings locke-
150   ren Banden eingehängt. Die Fvvrvvage, wieviel Geld ein Land zur Siche-
151   rung siner Währung an Edelmetall vorrätig halten müsse, ist in
  154 aber auch die Fertigfabrikate waren in allerdings immer locke-
  155 ren Banden ein**g**ehängt. Die Fvvrvvage, wieviel Geld ein Land zur Siche-
  156 rung se**i**ner Währung an Edelmetall vorrätig halten müsse, ist in
152 157 diesem Zusammenhang weder eine solche, die von der Golddeckung
153 158 der Noten abhängig wäre und mit der umlaufenden Notenmenge in
154 159 Verbindung gebracht werden müsse, sie ist überhaupt keine Erör-
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176 182 rechterhaltung der Goldwährung notwendigerweise wieder abgetragen
177   werden müssen. Die Goldwährung ist nur das Äusserste Ventil,
178   das der Währungspolitik zum halten des intervalutaren Paris
179   zur Verfügung steht. Praktisch waren es die Gold[übertippt p]unkte, -die Ver-
180   sendungskosten von Land zu Land, die das [übertippt i]ntervalutare Pari mit
  183 werden müssen. Die Goldwährung ist nur das äusserste Ventil,
  184 das der Währungspolitik zum h^^a^^lten des intervalutaren Paris
  185 zur Verfügung steht. Praktisch waren es die Gold**p**unkte, -die Ver-
  186 sendungskosten von Land zu Land, die das **i**ntervalutare Pari mit
181 187 dem Münzpari eng verbanden.
182        Die alten Fäden wieder aufnehmend, können wir sagen, dass
  188      Die alten Fvvävvden wieder aufnehmend, können wir sagen, dass
183 189 als Folge der absoluten Vergleichbarkeit die Goldwährung unser
184 190 ganzes Preisniveau auf dem Uvvmvvwege üder [sic] den Weltmarkt von aussen
185 191 herein beeinflusst habe, so dass jede Stimme wohl gehört wird, aber
186 192 doch immer alle gegen einen stehen und dessen Wirtschaft beein-
187   flussen. Was aber ist mit diesem Ereignis weiter gewonnen? Zunächst
  193 flussen. Was aber ist mit diesem Ergebnis weiter gewonnen? Zu**n**ächst
188 194 einmal: eine allgemeine Preisänderung kann nur statthaben in Ge-
189   meinsamkeit mit dem ganzen Weltmarkt. Wir können unsere Produktions
  195 meinsam**k**eit mit dem ganzen Weltmarkt. Wir können unsere Produktions
190 196 kosten in der Gesamthöhe, soweit sie den Preis bestimmen, nicht än-
191   dern, ohne dass dies allgemeine Regel wäre, und dazu liegen noch
  197 dern, ohne dass dies allgemeine Regel wäre, und dazu lieg**en** noch
192 198 hemmend die Bindungen an das Gold vor, dessen Gebrauchswert sich
193   bei Innehaltung des alten Münzfusses gegenüber dem erhöhten Preis-
  199 bei Innehaltung des alten Mün**z**fusses gegenüber dem erhöhten Preis-
194 200 niveau auflehnen würde. Schwanken können also nur die einzelnen
195 201 Produktionsgrössen, das sind die Einkommen untereinander. Von ihnen
196 202 können wir wohl sagen, dass in längeren Zeitabläufen genommen durch
197   die gegenseitige Konkurrenz und abwanderung, Stabilität sowohl im
  203 die gegenseitige Konkurrenz und Abwanderung, Stabilität sowohl im
198 204 allgemeinen, alsnauch in ihrem gegenseitigen Verhältnis obwaltet.
