Kaum beachtet von der Weltöffentlichkeit, bahnt sich der erste internationale Strafprozess gegen die Verantwortlichen und Strippenzieher der CoronaâP(l)andemie an. Denn beim Internationalem Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag wurde im Namen des britischen Volkes eine Klage wegen âVerbrechen gegen die Menschlichkeitâ gegen hochrangige und namhafte Eliten eingebracht. Corona-Impfung: Anklage vor Internationalem Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit! â UPDATE
JPMorgan, die gröĂte Bank der USA, hat fĂŒr 2027 eine globale Nahrungsmittelkrise vorhergesagt. Wie die International Business Timesschreibt, macht JPMorgan dafĂŒr vor allem die durch den Iran-Krieg ausgelöste DĂŒngemittel-Knappheit und den sich verstĂ€rkenden Super-El-Niño-Effekt verantwortlich.
In einem Bericht, der den Titel «Nahrungsmittelsicherheit ist nationale Sicherheit: Ein sich verschĂ€rfender Sturm» trĂ€gt, warnte ein Team von JPMorgan unter der Leitung der in London ansĂ€ssigen leitenden globalen Ăkonomin Nora Szentivanyi, «dass Störungen in der StraĂe von Hormus und das Auftreten eines potenziell historischen El Niño die ErnteertrĂ€ge schmĂ€lern, die landwirtschaftliche Produktion einschrĂ€nken und die Lebensmittelinflation bis Mitte 2027 hoch halten könnten».
Das Team um Szentivanyi fand demnach heraus, dass die globalen Lebensmittelpreise um etwa 1,3 bis 1,5 Prozentpunkte gegenĂŒber einem historischen Durchschnitt von 0,7 Prozentpunkten steigen könnten. Der Bericht fĂŒhrt den Preisdruck insbesondere auf den Schwachpunkt «DĂŒngemittel» zurĂŒck. Reis, Zucker, Kaffee und Kakao werden als die am stĂ€rksten betroffenen Agrarprodukte genannt.
Solche Warnungen haben kritische Journalisten und Aktivisten bereits vor einigen Monaten ausgesprochen. Im April hatte der Finanzjournalist Ernst Wolff vor dieser Entwicklung gewarnt. Er sah teurere Lebensmittel und sogar eine Hungerkatastrophe voraus. Wie immer wĂŒrden MilliardĂ€re wie Bill Gates oder Jeff Bezos, groĂe US-Konzerne und Investmentfirmen wie BlackRock und Vanguard profitieren (wir berichteten).
Im Mai zog der Gesundheitsaktivist und GrĂŒnder von Natural News nach. Er warnte, dass bis 2027 Millionen Menschen verhungern könnten, sollte die Blockade der StraĂe von Hormus bestehen bleiben. Diese Hungersnot werde bewusst herbeigefĂŒhrt, so Mike Adams, der betonte: «Hunger ist die perfekte Waffe» (wir berichteten).
Der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Martin Schwab hat ĂŒber ein erneutes eklatantes Versagen der deutschen Justiz berichtet, das offensichtlich zum Ziel hat, das offizielle «Pandemie»-Narrativ der Regierung am Leben zu erhalten. So hatte das Landgericht NĂŒrnberg-FĂŒrth den Arzt Wolfgang Urmetzer wegen angeblich falscher Maskenatteste in 26 FĂ€llen zu einer Geldstrafe verurteilt. Urmetzer war gegen dieses Urteil in Revision gegangen (wir berichteten).
Wie Schwab informiert, wurde diese Revision am 19. August am Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt â und sie wurde abgeschmettert. Genau genommen: Von den 26 FĂ€llen blieben 14 ĂŒbrig. Aber fĂŒr diese 14 FĂ€lle ist Wolfgang Urmetzer jetzt rechtskrĂ€ftig verurteilt. Lediglich das StrafmaĂ muss jetzt vom Landgericht NĂŒrnberg-FĂŒrth neu verhandelt werden. Schwab schreibt dazu:
«Der Einsatz von Masken zum Schutz gegen Virus-Ăbertragungen war ein gesetzlich erzwungener Off-Label-Use, weil OP-Masken nur zum Schutz gegen bakterielle Ansteckung und FFP2-Masken nur zum Schutz gegen Feinstaub dienen. Und das permanente Maskentragen geht mit gesundheitsschĂ€dlichen Nebenwirkungen einher, die in der Fachliteratur auch hinlĂ€nglich dokumentiert sind. Die Maskenpflicht war daher ihrerseits ein â in Gesetzes- und Verordnungsform gegossener â rechtswidriger Angriff auf die Gesundheit der Menschen. Und das unter dem Vorwand, eben diese Gesundheit zu schĂŒtzen.»
Umso fassungsloser stimme ihn, dass die deutsche Justiz der Politik der Regierung immer noch den RĂŒcken stĂ€rke â obwohl von Tag zu Tag deutlicher werde, dass die «Pandemie»-ErzĂ€hlung und die darauf gegrĂŒndeten MaĂnahmen nur auf LĂŒgen gebaut waren.
Die Schweiz wĂ€chst. Und trotzdem wird sie jĂŒnger? Nein â genau das Gegenteil zeichnet sich ab. WĂ€hrend die Gesamtbevölkerung weiter zunimmt, ist die Zahl der 0- bis 19-JĂ€hrigen rĂŒcklĂ€ufig. Blick spricht von einer «dramatischen Entwicklung» und verweist auf Folgen fĂŒr Arbeitsmarkt, Altersvorsorge und Infrastruktur.
Damit bestĂ€tigt ausgerechnet jenes Medium, das die Entwicklung nun prominent aufgreift, einen Befund, auf den das AktionsbĂŒndnis freie Schweiz (ABF Schweiz) seit LĂ€ngerem hinweist: Das demografische Problem lĂ€sst sich nicht allein daran messen, wie viele Menschen in der Schweiz leben. Entscheidend ist auch, wer hier lebt â und ob genĂŒgend Kinder nachkommen.
Die offiziellen Daten des Bundesamts fĂŒr Statistik lassen wenig Raum fĂŒr Beschönigung. 2024 wurden 78.256 Kinder geboren, 2.2 Prozent weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau fiel auf 1.29 â den niedrigsten je registrierten Wert. 2025 ging die Zahl der Lebendgeburten nochmals auf rund 77.900 zurĂŒck; die Geburtenziffer sank provisorisch auf 1.28.
Zum Vergleich: FĂŒr den Bestandserhalt der Bevölkerung (Zu- und Abwanderung nicht eingerechnet) wĂ€ren ungefĂ€hr 2.1 Kinder pro Frau erforderlich. Die Schweiz liegt damit nicht knapp darunter, sondern deutlich.
Und genau hier wird die Blick-Berichterstattung interessant. Sie beschreibt den demografischen Befund ausfĂŒhrlich, diskutiert regionale Unterschiede und lĂ€sst Expertinnen zu Wort kommen. Was jedoch auffĂ€llt: Die Frage, warum der Einbruch gerade in dieser zeitlichen und plötzlichen Dynamik erfolgt, wird nicht in derselben SchĂ€rfe gestellt.
Denn der GeburtenrĂŒckgang ist keineswegs erst gestern entstanden. Nach einem vorĂŒbergehenden Anstieg 2021 setzte 2022 ein markanter Einbruch ein. Eine wissenschaftliche Untersuchung zur Schweizer FertilitĂ€tsentwicklung bestĂ€tigt, dass die GeburtenhĂ€ufigkeit bereits seit 2018 rĂŒcklĂ€ufig war, 2021 jedoch vorĂŒbergehend anstieg und 2022 wieder deutlich zurĂŒckging.
