Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / IV / a




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7 Innenverkehr zusammenhän[übertippt g]**g**enden Berührungspunkte aufzeigen. Die
8 letzte Entscheidung spricht immer die Zavvavvhlungsbilanz, aber der
9 wesentlichste Favvavvktor der Zahlungsbilanz ist wiederum die Handels-
10 bilanz, und sie eben ist bedingt durch die Preishöhe.
11      Wir fassen noch einmal zusammen: Die Aufgabe der Valu**u**ta
12 besteht darin, dort, wo der überstaatliche Tausch nicht mehr sich
13 zwischen gleichen verkörperten Arbeitswelrten abspielt, den als
14 tertium comparationis der Werteinheit geschalteten intervaluta-
15 ren Kurs so umzuändern, dass der Tausch zwischen objektiv glei-
16 chen [g übertippt mit G]**G**rössen wieder verwirklicht ist. Weiter sollte unsere Betrach-
17  tung vorläufig nicht führen. Es sollte nur kurz dargetan sein,
18 dass auch der internationale Verkehr über die Grenzen der ver-
19 schiedensten Währungsländer hinaus keine Brechung der von uns er-
20 klärten Sätze bedeutet und der Begriff der Werteinheit keine
21 Biegung dadurch erfährt. Was im einzelnen über die [übertippt V]**V**aluten noch
22 zu sagen sein wird, das sei jetzt bei der Betrachtung der Währungs-
23 formen ergänzt.
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52 und auf diesem Wege von aussen nach innen endlich auch die wirt-
53 schaftliche Bedeutung der Gvvovvldwährung im Innenverkehr würdigen.
54      Das den Weltmarkt beherrschende und mit Industrieproduk-
55 ten versorgende Land war England. Hier müssen wir unseren [sic] Betrach-
56 tung aufnehmen . In England herrschte die Goldwährung vor, d.h. es
57 wurde proklamiert, dass ein Pfund Sterling einer Gewichtsmenge
58 Feingoldes gleich zu werten und jederzeit in Gold umzutauschen
59 sei. Die Gevvevvldpreise waren in diesem System ohne weiteres Goldprei-
60 se, denn einmall hatte das Pfund Sterling eine natürliche Beziehung
61 zum Golde, wie sie die zu allen anderen Gütern auch hatte, und dann
62 aus geldpolitischen Gründen noch eine besondere auf die Dauer
63 mit jener notwendig übereinstimmende Bindung zu diesem Edelmetall,
64  nämlich den Münzfuss. England war wirtschaftlich so gut fundiert,
65 dass es trotz dreimaliger Suspendierung der Peelsacte, der Ein-
66 stellung der Goldeinlöse**l**ösungspflicht, doch keine nennenswerten
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77 Preisrevolutionen zu erleiden hatte, uns [sic] es konnte immer wieder,
78 denn es war nach wie vor das stärkste Land, und es war die Zeit
79 des ausschliessliche [sic] geltenden Metallismus, die Bindungen des
80 Pfund Sterling zum Golde neu begründen. Wenn wir, wenn a**a**ndere ihre
81 Stimme auf dem Weltmarkte laut werden lassen wollten, so war es
82 tunlich, dem allein herrschenden Pfund Sterling ein gleichwerti-
83 ges und jederzeit vergleichbares entgegen zu setzen. Was ein Pfund
84 Sterling bedeutete, das wusste man ohne weiteres; alles konzen-
85 tr[hand durchgestrichen --e--]--e--ierte sich ja darauf hin. Diese Selbstherrlichkeit zeigt sich
86 heute noch in der englischen Kursnotierung, die als einzige das
87 Pfund Sterling in den Mittelpunkt stellt. Wenn wir unsere Produk-
88 te zum Weltmarkte bringen, so müssen wir unsere Währung zum Pfund
89 Sterling in einen Vergleich setzen, und, um den Verkehr zu erleich-
90 tern, ein mögli[h übertippt mit c]**c**hst stabiles Verhältnis zu erreichen suchen. Hat
91 nun beispielsweise Deutschalnd [sic] Silber-, England die Goldwährung,
92 so ist diese Verhältniszahl zischen beiden Währungen den