199 205 Das Real- und das Nominaleinkommen in der Nation sind nur verschie-
200 206 dene Namen zur Versinnbildlichung eines Vorrates an Gütern, ersteres
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210 217 ist die periodisch erzeugte Gütermenge als Masse, letzteres ist
211   eine gesellschaftliche Kategorie, bedingt dur[übertippt c]h arbeittsteilige
  218 eine gesellschaftliche Kategorie, bedingt dur**c**h arbeitsteilige
212 219 Produktion und Privatwirtschaft, - der Anspruch der einzelnen
213   insgesamt auf jenen Vorrat. Mit den Preisen sind die Einkommen
  220 insgesamt auf jenen Vorrat. Mit den Pvvrvveisen sind die Einkommen
214 221 gebunden, denn Einkommen sind nichts anderes wie Preise, Preise
215   für geleistet Arbeit, die zusammengenommen in den Warenpreisen
  222 für geleistet Arbeit, die zusammengenommen in den Wvvavvrenpreisen
216 223 das notwendige Gegenüber finden müssen. Das ist der Weg, auf dem
217 224 die Goldwährung über die Preisbildung und -bindung ihren Weg
218 225 bis zu den Einkommen findet. Das aber ist etwas durchaus verschie-
219 226 denes der Bedeutung, die Metallisten dem Gelde imputieren. Wir
220   aber gehen auf unserem Wege noch weiter. !!Es ist klar, dass das
  227 aber gehen auf unserem Wege noch weiter. Es ist klar, dass das
221 228 Nominaleinkommen der Nation nur geändert werden kann und darf im
222   Einklang mit der Produktionsleistung.!! Nie kann es geändert werden
  229 Einklang mit der Produktionsleistung. Nie kann es geändert werden
223 230 pro Anteil am Produkt, sondern immer nur pro Zahl. So können wir
224 231 die Fvvrvvage der Arbeitszeit, der Beamtengehälter, denn das sind aus
225 232 der Produktion geleistete Steuern; wir können das Maass, wie weit
228 235 müssen kalkulieren, gewissermaassen von oben nach unten, denn das
229 236 Oben ist uns durch die Goldwährung gegeben. In jenem fest begrenz-
230 237 ten Raume muss sich unser Wirtschaftsleben bewegen und einrich-
231   ten und die angeschnittenen Fragen sind aus diesen Gesichtspunk-
  238 ten, und die angeschnittenen Fragen sind aus diesen Gesichtspunk-
232 239 ten heraus zu prüfen und zu beantworten. Während wir auf den Preis
233 240 kaum einen Einfluss haben, bleibt uns doch als Regulator unserer
234 241 Einkommen die Höhe der Produktion vorbehalten. Mit beiden gegebenen
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244   Grössen haben wir auch die Notenproduktion in die Klammer ein-
  252 Grössen habenwwir auch die Notenproduktion in die Klammer ein-
245 253 gezogen. Wir brauchen nur von der Banknote rückwärts zu schreiten
246 254 über Wechsel zur Forderung, um die Verknüpfung der Note mit der
247 255 Ware und, was die Höhe und Menge ihres Umlaufs anlangt, mit dem
248   durch den Weltmarkt und Goldwährung uns vorgeschriebenem Preis-
  256 durch den Wvvevvltmarkt und Goldwährung uns vorgeschriebenem Preis-
249 257 niveau gewahr zu werden. Das liegt durchaus im Rahmen der im
250   Kreislauf der Wirtschaft von uns vorgetragenen Auffassung. Mit
251   diesem Eegebnis haben wir eine Waffe gegen die Einlösepflicht
  258 **K**reislauf der Wirtschaft von uns vorgetragenen Auffassung. Mit
  259 diesem Ergebnis haben wir eine Waffe gegen die Einlösungpflicht
252 260 und die Deckungsfrage der Noten in der Hand. Lehrt uns der Me-
253 261 tallismus nicht, dass das Gold als Wertmaass real vorhanden sein
254 262 müsse und dass die Banknote nur deshalb wie Gold kursiere, weil
255   sie in solches u[übertippt m]wandelbar ist? Wurde uns nicht besonders im