Genau an diesem Punkt setzt die Argumentation von ABF Schweiz sowie der Gesundheitsökonomen Konstantin Beck und Cristina Gianocca an. Ihre These lautet nicht einfach: «Die Geburten gehen zurĂŒck, also sind die Impfungen schuld.» Sie versuchen vielmehr, den zeitlichen und regionalen Zusammenhang statistisch zu untersuchen und verschiedene ErklĂ€rungen gegeneinander abzuwĂ€gen. In ihrer Analyse «Der unsichtbare Tod â GeburtenrĂŒckgang» stellen sie insbesondere die Frage, ob die seit 2022 beobachtete Entwicklung durch herkömmliche demografische ErklĂ€rungen ausreichend erklĂ€rt werden kann.
Besonders brisant ist dabei der von ABF Schweiz hervorgehobene Vergleich zwischen regionalen Geburtenentwicklungen und Covid-Impfquoten. Eine solche Korrelation ist fĂŒr sich allein kein Beweis fĂŒr KausalitĂ€t. Sie ist aber durchaus ein Anlass fĂŒr weitere Forschung â gerade wenn gleichzeitig ein ungewöhnlich starker und zeitlich auffĂ€lliger Einbruch der Geburten registriert wird.
Auch frĂŒhere Analysen von Beck verwiesen bereits auf regionale ZusammenhĂ€nge zwischen Impfquote und spĂ€terem GeburtenrĂŒckgang. In einer ZĂŒrcher Regierungsratsvorlage wird diese Argumentation dokumentiert â gleichzeitig wird ausdrĂŒcklich festgehalten, dass aus solchen Vergleichen allein kein abschlieĂender KausalitĂ€tsnachweis folgt.
Die Blick-Geschichte ist deshalb bemerkenswert. Sie liefert zahlreiche Puzzleteile: sinkende Geburten, weniger Jugendliche, eine alternde Bevölkerung, regionale Unterschiede und zunehmenden Druck auf AHV, Pflege und Arbeitsmarkt.
Doch die entscheidende Frage bleibt im Hintergrund: Warum hat sich der GeburtenrĂŒckgang nach 2021 derart beschleunigt? Das Bundesamt fĂŒr Statistik selbst beschreibt den jĂŒngsten RĂŒckgang als auĂergewöhnlich: Seit Ende der 1970er Jahre sei ein vergleichbarer mehrjĂ€hriger RĂŒckgang dieser GröĂenordnung nicht mehr beobachtet worden. Das macht die Ursachenfrage umso dringlicher.
NatĂŒrlich existieren zahlreiche mögliche ErklĂ€rungen: spĂ€tere FamiliengrĂŒndung, wirtschaftliche Unsicherheit, Wohnkosten, verĂ€nderte LebensentwĂŒrfe oder die Nachwirkungen der «Pandemie». Keine dieser Hypothesen sollte vorschnell verworfen werden. Aber dasselbe Prinzip muss auch fĂŒr die Impf-Hypothese gelten.
Das ist der Punkt, an dem die Blick-Berichterstattung kritisch zu hinterfragen ist. Wer den demografischen Niedergang zum politischen Thema macht, kann nicht gleichzeitig die Ursachenfrage auf jene ErklĂ€rungen beschrĂ€nken, die politisch oder gesellschaftlich bequem sind. Wenn eine Hypothese anhand von Zeitreihen, regionalen Daten und weiteren statistischen Verfahren ĂŒberprĂŒfbar ist, gehört sie untersucht â ergebnisoffen und mit derselben wissenschaftlichen Strenge wie jede andere.
Das gilt umso mehr, weil die Covid-«Impfung» in der Schweiz ausdrĂŒcklich auch Schwangeren empfohlen wurde. Gerade deshalb wĂ€re eine saubere wissenschaftliche Untersuchung so wichtig: Nicht um eine politische Vorentscheidung zu bestĂ€tigen, sondern um eine mögliche Ursache belastbar auszuschlieĂen oder zu erhĂ€rten. Die Entwicklung ist inzwischen jedenfalls nicht mehr mit einem einzelnen schlechten Jahr abzutun.
2021: 1.52 Kinder pro Frau 2022: 1.39 2023: 1.33 2024: 1.29 2025: provisorisch 1.28
Die offizielle Statistik bestÀtigt damit einen dramatischen und anhaltenden AbwÀrtstrend.ABF Schweiz sieht darin ein Warnsignal und fordert, die mögliche Rolle der Covid-«Impfungen» ernsthaft zu untersuchen. Beck und Gianocca gehen in ihrer Analyse noch weiter und vertreten die These, dass die konventionellen ErklÀrungen den Einbruch nicht ausreichend erklÀren.
Ob diese These am Ende wissenschaftlich Bestand hat, ist eine offene Frage. Sie als erledigt zu behandeln, wÀre allerdings ebenso unwissenschaftlich wie sie vorschnell als bewiesen darzustellen.
Und genau hier liegt die SchwĂ€che der Blick-Berichterstattung: Sie zeigt eindrĂŒcklich, dass der Nachwuchs fehlt. Sie diskutiert aber deutlich weniger konsequent, warum.
Vielleicht ist das die eigentlich brisante Nachricht: Die Schweiz wĂ€chst â und wird gleichzeitig Ă€lter. Die Bevölkerungspolitik diskutiert ĂŒber zehn Millionen Einwohner, wĂ€hrend die natĂŒrliche Reproduktion immer weiter zurĂŒckfĂ€llt.
Wer diese Entwicklung ernst nimmt, sollte nicht nur zÀhlen, wie viele Menschen in die Schweiz kommen. Er sollte endlich genauer hinsehen, warum hier immer weniger Kinder geboren werden.
Was tun, wenn die Welt unsicherer wird â und man sich selbst und sein Vermögen möglichst weit davon entfernen möchte? Eine Schweizer Firma setzt auf eine Antwort, die kaum spektakulĂ€rer sein könnte: Tief im BrĂŒnigmassiv im Schweizer Kanton Obwalden sollen unterirdische TresorrĂ€ume entstehen, die nicht nur wertvolle BesitztĂŒmer schĂŒtzen, sondern ihren EigentĂŒmern im Krisenfall auch als RĂŒckzugsort dienen können.
Das Projekt der Schweizer FirmaBrĂŒnig Mega Safe sieht bis zu 25 unterirdische HohlrĂ€ume im Kalksteinmassiv des BrĂŒnig vor. Die Anlagen sollen mehr als 100 Meter unter der ErdoberflĂ€che liegen und vor allem der Aufbewahrung besonders wertvoller GĂŒter dienen â darunter Kunstwerke, Sammlerautos, Wein und andere Vermögenswerte. Nach Angaben des Unternehmens soll das Sicherheitsniveau mit jenem der Schweizerischen Nationalbank vergleichbar sein.
Der Zugang soll entsprechend streng geregelt werden. Bereits bei der Zufahrt sind mehrere Kontrollen vorgesehen. Die Kunden sollen das unterirdische Areal rund um die Uhr ĂŒber einen Tunnel erreichen können, der groĂ genug fĂŒr Lastwagen ist. Die Betreiber sprechen zudem von einer permanenten Bewachung. Erste MietvertrĂ€ge mit einer Laufzeit von 99 Jahren sollen bereits abgeschlossen worden sein.
Besonders bemerkenswert ist allerdings, dass das Konzept ĂŒber einen klassischen Tresor hinausgeht. Die unterirdischen RĂ€ume werden ausdrĂŒcklich auch als mögliche Zuflucht fĂŒr Menschen beworben. In einzelnen Bereichen könnten demnach RĂ€ume fĂŒr einen zeitweisen Aufenthalt, diskrete Besprechungen oder Lounges eingerichtet werden.
Damit trifft das Projekt den Nerv einer Zeit, in der geopolitische Spannungen, KriegsĂ€ngste und andere Krisenszenarien wieder stĂ€rker ins Bewusstsein rĂŒcken. FĂŒr die Anbieter ist die Nachfrage Ausdruck eines wachsenden SicherheitsbedĂŒrfnisses unter vermögenden Kunden. Ein Teil des eigenen Vermögens solle an einem Ort lagern, der möglichst unabhĂ€ngig von politischen und gesellschaftlichen ErschĂŒtterungen ist.