93 verschiedensten Schwankungen ausgesetzt. Einmal ist es die[handsch (]nominel-
96 und dem freien Metallpreis des Silbers auf dem englischen Mark-
97 te in englischer Währung ausgedrückt. Aus Produktionsbewegungen
98 der Metalle, wobei das Gold als das immer Starre belassen wird,
99 muss sich jeder golche [sic][sic] **s**olche Aenderung als ein Schwanken des Silber-
100 wertes bemerkbar machen und die valutarischen Verhältnisse be-
101 einflussen. So wird der Staat, der die Kraft fühlt, Englands
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112 Konkurrent auf dem Wleeltmarkte zu werden, aus praktischen Gründen
113 notwendig zur Goldwährung getrieben. Dass bei solcher Währungsän-
114 derung nichts Grundlegendes geschieht, sondern lediglich ein Rechen-
115 exempel zur Ausführung gelangt, das kann uns jeder Wirklich-
120 uns nun noch der Goldgehalt der Mark genauest vorgeschrieben und
121 wir haben den Anschluss an den Weltmarkt erreicht. Die Goldwährung
122 ist das gemeinsame Band, das die Weltmarktkonkurrenten aneinander-
123 schweisst [, übertippt mit .]**.** Nicht, dass ein Pfund Sterling, eine Mark und ein Schwei-
124 zer Franken gleiche [handschr. ergänzt: x],y und z gramm [sic] Gold wären [handsch ,] und jede Wirtschaft
125 an dieser jeweiligen Gewichtsmenge ihre Werte messe; nein, dass wir
126 jetzt unter den konkurrierenden Nationen in jedem Augenblick im
127 Münzfuss ei[übertippt n]**n** Vergleichsmaass haben, das den Leistungsfähigsten zum
128 Zuge kommen lässt, und zudem noch die Preishöhe auf die wirklich
129 notwendigen Herstellungskosten herabzudrücken geeignet ist, -
130 das ist der erste wesentliche Inhalt, den wir in die Goldwährung
131 legen wollen. Die Goldwährung gab uns Auskunft über die Qualität
132 eines Landes, denn Goldwährungsland sein, heisst, die Kraft aufzu-
133 bringen, ihr Tempo mitzuleben. Der billigste Preis trägt auf dem
134 wWeltmarkt den Sieg davon. Wer, - sei es aus natürlichen oder ge-
135 sellschaftlichen beding**g**ten Gründen, nicht fähig ist, mit den anderen
136 Schritt zu halten, der kann auf die Dauer nicht Goldwährung be-
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147 sitzen. Die Bedingungen werden nicht in [übertippt j]**j**edem Lande die gleichen
148 sein. Das aber gilt nach aussen gleich. Zur Nivellierung müssen
149 möglicherweise dann im Innern Opfer gebracht werden, sei es an
150 verminderter Lebenshaltung, sei es an erhöhter Arbeitsleistung.
151 Die Govvovvldwährung schraubte also die Preise auf dem Weltmarkt
152 mit zwingender Notwendigkeit bei sStrafe des Währungsverfalls
153 eng aneinander. Bvvevvi Rohproduktion tritt das am stärksten zu Tage,
154 aber auch die Fertigfabrikate waren in allerdings immer locke-
155 ren Banden eing**g**ehängt. Die Fvvrvvage, wieviel Geld ein Land zur Siche-
156 rung sie**i**ner Währung an Edelmetall vorrätig halten müsse, ist in
157 diesem Zusammenhang weder eine solche, die von der Golddeckung
158 der Noten abhängig wäre und mit der umlaufenden Notenmenge in
159 Verbindung gebracht werden müsse, sie ist überhaupt keine Erör-
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182 rechterhaltung der Goldwährung notwendigerweise wieder abgetragen
183 werden müssen. Die Goldwährung ist nur das Ääusserste Ventil,
184 das der Währungspolitik zum ha^^a^^lten des intervalutaren Paris
185 zur Verfügung steht. Praktisch waren es die Gold[übertippt p]**p**unkte, -die Ver-
186 sendungskosten von Land zu Land, die das [übertippt i]**i**ntervalutare Pari mit
187 dem Münzpari eng verbanden.