  263 sie in solches u**m**wandelbar ist? Wurde uns nicht besonders im
256 264 Kriege die Dritteldeckung als die Bremse gegen die Inflation
257 265 hingestellt, um allerdings praktisch in der Art und Weise, wie
258 266 sie gehandhabt wurde, in der Einbeziehung der assignatenmässig
259   gedeckten Darlehenskassenscheins als Deckungsgrundlage, einen
260   sinnfälligen, wirtschaftlichen Betrug zu begehen. !!Aus unserer
261   Betrachtung erkennen wir, dass, so lange wir an die G[übertippt ol]dwährung
  267 gedeckten Darlehenskassenscheine als Deckungsgrundlage, einen
  268 sinnfälligen, wirtschaftlichen Betrug zu begehen. Aus unserer
  269 Betrachtung erkennen wir, dass, so lange wir an die G**ol**dwährung
262 270 angeschlossen waren, eine Inflation als ausgeschlossen anzuse-
263   hen war.!! Wir können das Maass der Noten in der Goldwährung in
  271 hen war. Wir können das Maass der Noten in der Goldwährung in
264 272 der Zahl gewiss nicht fixieren, aber wir können ohne weiteres
265 273 das Maximum angeben, bis zu dessen Höhe, obgleich sie das die
266 274 Deckung beträchtlich überschreiten würde, eine Notenausgabe ge-
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278   zu Forderungen, diese alle zu Wechseln und endlich zu Banknoten
  287 zu Forderungen, diese alle zu Wechseln und en**d**lich zu Banknoten
279 288 führen würden. Wir wissen aber auch, dass Kompensationen, Natural-
280   empfang, Wechselzahlung, Barzahlung, Gutschrift auf Girokonto, das
  289 empfang, Wechselzahlung, Barzahlung, Gutschrift auf Girokontis, das
281 290 alles technische Modifikationen sind, die eine einzige Grösse
282 291 darunter wie die Banknoten, ihrerseits in der Höhe beinflussen
283 292 müssen. Jedenfalls erkennen wir die Bedeutungslosigkeit jeglicher
284 293 Deckungsvorschrift in diesem Zusammenhang.
285        Es ist charackteristisch, dass wir mit dem Metallismus
286   zu scheinbar gleichen Ergebnissen gelangen. Wir haben dabei
  294      Es ist charakteristisch, dass wir mit dem Metallismus
  295 zu scheinbar gleichen Ergebnissen gelangen. Wi**r** haben dabei
287 296 bisher allerdings bewusst von den Krisen abstrahiert, in der Annahme,
288   dass in einem Goldwährungsverband als Ganzem, eben weil ihm die
289   stksten Wirtschaftsmächte angehören, Krisen sich nicht durch-
290   setzen können. Das einzelne Land, von ihr befallen, muss automa-
291   tisch aus dieser Gruppe ausscheiden, ohna dass an der Bedeutung
  297 dass in einem Goldwährungsverband als Gvvavvnzem, eben weil ihm die
  298 stärksten Wirtschaftsmächte angehören, Krisen sich nicht durch-
  299 setzen können**.** Das einzelne Land, von ihr befallen, muss automa-
  300 tisch aus dieser Gruppe ausscheiden, ohne dass an der Bedeutung
292 301 und dem Ivvnvvhalt der Goldwährung in diesem Sinne etwas geändert
293 302 wurde. So lange nun eine Macht besteht, die, ein ruhender Pol mit
294 303 allgemein gültigen Werten operiert, so lange ist die metallistisch
295   geforderte Funktion des Goldes, Maasstab für Wertgrösse im Einzel-
  304 geforderte Funktion des vvGvvoldes, Maasstab für Wertgrösse im Einzel-
296 305 nen zu sein nach unserer Darlegung nicht vonnöten. Nur wenn wir
297 306 annehmen, dass ein Land in sich ohne Anlehnung an die Weltwirt-
298 307 schaft, die als ganzes praktisch immer krisenfrei sein muss, aus
299   einer alle Werte umlagernden Krise gesunden will, dann wird eine
  308 einer alle Wvvevvrte umlagernden Krise gesunden will, dann wird eine
300 309 Materie, sagen wir das Gold als Maass vonnöten, dann allerdings