Die Kehrseite dieses GeschĂ€ftsmodells ist jedoch kaum zu ĂŒbersehen: Sicherheit wird hier zur Luxusdienstleistung. Wer sich den Zugang leisten kann, bekommt nicht einfach einen Schutzraum, sondern ein hochgesichertes privates Refugium tief im Berg. Nach den vorliegenden Angaben liegt die Einstiegsschwelle bei mehr als 580.000 Euro.
Das wirft eine grundsĂ€tzliche Frage auf: Was sagt es ĂŒber eine Gesellschaft aus, wenn sich die einen auf den Ernstfall vorbereiten können, indem sie sich fĂŒr Hunderttausende einen Platz unter einem Berg sichern, wĂ€hrend der Schutz vor Krisen fĂŒr die breite Bevölkerung eine staatliche Aufgabe bleibt?
Gerade die Schweiz bietet dafĂŒr einen interessanten Kontrast. Das Land verfĂŒgt ĂŒber eine lange Tradition des zivilen und militĂ€rischen Schutzraumbaus. Laut dem vorliegenden Bericht haben grundsĂ€tzlich alle Einwohner Anspruch auf einen Schutzplatz. Gleichzeitig werden alte militĂ€rische Anlagen zunehmend auch fĂŒr kommerzielle Zwecke genutzt â etwa als Tresore oder Rechenzentren.
Auch international erlebt der Schutzraumbau eine Renaissance. In Finnland etwa sind unter Helsinki tausende geschĂŒtzte RĂ€ume in den Fels gebaut worden, die im Ernstfall Platz fĂŒr einen groĂen Teil der Bevölkerung bieten. Dort steht nicht das exklusive SicherheitsbedĂŒrfnis Einzelner im Mittelpunkt, sondern die staatliche Vorsorge fĂŒr die Bevölkerung.
BrĂŒnig Mega Safe verfolgt dagegen ein anderes Modell. Hier verschmelzen Vermögensschutz, PrivatsphĂ€re und Krisenvorsorge zu einem Produkt fĂŒr eine zahlungskrĂ€ftige Kundschaft. Die Betreiber reagieren damit auf eine reale Nachfrage: Wer sehr viel zu verlieren hat, kann bereit sein, erhebliche Summen fĂŒr zusĂ€tzliche Sicherheit auszugeben.
Doch genau darin liegt auch die gesellschaftliche Brisanz des Projekts. Ein privater Bunker kann Vermögen und einzelne Menschen schĂŒtzen â er löst aber keine der Krisen, vor denen seine Nutzer sich fĂŒrchten. Geopolitische Konflikte, gesellschaftliche Spannungen oder die Folgen von Naturkatastrophen lassen sich nicht einfach 100 Meter unter die Erde verlagern.
Der geplante Komplex ist deshalb mehr als ein ungewöhnliches Bauprojekt in den Alpen. Er ist auch ein Symbol fĂŒr eine wachsende Kluft beim Umgang mit Unsicherheit: WĂ€hrend Staaten wieder stĂ€rker ĂŒber SchutzrĂ€ume und Krisenvorsorge nachdenken, können sich die Reichsten zusĂ€tzlich eine private Sicherheitsinfrastruktur kaufen.
Der Berg wird damit zum Tresor â und zugleich zum RĂŒckzugsort. Die eigentliche Frage ist jedoch, wie viel Sicherheit sich eine Gesellschaft insgesamt leisten kann und wer Zugang dazu hat.
Bunker fĂŒr Superreiche gibt es lĂ€ngst auch anderswo
Das Konzept des BrĂŒnig Mega Safe ist allerdings keine Schweizer Besonderheit. Bunker und private RĂŒckzugsorte fĂŒr Superreiche gibt es seit Jahren auch in anderen Teilen der Welt. Besonders Neuseeland gilt in der Tech- und Finanzelite als möglicher Zufluchtsort fĂŒr den Krisenfall. Die geografische Abgeschiedenheit, politische StabilitĂ€t und die Möglichkeit, auf groĂen GrundstĂŒcken eine gewisse Selbstversorgung aufzubauen, machen das Land attraktiv. Der PayPal-MitgrĂŒnder Peter Thiel etwa besitzt dort GrundstĂŒcke und hat sich wiederholt fĂŒr Neuseeland als RĂŒckzugsort interessiert.
In den USA wiederum werden ehemalige MilitÀranlagen zu privaten Luxus-Bunkern umgebaut. Ein bekanntes Beispiel ist das Survival Condo in Kansas, ein ehemaliges Atomsilo, das in eine unterirdische Wohnanlage mit Luxuswohnungen, Pool, FitnessrÀumen und Möglichkeiten zur Lebensmittelproduktion umgebaut wurde.
Auch in Europa gibt es entsprechende Projekte, etwa den unterirdischen Komplex The Oppidum in Tschechien. Und auf der hawaiianischen Insel Kauai entsteht auf dem groĂen Anwesen von Mark Zuckerberg und Priscilla Chan nach Medienberichten ebenfalls ein unterirdischer Schutzraum mit eigener Wasser-, Energie- und Lebensmittelversorgung.
Der Schweizer Bunker ist damit Teil eines internationalen Trends zur privaten Krisenvorsorge der Superreichen. Dabei geht es lĂ€ngst nicht mehr nur darum, im Ernstfall einige Tage in einem Betonraum zu ĂŒberleben. Die modernen Luxus-Bunker sollen ihren Bewohnern möglichst ein weitgehend autarkes und komfortables Leben ermöglichen â abgeschirmt von politischen Unruhen, Krieg, Pandemien oder anderen Katastrophen. Das Grundprinzip ist ĂŒberall Ă€hnlich: Wer ĂŒber genĂŒgend Vermögen verfĂŒgt, kann sich zusĂ€tzliche Sicherheit kaufen â sei es durch einen Bunker tief unter der Erde, ein abgeschottetes Anwesen oder einen RĂŒckzugsort am anderen Ende der Welt. BrĂŒnig Mega Safe ist deshalb weniger eine exotische Schweizer Ausnahme als ein Beispiel fĂŒr ein globales GeschĂ€ft mit der Angst vor der Zukunft.
Der weltbekannte serbische Filmemacher Emir Kusturica hat YouTube vorgeworfen, einen «Krieg» gegen Menschen zu fĂŒhren, die unabhĂ€ngig denken und «die Wahrheit sagen», nachdem die zu Google gehörende Plattform seinen Kanal ohne Vorwarnung gelöscht hatte.
Wie RTmitteilt, hat YouTube Kusturicas Kanal «My Life» laut Medienberichten am Mittwoch gelöscht, ohne die Entscheidung öffentlich zu begrĂŒnden. Das gemeinsam mit dem serbischen Dienst von Sputnik produzierte Projekt habe mehr als 200 Videos umfasst und rund 30.000 Abonnenten gehabt. Einige der Videos wĂŒrden sich dem Schicksal Jugoslawiens, dem Kampf der Kulturen und dem Zusammenprall zwischen christlichen und westlichen Werten widmen.
Das russische Portal erinnert daran, dass YouTube nach der Eskalation des Ukraine-Konflikts im Jahr 2022, als der Westen umfassende Sanktionen gegen Russland verhĂ€ngte, sowohl Sputnik als auch RT sperrte. Moskau habe das harte Vorgehen des Westens gegen die Medien als Beweis fĂŒr eine antirussische Agenda und westliche Zensur verurteilt.
In einem Kommentar zu dem Verbot erklĂ€rte Kusturica gegenĂŒber der russischen Presseagentur TASS, hinter dieser MaĂnahme stecke eine «totalitĂ€re Gesellschaft», er fĂŒgte hinzu:
«FĂŒr sie ist es normal, dass sie den Kanal auf YouTube geschlossen haben. Sie befinden sich im Krieg mit uns, mit Menschen, die denken, die die Wahrheit sagen und die Wahrheit unter die Massen bringen.»