188      Die alten Fävvävvden wieder aufnehmend, können wir sagen, dass
189 als Folge der absoluten Vergleichbarkeit die Goldwährung unser
190 ganzes Preisniveau auf dem Uvvmvvwege üder [sic] den Weltmarkt von aussen
191 herein beeinflusst habe, so dass jede Stimme wohl gehört wird, aber
192 doch immer alle gegen einen stehen und dessen Wirtschaft beein-
193 flussen. Was aber ist mit diesem Ereignis weiter gewonnen? Zungebnis weiter gewonnen? Zu**n**ächst
194 einmal: eine allgemeine Preisänderung kann nur statthaben in Ge-
195 meinsamk**k**eit mit dem ganzen Weltmarkt. Wir können unsere Produktions
196 kosten in der Gesamthöhe, soweit sie den Preis bestimmen, nicht än-
197 dern, ohne dass dies allgemeine Regel wäre, und dazu liegen**en** noch
198 hemmend die Bindungen an das Gold vor, dessen Gebrauchswert sich
199 bei Innehaltung des alten Münz**z**fusses gegenüber dem erhöhten Preis-
200 niveau auflehnen würde. Schwanken können also nur die einzelnen
201 Produktionsgrössen, das sind die Einkommen untereinander. Von ihnen
202 können wir wohl sagen, dass in längeren Zeitabläufen genommen durch
203 die gegenseitige Konkurrenz und aAbwanderung, Stabilität sowohl im
204 allgemeinen, alsnauch in ihrem gegenseitigen Verhältnis obwaltet.
205 Das Real- und das Nominaleinkommen in der Nation sind nur verschie-
206 dene Namen zur Versinnbildlichung eines Vorrates an Gütern, ersteres
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636 zu machen ist die, dass dieses Goldschöpfungsland als das mutmass-
637 liche Hauptgläubigerlandnwohl kaum willens sein wird das Risiko
638 für alle anderen Auchwährungsländer zu tragen, d.h. bei Währungs-
639 verfall sich deren Gold als intervalutaren Ausgleich zum eigenen
640 Monopolpreis gefallen zu lassen, obwohl ihm ja auf der anderen
641 Seite die Gewinne aus Geldverkäufen zugute kamen.
642      Wir wollen aber die nur gedankliche Ueberlegung fallen
643 lassen.
644      Praktisch würde eine Verbilligung des Goldes, die im
645 Ausmass eine Rückkehr zur alten Relation ausschliesst, nach ein-
646 getretenem Ruhezustand eine Währungsumänderung mit veränderte[übertippt m]
647 Münzfuss bedingen. Die Wirtschaft könnte diese ganze Entwicklung
648 unbehelligt von der Entwertung des Wertmessers überdauern. Die
649 neu fixierte Werteinheit hätte dann als Inhalt wieder die glei-
650 che Menge Arbeitswerte, wie sie im Gegenüber der Waren in diesen
651 allen aufzufinden ist.