301 310 müssen wir von neuem aufbauen auf Arbeitswerten, wie sie sich
302 311 in der Beschaffung ergeben. Ob in einer modernen Wirtschafts-
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312 322 verfassung eine solche Grundlegung der Werte sich reibungslos
313   vollziehen kann ist eine Fvvrvvge für sich. Praktischer erscheint
314   uns auch in diesem Falle die Anlehnung an [übertippt i]internationale Währun-
  323 vollziehen kann ist eine Fvvrvvage für sich. Praktischer erscheint
  324 uns auch in diesem Falle die Anlehnung an **i**nternationale Währun-
315 325 gen als das nächstliegende. Bliebe noch übrig, dass wirklich eine
316 326 Weltkrise in den Bereich der Möglichkeit zu ziehen wäre; dann
317 327 allerdings könnten wir einer objektiv messbaren Grösse als Maass
318   für alle anderen Dinge um uns nicht mehr eintraten. Wenn wir wo
  328 für alle anderen Dinge um uns nicht mehr entraten. Wenn wir wo
319 329 die Krise fast bis zur wirtschaftlichen Revolution unseres Plane-
320 330 ten ausdehnen, dann triumphiert der Stoff allein, dann ist das
321 331 Gold als Metall in Herrschaft so lange bis die Entwicklung wie-
322 332 der historische gültige Werte schafft.
323        Späterhin wird dieser Gedanke nochmals gestreift werden
324   und nun zurück zur Betrachtung der Goldwährung in unserem be-
325   schriebenen Gedankengang: Sie wirkt hier zwar vollkommen als der
  333      Späterhin wird dieser Gvvevvdanke nochmals gestreift werden
  334 und nun zurück zur Betrachtung der Goldw**ä**hrung in unserem be-
  335 schriebenen Gedankengang: Sie wirkt hier zwar vollko**m**men als der
326 336 Stabilisator der Wirtschaft, aber das nicht aus der Preisfixierung
327 337 durch Vergleich mit dem Golde, das sich in allen Geistern gleicher
328 338 Wertschätzung erfreut, im Ivvnvvlande sowohl als auch im Auslande; auch
329 339 nicht deshalb erhält es die Wirtschaft im stabilen, gesunden Zu-
330 340 stande, weil es in der Deckung überschüssiger Notenausgabe, Preis-
331   steigerung und Inflation entgegensteuert, sondern deshalb, weil `es
  341 steigerung und Inflation entgegensteuert, sondern deshalb, weil **e**s
332 342 zum straffen Svvtvvabilisator aller Goldwährungsländer, weil es in
333 343 der Gemeinsamkeit der Bindung, in der Kvvovvnkurrenz der Stärksten
334 344 jeweils die Spitzenleistungen mit den relativ geringsten Erzeu-
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346 357 Struktur der modernen Wirtschaft drängt zum Export sowohl als
347 358 auch zum Import. Ob wir nun das eine oder andere in den Vorder-
348   grund schieben, ist gleichgültig; immer aber müssen wir den unbe=
  359 grund schieben, ist gleichgültig; immer aber müssen wir den unbe**-**
349 360 dingt notwendigen Import mit Export decken. Beides sind Grössen
350 361 aus Menge mal Preis. Preis gibt es auf dem Weltmarkt nur einen
351 362 einzigen, den alles untertanen Weltmarktpreis. Was wir importieren
362 373 Länder an diese. Wo das Gold anfängt als Metall eine wichtigere
363 374 Rolle zu spielen, wo es zur Begleichung von Saldis auf Grund
364 375 mangelnden Exports ( das Land hat zu wenig gearbeitet oder zu
365   teuer) auf die Dauer ins Ausland strömt, da wo das Geld allzu
  376 teuer) auf die Dvvavvuer ins Ausland strömt, da wo das Geld allzu
366 377 stark sichtbar wird, da ist es nötig, dass der Staat einen War-
367 378 nungsruf an die Wirtschaft ertönen lässt und mit seinen gegebe-
368 379 nen Mitteln solcher Weiterentwicklung hemmend entgegenwirkt.