An anderer Stelle sagte er, dass «sie niemanden in diesem Chor haben wollen, der nicht ein Lied singt, in dem die Algorithmen das widerspiegeln, was diejenigen an der Spitze wollen â diese reichsten Menschen der Welt, zusammen mit den Nachrichtendiensten.»
Sputnik Balkan merkte laut RT an, dass die YouTube-Richtlinien zwar vorsehen, dass ein Kanal aufgrund von Nutzerbeschwerden ĂŒber Videoinhalte und nach drei aufeinanderfolgenden Verwarnungen geschlossen werden kann. Allerdings hĂ€tten weder die Redaktion des Senders noch Kusturica eine entsprechende Benachrichtigung erhalten.
Auch RT-Chefredakteurin Margarita Simonyan verurteilte gemÀà dem Portal den Schritt und bezeichnete Kusturica als ihren engen Freund. «Willkommen im Club, Maestro!», habe sie geschrieben und damit auf die westlichen Sanktionen gegen andere Medien angespielt.
RT zufolge hat Kusturica Moskaus Haltung zur Ukraine-Krise unterstĂŒtzt und argumentiert, der Konflikt sei «mit Hilfe des Pentagons seit langem vorbereitet worden» und stelle «einen Krieg gegen die Orthodoxie» dar. Die ukrainische Regierung habe er hingegen als «pro-nazistisch» bezeichnet.
Kusturica, 1954 in Sarajevo geboren, ist einer der meistausgezeichneten Filmemacher Europas. Er gewann 1985 die Goldene Palme in Cannes fĂŒr «Papa ist auf Dienstreise» und 1995 erneut fĂŒr «Underground», wĂ€hrend «Zeit der Zigeuner», «Arizona Dream» und «Schwarze Katze, weiĂer Kater» seinen Ruf als Schöpfer surrealer und politisch aufgeladener Balkanfilme festigten.
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Peter Mayer
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Doctors4CovidEthics
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Cane
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Bei dem aktuellen Entwurf des Reformgesetzes zum Nachrichtendienstrecht stehen die Aufweichung des Trennungsgebots und die beabsichtigten aktionellen Befugnisse der Dienste sowie Sonderregelungen fĂŒr den Spannungs- und Verteidigungsfall im Fokus (siehe den Beitrag von Anna Höning). Der Entwurf enthĂ€lt aber noch in anderer Hinsicht GrundsĂ€tzliches: eine Neuordnung der nachrichtendienstlichen Kontrollarchitektur durch den Ausbau der ZustĂ€ndigkeit des UnabhĂ€ngigen Kontrollrats. Diese erweiterte verfahrensrechtliche Sicherung kann aber nur zum Teil die Erweiterungen der Befugnisse fĂŒr die Nachrichtendienste kompensieren, die in vielerlei Hinsicht einen Paradigmenwechsel darstellen. Ob diese starke verfahrensrechtliche Komponente ausreichend ist, um dem Entwurf zur VerfassungskonformitĂ€t zu verhelfen, ist daher fraglich.
Deutschland hat eine komplexe nachrichtendienstliche Kontrollarchitektur
An der Kontrolle der Nachrichtendienste sind in Deutschland zahlreiche Akteure mit sich zum Teil ĂŒberschneidenden ZustĂ€ndigkeiten beteiligt. Unternimmt man den Versuch einer systematischen Gliederung, kann man vier SĂ€ulen unterscheiden: die exekutive, die parlamentarische, die gerichtliche und quasi-gerichtliche sowie die öffentliche Kontrolle (nĂ€her hierzu Löffelmann/Zöller, Nachrichtendienstrecht, 2. Auflage 2025, S. 284 ff.).
Exekutive Kontrolle wird durch die den Diensten ĂŒbergeordneten Fachressorts im Wege der Fach-, Dienst- und Rechtsaufsicht vor allem durch den Erlass von Dienstvorschriften, Weisungen, in Gestalt von Berichtspflichten und im Falle des BND durch das Auftragsprofil der Bundesregierung ausgeĂŒbt. Es handelt sich um ein sehr engmaschiges, im öffentlichen und sicherheitspolitischen Diskurs stark unterschĂ€tztes Kontrollinstrument. Als Bundesoberbehörden fallen die Dienste zudem in die ZustĂ€ndigkeit der Bundesbeauftragten fĂŒr den Datenschutz und die Informationsfreiheit.
Parlamentarisch werden die Nachrichtendienste in erster Linie durch legislative AktivitĂ€t kontrolliert: Mithilfe von Gesetzen soll nachrichtendienstliches Handeln eingehegt werden. AuĂerdem ist dort zentraler Akteur das Parlamentarische Kontrollgremium, welches nicht unmittelbar das operative Handeln der Nachrichtendienste, sondern die politische Verantwortlichkeit der Bundesregierung fĂŒr dieses kontrolliert (vgl. Art. 45d Abs. 1 GG, § 1 Abs. 1 PKGrG). Nachrichtendienstliches Handeln kann ferner durch die davon betroffenen Personen im Wege vorbeugenden und nachtrĂ€glichen Rechtsschutzes vor den Verwaltungsgerichten angegriffen werden und ist gelegentlich auch Gegenstand von Straf- und Zivilverfahren. Aufgrund der klandestinen Natur solchen Handelns und eingeschrĂ€nkter Benachrichtigungspflichten stöĂt diese Form der Kontrolle an faktische Grenzen. FĂŒr MaĂnahmen der TelekommunikationsĂŒberwachung nach dem G 10 ist der Rechtsweg vor einer Benachrichtigung der ĂŒberwachten Personen ausdrĂŒcklich ausgeschlossen (§ 13 G 10). Hinzu kommt die unabhĂ€ngige Vorabkontrolle.
Der öffentlichen Kontrolle dienen unter anderem presserechtliche und archivrechtliche sowie datenschutzrechtliche AuskunftsansprĂŒche (§ 15 BVerfSchG, § 9 BNDG, § 50 MADG). Bei einer Gesamtbetrachtung gibt es bei den deutschen Nachrichtendiensten â auch im VerhĂ€ltnis zu anderen Bereichen des Sicherheitsrechts und im internationalen Vergleich â kaum ein Zuwenig an Kontrolle. Das Problem ist die UnĂŒbersichtlichkeit der Kontrollarchitektur, dazu spĂ€ter mehr.