652      Auch diese Exkursion zeigt uns, dass in der Werteinheit
653 keine sfalls die wertvolle Ware sich mit den anderen Gütern aus-
654 tauscht, sondern in ihrer Bedeutung als Arbeitswertquantum in
655 der Geld[nachträgl. eingefügt f]orm von Preisen zu Einkommen und von Einkommen zu Prei-
656 sen wandern, ihre Fvvuvvnktionen sich erfüllt. Eng gebu?nden, sowohl, sowohl an
657 das eine wie an das andere ist der ökonomische Wert der Wert-
658 einheit stabilisiert. Der ökonomische Wert liegt in der Kauf-
659 kraft der Einheit tausendfältig gebunden an jeden Preis und
660 jedes Einkommen, mit dem sie geschaffen wurde. Der Gedanke der
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671 Werteinheit dagegen überdauert Einzelpreis und Einzeleinkommen
672 und selbst ganze Perioden. Würde Gold auf synthetischem Wege
673 herstellbar sein,, so dürfte genau das Gesagte gelten miz (sic) der Moti-
674 vierung, dass nun immer mehr der Charackter der stoffwertlosen Wäh-
675 rung in den Vordergrund gerückt würde. Die zuletzt angeführte Va-
676 riante, dass Gold im Weltkörper nimmer zu finden wäre, ist natür-
677 lich in ihrer Einwirkung auf die Währung nur vermutungsgemäss zu
678 beantworten. Das nächstliegendste und theoretisch ebenfalls unan-
679 greifbare ist wohl anzunehmen, dass die alten Relationen unverän-
680 dert fortbestünden, obwohl das Gold als so seltenes Gut einen viel
681 höheren Preis, als sein statuierter Wert ist, erzielen müsste. Wie-
682 derum sei uns das ein Beweis, dass es bei der Werteinheit grund -
683 sätzlich nicht auf den Wert des gew[übertippt ä]hlten Geldstoffes ankommt,
684 weil dieser nur eben e i n e Ware ist neben so vielen und eher
685 wie alle anderen durch staatliche Maassnahmen von seinem rein
686 wirtschaftlichen Wert abgedrängt werden kann. Goldmünzen werden
687 in diesem Zustande nicht mehr im Verkehr sein, da sie ja infolge
688 ihrer Kvvovvstbarkeit sofort daraus entzogen würden; analog wird auch
689 die Einlösbarkeit aufgehoben sein. Das Gold aber kann nach dem
690 Heyn'schen Plane von Land zu Land als Spitzènausgleich dienen,
691 immer wieder aus der Evvrvvwägung heraus, dass hier Forderung plus und
692 minus sich notwendig aufhebt und ein wirklicher Export, der nicht
693 Tausch wäre, auch nicht stattfindet. Was die Go[übertippt l]dwährungsländer
694 aneinander kettet, ist nicht die jeweilige Preisgestaltung nach
695 dem Goldwerte, sondern die Preisvergleichungsmöglichkeit auf Grund
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706 des sonst eigentlich nebensächlichen Münzfusses. Das Land, das
707 jetzt aus der Gvvovvldwährung ausscheidet, wird sein Gold nicht zum
708 niederen Münzpreis versenden, sondern zu dem viel höheren wirt-
709 schaftlichen Arbeitswert. Wenn das Gold auf den freien Markt
710 kommt, tauscht es sich nach diesem letztgenannten Wert. Niemand
711 wird nach dem künstlich gehaltenen Münzfuss fragen, zu dem es
712 auch an den staatlichen Kassen nicht mehr erhältlich ist. Dass
713 jetzt das Pfund Svvtvverling als X Gvvrvvamm Gold begründet ist, hat
714 nur Ivvnvvteresse nach aussen hin, weil die Mark beispielsweise nach
715 allen anderen Warenpreisen gemessen eben auch nur als x/20 gr
716 Gold proklamiert sein kann. Wir können nach wie vor konstatie-
717 ren, wer teuerer, wer billiger ist, absolute Werte wollen wir heu-
718 te an jenem kostbaren Golde nimmer messen. Der Schwächere haftet
719 sich an den Stärkeren und muss dabei ohne Ueberlegung die von
720 diesen betretenen Bahnen einhalten .
721      Wir beispielsweise ohne Besitz von Goldbergwerken, die
722 wir gegenüber England und Amerika nun als wirtschaftlich schwä-
723 chere zu bezeichnen sind, können keine Währungsänderung befehlen,
724 während das ein starker Vvvevvrband mit weitreichender Macht vermag.
725 Aus diesem Grunde kann er auch in obigem Falle die alten,
726 eigentlich hinfällig gewordenen Relationen dennoch belassen, wenn
727 er eine Umstellung für sein Wirtschaftsleben als schädlich erach-
728 tet. Der ökonomische Gehalt der Werteinheit wird dann allerdings
729 nichts nach dem Golde als Münzparität fragen, sondern wird ganz
730 natürlich seine gedanklich allgemein bekannte [übertippt i]n allen Preisen
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