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382 394 portreife Produkte von jenen Neuunternehmungen auf dem Markte
383 395 waren, die dann allerdings in nachfolgender Periode den Verlust
384 396 zurückerwarben. Hier kam vielmehr der allgemeine Run von Amerika,
385   und darum konnte keone [sic] Diskontpolitik als das vorzüglicheste Mit-
386   tel zur Eindämmung überspannten Unternehmungsgeistes den Krisen-
387   herd treffen. In Ansehen unserer Darlegung müssen wir auch die
388   Handhabung der Diskontpolitik, wenn sie die gefährdete Golddek-
389   kung im Auge hat, ablehnen kritisieren und können die Berechtigung
  397 und darum konnte keone [sic] Diskontpolitik als das vorzüglichste Mit-
  398 tel zur Eindämmung überspannten Uvvnvvternehmungsgeistes den Krisen-
  399 herd treffen. In Ansehen unserer Dvvavvrlegung müssen wir auch die
  400 Handhabung der Diskontpolitik, wenn sie d**i**e gefährdete Golddek-
  401 kung im Auge hat, ablehn**e**nd kritisieren und können die Berechtigung
390 402  der Anwendung nur dann erkennen, wenn wirklich der Warenausgleich
391 403 von Land zu Land des Goldes zur Deckung bedarf. Mit der Diskonter-
392 404 höhung wir [sic] nicht nur ein Anreiz zum Sparen gegeben, in dem Bank-
393 405 guthaben und Wertpapiere, diese auf dem Umwege über niederere No-
394 406 tierung, ihre Zinsvergütungen erhöhen, auch Wechseldiskontierungen
395   werden teurer und damit warden [sic] Gold und ausländische Waren
  407 werden t**e**urer und damit warden [sic] Gold und ausländische Waren
396 408 schwerer erreichbar. Dvvevvr Notenumlauf kann uns in diesem Zusammen-
397 409 hang nicht interessieren, auch nicht der Goldumlauf im inneren
398 410 Verkehr, obwohl dieser geeignet ist, Diskontpolitik voreilig in
399 411 Anwendung bringen zu lassen, denn einmal vermindert er als fehlen-
400 412 des Deckungsmetall die mögliche Notenausgabe, zum anderen belibt [sic]
401   er der Kontrolle des Gesetzgebers entz[übertippt o]gen und kann von ihm unbe-
402   rück[übertippt s]ichtigt ins Ausland abströmen. Also auch hier ist das allzu
403   Sichtbarwerden des Goldes, so p[hands. durchgestrichen --r--]aradox es klingen man [sic], eine [übertippt G]efahr
  413 er der Kontrolle des Gesetzgebers entz**o**gen und kann von ihm unbe-
  414 rück**s**ichtigt ins Ausland abströmen. Also auch hier ist das allzu
  415 Sichtbarwerden des Goldes, so p--r--aradox es klingen man [sic], eine **G**efahr
404 416 für die Goldwährung. Dvvavvs hat Heyn erkannt, wenn er die von ihm
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414 427 vorgeschlagene Goldkernwährung forderte.