Die unabhÀngige Vorabkontrolle als verfassungsrechtliches Gebot bei schweren Grundrechtseingriffen
Angesichts der nur eingeschrĂ€nkten nachtrĂ€glichen Rechtsschutzmöglichkeiten ist das wichtigste Kontrollinstrument die Vorabkontrolle eingriffsintensiver MaĂnahmen durch eine unabhĂ€ngige und neutrale Instanz. Vorbild hierfĂŒr ist der Richtervorbehalt, der fĂŒr Eingriffe in das Wohnungsgrundrecht verfassungsunmittelbar verankert ist. Das Bundesverfassungsgericht hat diesen Gedanken sukzessive aus VerhĂ€ltnismĂ€ĂigkeitserwĂ€gungen abgeleitet auf schwere Eingriffe in andere Grundrechte ĂŒbertragen. Es fordert dabei nicht zwingend eine gerichtliche, aber doch gerichtsĂ€hnliche Kontrolle (ausf. zur Thematik Höning 2024). FĂŒr Eingriffe in das Fernmeldegeheimnis nach Art. 10 GG stellen die G 10-Kommissionen auf Bundes- und LĂ€nderebene ein solches Instrument der Vorabkontrolle dar. Ihre verfassungsrechtliche Verankerung in Art. 10 Abs. 2 S. 2 GG war ursprĂŒnglich Surrogat fĂŒr den expliziten Ausschluss des regulĂ€ren Zugangs zu den Fachgerichten bei G 10-MaĂnahmen. Unter anderem weil die Mitglieder der G 10-Kommissionen nur auf ehrenamtlicher Basis tĂ€tig sind, wurde in der Vergangenheit Kritik an der ProfessionalitĂ€t und EffektivitĂ€t ihrer KontrolltĂ€tigkeit geĂŒbt. FĂŒr MaĂnahmen der strategischen Ausland-FernmeldeaufklĂ€rung des BND entwickelte das Bundesverfassungsgericht zudem in seiner Entscheidung vom 19. Mai 2020 nach dem Vorbild des britischen Kontrollsystems dezidierte Vorgaben zu einer lĂŒckenlosen Vorab- und Verlaufskontrolle durch ein unabhĂ€ngiges und neutrales Organ (BVerfG, 1 BvR 2835/17, Rn. 272 ff.). Der Gesetzgeber setzte die Vorgaben des Gerichts um, indem er 2021 den UnabhĂ€ngigen Kontrollrat etablierte (§§ 40 ff. BNDG): Dabei ging der Gesetzgeber gleich in mehrfacher Hinsicht â etwa bei der hochrangigen Besetzung durch sechs vormalige Bundesrichter â ĂŒber die verfassungsgerichtlichen Vorgaben hinaus. Der UnabhĂ€ngige Kontrollrat besteht aus zwei komplementĂ€ren Teilorganen, dem gerichtsĂ€hnlichen und dem administrativen Kontrollorgan, die gemeinsam eine umfassende Kontrolle der technischen AufklĂ€rungsmaĂnahmen des BND gewĂ€hrleisten sollen. Das gerichtsĂ€hnliche Teilorgan muss MaĂnahmen der technischen AufklĂ€rung vorab genehmigen, das administrative Teilorgan ĂŒberwacht unter datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten die RechtmĂ€Ăigkeit der weiteren Verarbeitung der erlangten Daten. Als oberste Bundesbehörde ist der Kontrollrat dem BND ĂŒber- und den aufsichtfĂŒhrenden Ressorts gleichgeordnet und verfĂŒgt ĂŒber einen eigenen Haushalt. Der Kontrollrat gilt nicht als dritte Stelle im Sinne der Third Party Rule und besitzt gegenĂŒber dem BND umfassende Informationsrechte.
DoppelzustÀndigkeiten, Kompetenzkonflikte und Verantwortungsdiffusion
An der aktuellen Kontrollarchitektur wird kritisiert, dass die Vielzahl der zustĂ€ndigen Kontrolleure DoppelzustĂ€ndigkeiten, Kompetenzkonflikte und Verantwortungsdiffusion hervorrufe. Besonders deutlich wird das im VerhĂ€ltnis von G 10-Kommission, UnabhĂ€ngigem Kontrollrat und Bundesbeauftragter fĂŒr den Datenschutz. FĂŒr die G 10-Kommission des Bundes stellte der Gesetzgeber mit der EinfĂŒgung des § 28 Abs. 2 S. 2 BVerfSchG (§ 26a Abs. 2 S. 2 BVerfSchG a.F.) deren vorrangige ZustĂ€ndigkeit klar. Ein anderes prominentes Beispiel fĂŒr solche Konflikte ist eine Klage der Bundesbeauftragten fĂŒr Datenschutz gegen den BND auf Einsichtnahme in Daten zu AufklĂ€rungsmaĂnahmen, die der UnabhĂ€ngige Kontrollrat genehmigt hatte. Das Bundesverwaltungsgericht wies mit seiner Entscheidung vom 4. MĂ€rz 2026 diese Klage ab (BVerwG, 6 A 2.24). ZustĂ€ndigkeitskollisionen gibt es auch bei der strategischen FernmeldeaufklĂ€rung des BND. FĂŒr MaĂnahmen der Inland-Ausland-AufklĂ€rung nach § 5 G 10 ist die G 10-Kommission zustĂ€ndig, fĂŒr solche der Ausland-Ausland-AufklĂ€rung nach §§ 19 ff. BNDG der UnabhĂ€ngige Kontrollrat, obwohl beide MaĂnahmen in technischer Hinsicht eng miteinander verknĂŒpft sind â ihre Behandlung in separaten Regelungsregimen lĂ€sst sich nur historisch erklĂ€ren. Rechtlich problematisch ist aber auch der Zuschnitt der G 10-Kommissionen. In seiner Entscheidung zu strategischen ĂberwachungsmaĂnahmen des BND vom 8. Oktober 2024 griff das Bundesverfassungsgericht die erwĂ€hnte Kritik an der G 10-Kommission auf und monierte, dass der Kommission der nötige gerichtsĂ€hnliche Zuschnitt fehle (BVerfG, 1 BvR 1743/16 u.a., Rn. 170 ff.). Auch das war ein Anlass fĂŒr die aktuelle Reform. Der Gesetzgeber hĂ€tte die G 10-Kommission freilich alternativ ertĂŒchtigen können. Kritisiert wurden in der Vergangenheit ferner die hochrangige personelle Ausstattung des UnabhĂ€ngigen Kontrollrats und das dortige aufwĂ€ndige Verfahren bei zugleich begrenzten PrĂŒfungskompetenzen. Zum Vergleich: In den meisten anderen Bereichen des Sicherheitsrechts werden eingriffsintensive ĂberwachungsmaĂnahmen von Richtern der Richtereingangsbesoldungsstufe R 1 ĂŒberprĂŒft. Rein statusmĂ€Ăig stellt allein das gerichtsĂ€hnliche Organ des UnabhĂ€ngigen Kontrollrats ein vierundvierzigmal potenteres (und kostspieligeres) Instrument dar. Hinzu kommen zahlreiche Initiativen zur StĂ€rkung der parlamentarischen Kontrolle (vgl. etwa BT-Drs. 19/19502, 19/19509, 19/26221, 19/26120; Dietrich, ZRP 2014, 205 ff.). Bei alledem zeigt sich ein breiter gesetzgeberischer Spielraum fĂŒr die Ausgestaltung der Kontrollarchitektur.
