Nachrichten
https://odysee.com/@ovalmedia:d/mwgfd-impf-symposium:9
https://totalityofevidence.com/dr-david-martin/
| | Kaum beachtet von der Weltöffentlichkeit, bahnt sich der erste internationale Strafprozess gegen die Verantwortlichen und Strippenzieher der CoronaâP(l)andemie an. Denn beim Internationalem Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag wurde im Namen des britischen Volkes eine Klage wegen âVerbrechen gegen die Menschlichkeitâ gegen hochrangige und namhafte Eliten eingebracht. Corona-Impfung: Anklage vor Internationalem Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit! â UPDATE[link1] |
Libera Nos A Malo (Deliver us from evil)[link2]
Transition NewsFeed Titel: Homepage - Transition News[link3] Trump nominiert COVID-«Impfung»- und Maskenpflicht-Skeptikerin Nicole Saphier als Surgeon General[link4]
PrĂ€sident Donald Trump hat die zuvor geplante Nominierung von Casey Means als US-Generalchirurg zurĂŒckgezogen und stattdessen die Radiologin (âŠ)
«Unser Wirtschaftsleben schneidet uns von dem ab, was uns menschlich macht â doch jeder kann Heilung erfahren»[link5]
![]() Als im MĂ€rz 2020 die Welt fĂŒr viele geradezu dystopisch wurde, befand sich Renaud Beauchard, ein in Washington lebender französischer Rechtsanwalt (âŠ) GroĂbritannien will mit anderen LĂ€ndern antirussische Marineeinheit aufstellen[link7]
GroĂbritannien plant die Aufstellung einer neuen multinationalen Marinestreitmacht mit mehreren nordeuropĂ€ischen VerbĂŒndeten. Wie der Guardian (âŠ)
Treibstoffkrise: EU-Kommission prophezeit «katastrophale Folgen» fĂŒr Tourismusbranche[link8]
Viele spanische Regionen leben vom Tourismus. Deshalb sind die Medien derzeit in Aufruhr, weil der EU-Kommissar fĂŒr nachhaltigen Verkehr und (âŠ)
Euthanasie mit Druck? Schwere VorwĂŒrfe gegen kanadische Ărzte[link9]
Ein brisanter Fall aus Kanada sorgt fĂŒr internationale Aufmerksamkeit und wirft erneut Fragen zur Praxis der Sterbehilfe auf. Der 79-jĂ€hrige (âŠ)
| Peter MayerFeed Titel: tkp.at â Der Blog fĂŒr Science & Politik[link10] KernstĂŒcke der neuen WHO VertrĂ€ge bringen Verlust der nationalen SouverĂ€nitĂ€t der Mitgliedsstaaten[link11]
![]() Bekanntlich sollen bis Ende Mai Ănderungen der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) beschlossen werden, die der WHO eine massive Ausweitung ihrer völkerrechtlich verbindlichen Vollmachten bringen sollen. [âŠ] Hardware-Schwachstelle in Apples M-Chips ermöglicht VerschlĂŒsselung zu knacken[link13]
![]() Apple-Computer unterscheiden sich seit langem von Windows-PCs dadurch, dass sie schwieriger zu hacken sind. Das ist ein Grund, warum einige sicherheitsbewusste Computer- und Smartphone-Nutzer [âŠ] 25 Jahre weniger Lebenserwartung fĂŒr "vollstĂ€ndig" Geimpfte[link15]
![]() Eine beunruhigende Studie hat ergeben, dass Menschen, die mit mRNA-Injektionen âvollstĂ€ndigâ gegen Covid geimpft wurden, mit einem Verlust von bis zu 25 Jahren ihrer [âŠ] OstermĂ€rsche und Warnungen vor dem Frieden[link17]
![]() Ostern ist auch die Zeit der pazifistischen und antimilitaristischen OstermĂ€rsche. Grund genug, um davor zu warnen. Tod nach Covid-Spritze: Ărzte im Visier der Justiz[link19]
![]() In Italien stehen fĂŒnf Ărzte nach dem Tod einer jungen Frau aufgrund der âImpfungâ vor einer Anklage. |
NZZ
Feed Titel: Wissenschaft - News und HintergrĂŒnde zu Wissen & Forschung | NZZ[link21]
Quaddeln statt Beauty: wenn Naturkosmetik zur Gefahr wird[link22]
Microsoft dominiert den Weltmarkt fĂŒr die CO2-Entfernung â das ist GlĂŒcksfall und Gefahr zugleich[link23]
MĂŒcken auszurotten, hat mit dem Insektengift DDT nicht geklappt. Jetzt kommen radikale gentechnische Methoden und damit die Frage: Sollten wir es tun?[link24]
Immer mehr Menschen sehen Narzissten um sich herum â aber die Fachwelt kehrt sich von dem Begriff ab[link25]