415 428      Den Gvvüvvteraustausch im Innern reibungslos zu gestalten -
416   in dem Preise und Einkommen gebunden sind - den Güteraustausch
  429 in dem Preise und Einkommen **g**ebunden sind - den Güteraustausch
417 430 nach aussen automatisch und selbstsicher sich vollziehen zu las-
418 431 sen, darin liegt die Bedeutung der Goldwährung. Was den inneren
419 432 Verkehr anlangt, so hat die Goldwährung damit, dass sie uns die
435 448 Goldwährung muss auch ohne weiteres das Problem der Uebereinstim-
436 449 mung von den Gesamtpreisen aller Produkte mit dem Nominaleinkommen
437 450 der Nation gelöst sein und das verlangt auch im einzelnen Ueber-
438   einstimmung des Arbeitsw e r [übertippt t] e s der Einkommem mit dem
  451 einstimmung des Arbeitsw e r **t** e s der Einkommem mit dem
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448 462 Arbeits w e r t der dafür erlangten Güter; nicht aber muss im
449 463 einzelnen die Parallelität sein in Bezug auf die absolute Ar-
450   beits m e n g e. Wiederu[übertippt m] müssen wir sagen, dass das Gold nur eine
  464 beits m e n g e. Wiederu**m** müssen wir sagen, dass das Gold nur eine
451 465 Beziehung der Werteinheit ist, die im tiefsten Sinne ein bestimm-
452 466 tes Arbeitsquantum bedeutet und bei der Goldwährung, wenn sie
453 467 bei uns nicht ursprünglich ist, haben wir nun eine zweifache Wahl,
454   den historischen Ursprung der Basierung auf das wertvolle Gut
455   durch Gewinnung der Relationen zu suchen. Wir können einaml im
  468 d**e**n historischen Ursprung der Basierung auf das wertvolle Gut
  469 durch Gewinnung der Relationen zu suchen. Wir können einmal im
456 470 rekurrenten Anschluss rückwärts zu Silber und noch weiter gehen
457 471 und können die heutigen Preise begrifflich hier im Ursprunge
458 472 finden wollen; wir können auch auf das Land überwechseln, an des-
459 473 sen Währung wir uns anschlossen, weil wir sagen, von ihm ist uns
460   das Preisniveau vorgeschrieben, und darum müssen wir dort die ers-
  474 das Pvvrvveisniveau vorgeschrieben, und darum müssen wir dort die ers-
461 475 ten Wertschätzungen und Beziehungen zum Stoffe finden. Was wir
462 476 ursprünglich von einem Lande zu sagen wussten, dass Arbeitswert-
463 477 mengen die Preise aufbauen und dass wir das absolute Grössenmaass
464   dieser Arbeitswerteinheit in allen Dingen der Aussenwelt, dabei
  478 dieser Arbeitswereinheit [sic] in allen Dingen der Aussenwelt, dabei
465 479 auch im Golde finden, das können wir nun ohne weiteres auf den
466 480 ganzen Verband der Goldwährungsländer anwenden. Auf dieser erwei-
467 481 terten Grundlage wird die Arbeitsteilung um ein übriges gestei-
468 482 gert, insofern nun auch die Nationen untereinander nach dem ökono-
469   mischen Prinzip des grössten Erfolges bei kleinstem Aufwand de[übertippt n]
470   zum Zug kommen lassen, der aus natür[übertippt l]ichen, produktionstechnischen
  483 mischen Prinzip des grössten Erfolges bei kleinstem Aufwand de**n**
  484 zum Zug kommen lassen, der aus natür**l**ichen, produktionstechnischen
471 485 oder standortgegebenen Bedingungen zur billigsten Produktion in
472 486 der Lage ist. Dass ein Pfund Sterling, eine Mark, ein Franken