Der aktuelle Gesetzentwurf stellt den Kontrollrat in den Mittelpunkt der Vorabkontrolle
Der aktuelle Gesetzentwurf unternimmt den begrĂŒĂenswerten Versuch, die unĂŒbersichtliche Kontrolllandschaft in Teilen zu glĂ€tten. Dem UnabhĂ€ngigen Kontrollrat kommt dabei eine integrative Funktion zu. De lege ferenda soll er fĂŒr die prĂ€ventive Kontrolle aller in besonderem MaĂe eingriffsintensiven ĂberwachungsmaĂnahmen sowohl des BND (§ 97 Abs. 1 BNDG-E) als auch des BfV (§ 34 BVerfSchG-E) zustĂ€ndig sein. Zur Vermeidung von Kompetenzkonflikten wird die AlleinzustĂ€ndigkeit des Kontrollrats fĂŒr die operativen MaĂnahmen dieser Dienste klargestellt (§ 3 Abs. 1 UKRatG-E); die Bundesbeauftragte bleibt zustĂ€ndig fĂŒr deren administrative Datenhaltung (§ 69 Abs. 2 Nr. 2 BVerfSchG-E, § 98 Abs. 2 BNDG-E). Die G 10-Kommission wird abgeschafft (Artikel 23 Ziff. 3). AuĂerdem ist der Kontrollrat unter anderem einzubinden bei der Erprobung unbenannter nachrichtendienstlicher Mittel (§ 16 Abs. 4 S. 4 BVerfSchG-E, § 97 Abs. 1 Nr. 4 i.V.m. § 19 BNDG-E), der Fassung des Katalogs nachrichtendienstlicher Mittel in der entsprechenden Dienstvorschrift des BND (§ 97 Abs. 3 Nr. 6 BNDG-E), bei Ausnahmen von der Benachrichtigung Betroffener (§ 35 Abs. 5 BVerfSchG-E, § 100 Abs. 4 S. 2, § 101 Abs. 2 BNDG-E) sowie bei den neuen âSchutzmaĂnahmenâ des BfV (§ 60 Abs. 2, 4 S. 2 BVerfSchG-E) und âerweiterten nachrichtendienstlichen Mittelnâ des BND (§ 97 Abs. 2 i.V.m. § 50 BNDG-E). Im Spannungs- und Verteidigungsfall ist die Kontrolldichte eingeschrĂ€nkt, so entfĂ€llt zum Beispiel im Verteidigungsfall die Vorabkontrolle beim BND (§ 132 Abs. 3 S. 2 Nr. 1 BNDG-E); Benachrichtigungspflichten werden bereits im Spannungsfall ausgesetzt (§ 132 Abs. 5 S. 1 Nr. 1 BNDG-E, § 75 Abs. 4 BVerfSchG-E). Die bislang in den §§ 40 bis 58 BNDG enthaltenen Regelungen zur institutionellen Verfassung des UnabhĂ€ngigen Kontrollrats werden weiter ausgebaut und in ein eigenes Gesetz, das UKRatG, ĂŒberfĂŒhrt (Artikel 3). Die Besetzung des gerichtsĂ€hnlichen Kontrollorgans wird auf neun Mitglieder erweitert (§ 14 Abs. 1 S. 1 UKRatG-E). KĂŒnftig können nicht nur Bundesrichter, sondern auch BundesanwĂ€lte, Beamte einer obersten Bundesbehörde der Besoldungsgruppe B 6 und ehemalige Mitglieder der G 10-Kommision des Bundes zu Kontrollbeauftragten bestellt werden (§ 14 Abs. 2 UKRatG). Die Verankerung der letztgenannten Lex G 10 dĂŒrfte mit politischen und personellen Kompromissen bei der Abschaffung der G 10-Kommission zu tun haben. Die originĂ€re gerichtliche ex post-Kontrolle wird bei TelekommunikationsĂŒberwachungsmaĂnahmen des BND ausgeschlossen (§ 103 BNDG-E). Die Benachrichtigung betroffener Personen ist fĂŒr den BND generell nur bei einem Inlandsbezug erforderlich (§ 100 Abs. 3 BNDG-E). Bei den Auskunftsrechten betroffener Personen geht das Ersatzauskunftsrecht von der Bundesbeauftragten auf den Kontrollrat ĂŒber (§ 70 Abs. 4 BVerfSchG-E, § 102 Abs. 5 BNDG-E). Neu hinzu kommt zudem ein Beschwerderecht zum Kontrollrat (§ 69 Abs. 1 und 2 BVerfSchG-E, § 38 UKRatG-E).
Reicht die StÀrkung der Vorabkontrolle?
FĂŒr sich betrachtet ist die Reform der Kontrollarchitektur schlĂŒssig und dĂŒrfte auch mit Blick auf die einzelnen KontrollgegenstĂ€nde verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden sein. Dass nach der grundsĂ€tzlichen Weichenstellung mit der Etablierung des UnabhĂ€ngigen Kontrollrats 2021 dieser die Aufgaben der Vorabkontrolle ĂŒbernimmt, macht viel Sinn. Eine ressourcenschonendere und zugleich legitimationsstarke Lösung wĂ€re allerdings auch ein klassischer Richtervorbehalt gewesen. Diesen Weg geht weiterhin (mit Ausnahme der TelekommunikationsĂŒberwachung, Artikel 5 Ziff. 5 lit. b, Ziff. 6 lit. b) das bereits 2025 novellierte MADG, das die TĂ€tigkeit des MilitĂ€rischen Abschirmdienstes â des Verfassungsschutzes der Bundeswehr â regelt. Die LĂ€nder verfolgen ganz unterschiedliche KontrollansĂ€tze, von einer ErtĂŒchtigung der G 10-Kommissionen ĂŒber gerichtliche ZustĂ€ndigkeiten und unabhĂ€ngige Gremien bis hin zu hybriden Modellen. Das fundamentale Problem der Fragmentierung des Nachrichtendienstrechts wird also durch den Umbau der Kontrolle auf Bundesebene nur teilweise gelöst. Die zentrale Problematik des gegenstĂ€ndlichen Entwurfs ist allerdings nicht die Kontrollarchitektur, sondern der in vielerlei Hinsicht paradigmatische Befugniszuwachs der Dienste. Mit der umfangreichen Etablierung aktioneller Befugnisse wird das Trennungsgebot aufgeweicht und verfassungsrechtliches Neuland betreten. Denn der Umstand, dass die Dienste ĂŒber keine âoperativen Anschlussbefugnisseâ verfĂŒgen, war bisher ein maĂgeblicher Grund dafĂŒr, ihnen weitreichende AufklĂ€rungsbefugnisse im Gefahrenvorfeld zuzugestehen. Der Zuwachs solcher und anderer Befugnisse kann zwar durch die StĂ€rkung verfahrensrechtlicher Sicherungen, wie sie der Entwurf verfolgt, teilweise abgefedert werden. Allerdings liegt darin ein erhebliches verfassungs- und konventionsrechtliches Risiko. Problematisch sind zudem die Ăffnungsklauseln: Sie erlauben den Einsatz von Befugnissen, die das Gesetz nicht benennt, und schwĂ€chen damit die parlamentarische Definitionsmacht ĂŒber das rechtliche Korsett der Dienste. Nach § 16 Abs. 4 BVerfSchG-E und § 19 Abs. 1 BNDG-E dĂŒrfen gesetzlich nicht geregelte nachrichtendienstliche Mittel fĂŒr eine Dauer von bis zu vier Jahren erprobt werden. Das ist â trotz der erforderlichen Einbindung des Kontrollrats â eine SelbstermĂ€chtigung der Exekutive unter Umgehung des Parlaments. Aus einer pragmatischen Perspektive ist die dadurch erreichte FlexibilitĂ€t durchaus wĂŒnschenswert. Parlamentarische Legitimation sollte aber nicht auf dem Altar der Pragmatik geopfert werden.
In August 2026, the Hungarian Constitutional Court (CC) rejected (here and here) the petitions challenging the Sixteenth and Seventeenth Amendments to the Fundamental Law. The petitions concerned the dismantling of the public-interest asset management foundations performing public duty, the termination of the mandate of the President of the Republic, the introduction of an age limit affecting sitting CC judges, and limits on eligibility for parliamentary office. In each case, the Court held that the petition, although framed in terms of procedural or public-law invalidity, in substance sought a prohibited substantive review of a constitutional amendment. The decisions prompted extensive separate opinions. The dissenters developed arguments closely aligned with those of the petitioners, while several concurring judges accepted the Courtâs restrictive understanding of its powers but nevertheless expressed substantive objections to the reconstruction measures.
An earlier analysis of the petitions showed how Fidesz, after losing constitutional power, strategically reconfigured constitutional doctrine and authorities previously used against its own autocratization as constraints on democratic reconstruction. The four CC decisions show a positional reversal within constitutional adjudication, although it appears differently across the majority and dissenting opinions. In the majority decisions (rejection) of the CC, which has been described as servants of the interests of the OrbĂĄn regime, the doctrine remains unchanged, but its effect reverses: restrictions on the review of constitutional amendments introduced by Fidesz now prevent the review of constitutional amendments adopted by the new Tisza constitutional majority. The dissenting opinions reveal the positional reversal more directly. They revive the logic of the CCâs 2012 decision, developed as creative resistance to abusive constitutional practices of the Fidesz majority, and combine it with later doctrines to argue for admitting petitions against the new majorityâs constitutional amendments. The concurring opinions do not follow this move: several judges criticize the reconstruction measures substantively while maintaining the Courtâs restrictive 2013 understanding of its powers and, therefore, agreeing with the rejection of the petitions.
The Courtâs Doctrinal Trajectory Before 2026
The significance of this positional reversal becomes clearer against the Courtâs earlier case law, which counts four key decisions.
Decision 61/2011. (VII. 13.) is a warning and procedural opening, while maintaining the feasibility of the procedural review of constitutional amendments. The case arose from constitutional amendments adopted in connection with the retroactive 98 percent tax and the restriction of the CCâs jurisdiction. While maintaining that it lacked competence to review constitutional amendments substantively, it has identified the danger of abusive constitutionalism. The Court articulated strong warnings about constitutional amendment in light of constitutional values and Hungaryâs international obligations and laid out doctrinal arguments on which a more demanding approach towards constitutional amendments could later build. Nevertheless, it only accepted review of constitutional amendments on procedural grounds (public-law invalidity).
Decision45/2012. (XII. 29.) is a decision of creative resistance against abusive constitutionalism of Fidesz. The case concerned the Transitional Provisions of the Fundamental Law (TP FL), adopted separately from the FL but declared to form part of it. This decision developed doctrine creatively to defend constraints against Fideszâs emerging illiberal constitutional project. The Court refused to allow Parliamentâs formal classification of the TP FL as âpart of the Fundamental Lawâ to determine its constitutional status as constitutional text and examined whether it fell within the constitutional authorization under which it had been adopted. If the CC considered the self-declaration of the TP FL, it could not have reviewed and annulled parts of it because it lacked competence to review the constitution and its amendments on substantive grounds, as established in its earlier case law.
Decision12/2013. (V. 24.) signals the self-limiting turn and accommodation of democratic backsliding. The Fourth Amendment to the FL responded to Decision 45/2012 by incorporating many contested provisions of the TP FL into the Fundamental Law and expressly limiting the CCâs review of constitutional amendments to procedural requirements. When the Fourth Amendment itself was challenged, the majority of the CC accepted this new restriction as the applicable standard in the case (which concerned its own constitutionality) and refused substantive review. Nevertheless, the majority decision added that fundamental rights, EU obligations, and international law continued to constrain constitutional and legislative action, but emphasized that this signaling position did not create an enforceable substantive limit on constitutional amendment.
The dissenting opinions maintained that another doctrinal route was nevertheless available and could have been chosen. AndrĂĄs Bragyova argued that the validity of the Fourth Amendment should be assessed under the FL as it stood when the amendment was adopted, which contained no rules on reviewing constitutional amendments. He recalled that substantive review had previously remained an interpretive question. LĂĄszlĂł Kiss likewise argued that the majority had abandoned doctrinal resources available in decisions 61/2011 and 45/2012.
Decision22/2016 (XII. 5) means a creative facilitation of the entrenchment of backsliding. Shortly after an unsuccessful attempt to constitutionalize constitutional identity, the CC developed constitutional identity judicially in the context of EU law. This concept was subsequently incorporated into the FL. This decision therefore represents a very different use of judicial creativity from 45/2012. The Decision 45/2012 resisted the emerging illiberal constitutional project, whereas Decision 22/2016 contributed to its constitutional entrenchment.
The Majority and Concurring Opinions of the 2026 Decisions: Restrictive Continuity, Reversed Effect
The four 2026 decisions reaffirm the restrictive position consolidated in 12/2013. The CC reads Articles S(3) and 24(5) of the Fundamental Law as permitting review of constitutional amendments only for violations of the procedural requirements governing their adoption and promulgation. The petitioners argued that the Court had first to determine whether the challenged provisions were genuinely constitutional norms and thus capable of being adopted through the constitutional amendment procedure. The CC rejected this distinction. Assessing the normativity, generality, purpose, temporal effects or permissible subject matter of the challenged provisions would, in its view, require an examination of their content and therefore amount to prohibited substantive review.
The majority opinion places this conclusion within the restrictive line described above. It regards decisions 61/2011, 45/2012 and 12/2013 insofar as they support the conclusion that, after the Fourth Amendment, the scope of review is confined to procedural requirements. It does not engage with the different constitutional functions of these decisions or with the line of reasoning, emerging in 61/2011 and still visible in 12/2013, concerning substantive constitutional standards that might constrain constitutional power. Instead, it stresses that the FL contains no such binding standard that would allow the Court to conduct substantive amendment review.
The Dissenting Opinions of the 2026 Decisions: Positional Reversal
The positional reversal becomes most visible in dissenting opinions. They recover doctrinal resources through which the CC could reopen the possibility of reviewing constitutional amendments, with the potential effect of preventing some of the reconstruction efforts.
Their principal resource, as in the petitions, is Decision 45/2012. The dissenting opinions argue in different ways that formal adoption as a constitutional amendment does not necessarily settle whether the challenged provisions are genuinely constitutional norms and, consequently, whether Article 24(5) excludes their review. This revives the central move of 45/2012 (creative resistance against Fideszâs abusive constitutionalism): the Court may first examine the legal character of an act despite its formal constitutional designation. In 2012, the Court used that reasoning against the Fidesz constitutional majority; in 2026, it is invoked in support of Fideszâs challenge to the reconstruction majority.
Attila HorvĂĄth follows a different route. He regards the limits of Parliamentâs amending competence as reviewable under Article 24(5) and goes further by invoking the historical constitution, the Holy Crown doctrine and 22/2016 constitutional identity as sources of limits on the amending power. His use of decision 22/2016 therefore differs from Poltâs: Polt uses the decision to justify renewed judicial creativity, while HorvĂĄth uses the doctrine developed in it as part of the constitutional constraints binding the new majority. In this sense, HorvĂĄth most directly carries the CCâs illiberal-era jurisprudence into the new reconstruction setting.
The positional reversal lies in the changed constitutional function of familiar arguments. Formal constitutional status should not be conclusive; jurisdiction should not be interpreted narrowly when constitutional protection is at stake; and the CC should be prepared to develop doctrine in response to a new constitutional threat. In 2011 and 2012, such arguments were deployed to preserve constitutional-democratic constraints against the Fidesz majority. In 2026, they are redeployed to constrain measures aimed at dismantling the constitutional order that Fidesz subsequently built.
The 2026 decisions reveal two forms of positional reversal. The majority leaves the restrictive 2013 doctrine intact, but its effect reverses, while the concurring opinions show how convenient that continuity is: judges can criticize reconstruction without reopening the question of jurisdiction or confronting the difference between illiberal entrenchment and democratic reconstruction. The dissenting opinions go further by reviving and recombining doctrines once used to resist Fidesz in order to argue for broader review of the new constitutional majorityâs reconstruction measures.
The Fidesz-KDNP parliamentary group submitted petitions to the Constitutional Court in July 2026 challenging Hungaryâs newly adopted Sixteenth and Seventeenth Amendments to the Fundamental Law as the first constitutional steps in its regime change and constitutional reconstruction. The petitions challenging the constitutionality of the amendments to the Fundamental Law demonstrate how constitutional doctrine can be strategically reconfigured when political actors move from exercising constitutional power to challenging its exercise by others. The case contributes to debates on the use and abuse of constitutional ideas and documents a backlash against democratic front-sliding: after losing control of constitutional power, a former governing party, Fidesz, strategically reconfigures elements of domestic doctrine that had been used to resist its own autocratization and redeploys international and supranational authorities, including standards and judgments previously invoked against its conduct, as constraints on democratic reconstruction.
The 16th and the 17th Amendments of the Hungarian Fundamental Law
The Sixteenth Amendment introduced immediate constitutional reforms by limiting the Prime Ministerâs tenure, creating the constitutional framework for dismantling the public-interest asset management foundations performing public duty, and ensuring the recovery of public assets. The Seventeenth Amendment complemented these immediate reforms through a broader package of institutional changes, including the removal of the President of the Republic, reforms concerning the Constitutional Court, including the reintroduction of a retirement age affecting 5 judges in 2026, the removal process of the President of the Curia, term limits for Members of Parliament, and reduction of the number of cardinal laws. It expressly presented itself as creating the constitutional framework for restoring constitutional democracy until the adoption of a new constitution through an inclusive constitution-making process.