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482 497 gleich X, Y , und Z gramm Gold seinen, darf uns nicht dazu verlei-
483 498 ten zu glauben, dass im Auslande unsere Preise am Golde abgewogen
484 499 würden. Die Bedeutung beruht vielmehr auf der Vergleichbarkeit der
485   Preise auf Grund des Münzfusses ohne Zuhilfenahme und ohne Kennt-
  500 Pvvrvveise auf Grund des Münzfusses ohne Zuhilfenahme und ohne Kennt-
486 501 nis des Wechselkurses. Als Ergebnis des Vergleichs von Inlands-
487 502 und Auslandspreis erscheint uns als Resultat nur die Kenntnis
488 503 des billigeren Produzenten; mit dem Golde aber haben wir zum Pro-
492 507 fällt. Wvvavvs sie weiterhin an Vorteil gegenüber den Ländern mit
493 508 freier Währung bedeutet, bei denen wir ja auch durch die Valuta
494 509 stets denselben Vergleichsweg einschlagen können, das lag in der
495   Stabilität der Vvvavvluta jedes Goldwährungslandes, das nun auf weite
  510 S^^t^^abilität der Vvvavvluta jedes Goldwährungslandes, das nun auf weite
496 511 Sicht rechnen liess. Das alles aber sind Vorteile wohl der Gold-
497 512 währung als der Währung der stärksten Länder, nicht aber des Gol-
498 513 des als Metall, als Währungsbasis. Die wirkliche Währungsbasis
499 514 ist immer die menschliche produktive Arbeit; nur die Einheit, die
500   wir zu Grunde legen, ist jeweils verschieden und das[handsch. ergänzt (]ist der Grund,
501   waru[übertippt m] als tertium comparationis ein etwas in der Uvvmvvrechnung von
502   Land zu Land dazwischen treten muss. Das findet in den Preisen
503   seinen sichtbaren Ausdruck. Wenn jedes gleiche Produkt den zwanzigsten Teil
504   kostet wie bei uns, so gehört es zur Selbstverständlichkeit, dass
  515 wir zu Grunde legen, ist jeweils verschieden und das(ist der Grund,
  516 waru**m** als tertium comparationis ein Etwas in der Uvvmvvrechnung von
  517 Land zu Land dazwischen treten muss. Das vvfvvindet in den Preisen
  518 seinen sichtbaren Ausdruck. Wenn jedes gleiche Produkt in England
  519 nominell ein Pfund Sterling ausgedrückt den zwanzigsten Teil
  520 kostet wie bei uns, so gehört es zur Selbstverständlichkeit, dass
505 521 bei Goldwährung die der Mark zu Grunde liegende Goldmenge ein
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  637 zu machen ist die, dass dieses Goldschöpfungsland als das mutmass-
  638 liche Hauptgläubigerlandnwohl kaum willens sein wird das Risiko
  639 für alle anderen Auchwährungsländer zu tragen, d.h. bei Währungs-
  640 verfall sich deren Gold als intervalutaren Ausgleich zum eigenen
  641 Monopolpreis gefallen zu lassen, obwohl ihm ja auf der anderen
  642 Seite die Gewinne aus Geldverkäufen zugute kamen.
  643      Wir wollen aber die nur gedankliche Ueberlegung fallen
  644 lassen.
  645      Praktisch würde eine Verbilligung des Goldes, die im
  646 Ausmass eine Rückkehr zur alten Relation ausschliesst, nach ein-
  647 getretenem Ruhezustand eine Währungsumänderung mit veränderte[übertippt m]
  648 Münzfuss bedingen. Die Wirtschaft könnte diese ganze Entwicklung
  649 unbehelligt von der Entwertung des Wertmessers überdauern. Die
  650 neu fixierte Werteinheit hätte dann als Inhalt wieder die glei-
  651 che Menge Arbeitswerte, wie sie im Gegenüber der Waren in diesen
  652 allen aufzufinden ist.