The Petitions
According to the website of the CC, in July 2026, members of the Fidesz-KDNP parliamentary group submitted four petitions challenging provisions of the Sixteenth and Seventeenth Amendments on procedural grounds (in addition to challenging the implementing legislation thereof). The petitions concern the termination of the Presidentâs mandate, the dismantling of the public-interest asset management foundation system, parliamentary term limits, and the application of a newly introduced retirement age to five sitting Constitutional Court (CC) judges. The petitioners seek the annulment of the challenged provisions, generally with retroactive effect, on a procedural ground, based on Article S) of the FL. Two petitions also request a preliminary reference to the Court of Justice of the European Union concerning democracy, the rule of law, and legality under EU law, also in light of rule of law restoration.
The Reasoning of Fidesz-KDNP: The Strategic Reconfiguration of Doctrine and its Weaknesses
As the CC does not have the power to conduct substantive review of constitutional amendments, the petitioners are explicit in their intention not to ask the Court to perform it. They repeatedly emphasize that they accept the CCâs limited jurisdiction and instead argue that the challenged provisions are not genuine constitutional amendments at all. The petitions challenging the constitutional amendments rely on the same conceptual argument, which is as follows. Article S) FL does not authorize every two-thirds political decision, and constitutional amendments must have normative constitutional content. That is why, according to the petitioners, one-off measures directed at identifiable persons are outside the material scope of a constitutional amendment.
The following five features of their argument reveal how Fidesz has reconfigured constitutional doctrine after moving from exercising constitutional power to challenging its exercise by others.
Who Holds the Constituent Power
First, citing Hungarian scholarship, the petitioners argue that the constitutional amending power is a distinct power from the constituent power. They conceptualize the constitutional amending power as a legally limited power with its own material scope. This departs from Fideszâs earlier treatment of constitutional amendment as an exercise of constituent power, under which compliance with the formal constitutional requirements was sufficient to produce a valid amendment. Each amendment adopted during its period in government presented Parliament as acting in that capacity, beginning with the formula: âParliament, acting as the constituent power âŠâ.
The Extent of the Procedural Review
Second, the petitioners maintain that self-classification does not determine the constitutional status of a legal instrument. The petitions argue that the Sixteenth and Seventeenth Amendments cannot qualify as genuine constitutional amendments merely because Parliament adopted them in that form. Their constitutional status depends on the nature of the rules they contain. Provisions terminating individual mandates as proposed without reforming the institutions to which those mandates belong back, according to the petitioners, the required normative constitutional character.
This argument directly contradicts the position taken by Fidesz when it adopted the Transitional Provisions of the Fundamental Law (TP FL). This legal instrument contained important elements of the emerging illiberalism and was strongly criticized. It was not a constitutional amendment but âpart of the Fundamental Lawâ (as it declared itself) and entered into force together with the FL on 1 January 2012. Fidesz argued that this declaration â âpart of the Fundamental Lawâ â and the adoption process â 2/3 parliamentary majority â were sufficient to establish its constitutional status. In Decision 45/2012, the still not yet fully compromised CC rejected that position: an instrumentâs self-classification could not determine its place in the hierarchy of legal sources. The Court held that the instrumentâs self-classification was insufficient, annulled the provisions that lacked genuinely transitional character, and required provisions intended to form âpart ofâ the Fundamental Law to be incorporated into its text. The decision came in 2012, shortly after constitutional measures had restricted the Courtâs review competence, increased the number of its judges, and changed the appointment process. At that point, the Court was still able to fight back.
To reach its conclusion, and keeping in mind that the constitutional context indicated that the TP FL is indeed part of the FL, the CC had to move beyond its existing doctrine. Review and potential annulment of provisions forming part of the constitution would thus have amounted to substantive constitutional review for which neither the constitution nor the CC has established any competence. That is why, in 2012, the CC took an innovative step, claiming that the TP FL, notwithstanding its self-classification and the adoption process, does not constitute part of the constitution because it comprises different types of norms and is not incorporated into the text of the FL. This classificatory move enabled the Court to scrutinize the substantive nature of the provisions and annul those it considered non-transitional while presenting the exercise as review of public-law validity rather than substantive review of the constitution. It is important to note here that the TP FL, including rules annulled in the CCâs Decision 45/2012, was subsequently incorporated into the FL through the harshly criticized Fourth Amendment to the FL (2013). That amendment, among others, expressly confined the CCâs review of constitutional amendments to procedural requirements, seeking to foreclose the possibility of substantive review that the Court had tentatively left open in response to repeated abusive amendments.
Decision 45/2012 created a difficulty for the governing Fidesz majority, which it overcame by incorporating the relevant provisions into the FL. Fidesz now relies on and further develops the reasoning used by the Court in that decision against its own TP FL. It seeks to place the constitutional challenge within procedural review, although determining the legal nature of the rules contained in a constitutional amendment requires an examination of their substantive characteristics. This weakness of the argument, of course, results from the review framework that Fidesz itself created through the Fourth Amendment: having confined the review of constitutional amendments to procedural requirements, it must now formulate its challenge to the new majorityâs amendments within that limitation.
The Purpose of the Amendments
Third, the petitioners address the purpose of restoring the rule of law selectively. They invoke this purpose in relation to the Sixteenth Amendment, although that amendment does not expressly identify rule-of-law restoration as its objective. They do not give the Seventeenth Amendmentâs expressly stated restoration purpose a comparable interpretative role. Article R) requires the Fundamental Law to be interpreted in accordance with its purposes. The Seventeenth Amendment states its purpose in its text, and its legislative materials elaborate upon it. Taking that purpose into account would have placed the challenged provisions within the broader project of constitutional reconstruction. It would also have supplied a legitimate objective against which their character as allegedly individualized public-law decisions could be assessed. The petitioners avoid this contextual analysis, which reveals the selectivity of their reasoning.
Selectivity of Legal Sources
Fourth, the petitioners display the same selectivity in their use of legal authorities. They rely on CC decisions adopted before the FL entered into force, although Fidesz itself used the Fourth Amendment to declare that decisions delivered before 1 January 2012 had lost their force. This is still doctrinally permissible under Decision 13/2013, but only one petition expressly relies on that methodology. The significance lies in Fideszâs extensive use of doctrinal propositions originating in that jurisprudence once they become useful for constraining its successors.
They also invoke supranational and international hard and soft law concerning judicial independence and the constitutional position of the head of state â standards to which Fidesz attached little significance during its sixteen years in power. The authorities cited include Baka v Hungary, which arose from the premature termination of AndrĂĄs Bakaâs mandate as the President of the then Supreme Court under the Fidesz government and resulted in findings that Hungary had violated the European Convention on Human Rights.
Their selection of international sources is also temporally selective. The petitions cite numerous Venice Commission opinions but do not engage with its recent opinion on Poland and its Updated Rule of Law Checklist. Both recognize the particular challenges of restoring the rule of law, including within the judiciary, and provide a directly relevant framework for evaluating measures affecting judicial officeholders. The petitionersâ silence on these recent sources allows them to invoke European standards without confronting their application to democratic reconstruction â which they challenge in these petitions.
Preliminary Reference Proceeding
Lastly, the petitioners also request preliminary references to the Court of Justice of the European Union. This is significant in the Hungarian context, where the captured Constitutional Court has so far declined to initiate it, even in cases involving constitutional identity issues, which usually prompted other constitutional courts to enter into direct judicial dialogue with the CJEU. The petitions now ask the Court to seek an interpretation of EU values, particularly democracy, the rule of law, and legality.
Doctrine and Politics: Who Serves Whom?
The case reveals the positional character of constitutional doctrine: its content changes with the political actorâs relationship to constitutional power. After losing constitutional power, Fidesz invokes a restricted conception of the constitutional amending power, earlier Constitutional Court reasoning, European standards, and judicial dialogue with the CJEU as constraints on democratic reconstruction, repurposing authorities previously used against its own autocratization. The petitions thus document a legal backlash against democratic front-sliding: doctrine and standards used to obstruct and criticize Fideszâs autocratization are reworked by Fidesz to obstruct the dismantling of the resulting autocratic system.