  653      Auch diese Exkursion zeigt uns, dass in der Werteinheit
  654 keine sfalls die wertvolle Ware sich mit den anderen Gütern aus-
  655 tauscht, sondern in ihrer Bedeutung als Arbeitswertquantum in
  656 der Geld[nachträgl. eingefügt f]orm von Preisen zu Einkommen und von Einkommen zu Prei-
  657 sen wandern, ihre Fvvuvvnktionen sich erfüllt. Eng gebu?nden, sowohl, sowohl an
  658 das eine wie an das andere ist der ökonomische Wert der Wert-
  659 einheit stabilisiert. Der ökonomische Wert liegt in der Kauf-
  660 kraft der Einheit tausendfältig gebunden an jeden Preis und
  661 jedes Einkommen, mit dem sie geschaffen wurde. Der Gedanke der
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  672 Werteinheit dagegen überdauert Einzelpreis und Einzeleinkommen
  673 und selbst ganze Perioden. Würde Gold auf synthetischem Wege
  674 herstellbar sein,, so dürfte genau das Gesagte gelten miz (sic) der Moti-
  675 vierung, dass nun immer mehr der Charackter der stoffwertlosen Wäh-
  676 rung in den Vordergrund gerückt würde. Die zuletzt angeführte Va-
  677 riante, dass Gold im Weltkörper nimmer zu finden wäre, ist natür-
  678 lich in ihrer Einwirkung auf die Währung nur vermutungsgemäss zu
  679 beantworten. Das nächstliegendste und theoretisch ebenfalls unan-
  680 greifbare ist wohl anzunehmen, dass die alten Relationen unverän-
  681 dert fortbestünden, obwohl das Gold als so seltenes Gut einen viel
  682 höheren Preis, als sein statuierter Wert ist, erzielen müsste. Wie-
  683 derum sei uns das ein Beweis, dass es bei der Werteinheit grund -
  684 sätzlich nicht auf den Wert des gew[übertippt ä]hlten Geldstoffes ankommt,
  685 weil dieser nur eben e i n e Ware ist neben so vielen und eher
  686 wie alle anderen durch staatliche Maassnahmen von seinem rein
  687 wirtschaftlichen Wert abgedrängt werden kann. Goldmünzen werden
  688 in diesem Zustande nicht mehr im Verkehr sein, da sie ja infolge
  689 ihrer Kvvovvstbarkeit sofort daraus entzogen würden; analog wird auch
  690 die Einlösbarkeit aufgehoben sein. Das Gold aber kann nach dem
  691 Heyn'schen Plane von Land zu Land als Spitzènausgleich dienen,
  692 immer wieder aus der Evvrvvwägung heraus, dass hier Forderung plus und
  693 minus sich notwendig aufhebt und ein wirklicher Export, der nicht
  694 Tausch wäre, auch nicht stattfindet. Was die Go[übertippt l]dwährungsländer
  695 aneinander kettet, ist nicht die jeweilige Preisgestaltung nach
  696 dem Goldwerte, sondern die Preisvergleichungsmöglichkeit auf Grund
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  707 des sonst eigentlich nebensächlichen Münzfusses. Das Land, das
  708 jetzt aus der Gvvovvldwährung ausscheidet, wird sein Gold nicht zum
  709 niederen Münzpreis versenden, sondern zu dem viel höheren wirt-
  710 schaftlichen Arbeitswert. Wenn das Gold auf den freien Markt
  711 kommt, tauscht es sich nach diesem letztgenannten Wert. Niemand
  712 wird nach dem künstlich gehaltenen Münzfuss fragen, zu dem es
  713 auch an den staatlichen Kassen nicht mehr erhältlich ist. Dass
  714 jetzt das Pfund Svvtvverling als X Gvvrvvamm Gold begründet ist, hat
  715 nur Ivvnvvteresse nach aussen hin, weil die Mark beispielsweise nach
  716 allen anderen Warenpreisen gemessen eben auch nur als x/20 gr
  717 Gold proklamiert sein kann. Wir können nach wie vor konstatie-
  718 ren, wer teuerer, wer billiger ist, absolute Werte wollen wir heu-
  719 te an jenem kostbaren Golde nimmer messen. Der Schwächere haftet
  720 sich an den Stärkeren und muss dabei ohne Ueberlegung die von
  721 diesen betretenen Bahnen einhalten .
  722      Wir beispielsweise ohne Besitz von Goldbergwerken, die
  723 wir gegenüber England und Amerika nun als wirtschaftlich schwä-
  724 chere zu bezeichnen sind, können keine Währungsänderung befehlen,
  725 während das ein starker Vvvevvrband mit weitreichender Macht vermag.
  726 Aus diesem Grunde kann er auch in obigem Falle die alten,
  727 eigentlich hinfällig gewordenen Relationen dennoch belassen, wenn
  728 er eine Umstellung für sein Wirtschaftsleben als schädlich erach-
  729 tet. Der ökonomische Gehalt der Werteinheit wird dann allerdings
  730 nichts nach dem Golde als Münzparität fragen, sondern wird ganz
  731 natürlich seine gedanklich allgemein bekannte [übertippt i]n allen Preisen
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