Eine unheilvolle Allianz: Wie sich Keime und Krebs gegen uns verbĂŒndet haben[link26]
Verfassungsblog
Feed Titel: Verfassungsblog[link27]
Dialektik des Sonderrechts[link28]
Am Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation lag dem Bundesrat heute zur ersten Beratung ein Gesetzentwurf vor, der ĂuĂerungen ĂŒber Israel nach neuen Gesichtspunkten unter Strafe stellen soll. Die Initiative der hessischen Landesregierung sieht einen neuen Straftatbestand der âLeugnung des Existenzrechtsâ vor. Bestraft werden soll demnach, wer âin einer Weise, die geeignet ist, die Bereitschaft zu antisemitischen Gewalt- oder WillkĂŒrmaĂnahmen zu fördern, öffentlich oder in einer Versammlung das Existenzrecht des Staates Israel leugnet oder zur Beseitigung des Staates Israel aufruft.â Es ist nicht der erste Versuch, einen derartigen Tatbestand zu schaffen, wohl zuerst angestoĂen vom prozionistischen Tikvah-Institut. Vor zwei Jahren scheiterte ein Ă€hnlicher Gesetzesvorschlag, auch aus Hessen, maĂgeblich am Widerstand von ideologisch unverdĂ€chtigen Juristen; gescheitert ist zuletzt in Frankreich die ganz Ă€hnlich gebaute, immerhin noch (wie auch der Vorschlag des Tikvah-Instituts) formal abstrakt formulierte (âprovocation Ă la destruction ou Ă la nĂ©gation dâun Ătatâ) Loi Yadan.
Die hessische Landesregierung ist unzufrieden mit der nicht gerade zimperlichen Arbeit der deutschen Justiz: PalĂ€stinasolidarische Aktivist·innen, prononcierte Kritiker·innen der deutschen Beihilfe zur Eskalation der Gewalt in PalĂ€stina und im Libanon, die BDS-Bewegung, ja selbst antizionistische jĂŒdische Gruppen werden nicht entschieden genug an Versammlungen gehindert, nicht hart und nicht konsequent genug bestraft â wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, wegen der Billigung von Straftaten, wegen Volksverhetzung oder welcher Tatbestand auch immer gerade passend erscheint. Nun soll also dies helfen: abstrakte Geeignetheit zur Bereitschaftsförderung. Gewalt. WillkĂŒr. Existenzrecht. Beseitigung. Kleinteilige Tatbestandsbestimmtheitsdogmatik, Ausnahmezustand, Geopolitik, alles in einem StGB-Relativsatz, alles zusammen, Hauptsache alles strafbar. Die geplante Kriminalisierung ist nach der BDS-Resolution des Bundestages eine weitere politische FeinderklĂ€rung an eine menschenrechtlich getragene Bewegung. Sie reiht sich ein in die Geschichte solcher FeinderklĂ€rungen von den Boykottprotesten studentischer, auch jĂŒdischer Gruppen gegen das rĂŒhrselige Comeback des Nazi-Stars Veit Harlan (LĂŒth!) bis âSoldaten sind Mörderâ: FeinderklĂ€rungen, die â bisher â unter dem Grundgesetz an der Meinungsfreiheit immer gescheitert sind.
Die BegrĂŒndung des Gesetzentwurfs ist ein Dokument jener Sackgasse, in der sich der deutsche Israeldiskurs verfangen hat, verfassungsrechtlich, politisch und moralisch. Der Vorschlag ist verfassungswidrig (dazu Kai Ambos). Um zu einem anderen Ergebnis zu kommen, brĂ€uchte man schon fortgeschrittene juristische Methodenkenntnisse im autoritĂ€ren Legalismus â das Bestimmtheitsgebot, zum Beispiel. Die BegrĂŒndung nennt als Fall einer Existenzrechtsleugnungshandlung den Slogan âFrom the River to the Sea, Palestine will be freeâ, der bekanntlich eine sehr komplexe Geschichte und also Bedeutungsvielfalt hat. Und sonst? Israel als Siedlerkolonie zu bezeichnen? FĂŒr ein RĂŒckkehrrecht palĂ€stinensischer FlĂŒchtlinge einzutreten? Dann die mehr oder minder offen ethnisch oder religiös motivierte Ungleichbehandlung (Art. 3 Abs. 3 GG): Straflos bleiben sollen jĂŒdische TĂ€ter·innen, Orthodoxe ebenso wie sĂ€kulare Antizionisten, wenn sie âVorstellungen vom Wohlergehen des jĂŒdischen Volkes formulieren, die auf eine Ăberwindung der jĂŒdischen Eigenstaatlichkeit gerichtet sindâ. Will heiĂen: Strafe riskieren sie höchstens, wenn sie sich ĂŒber das Wohlergehen des palĂ€stinensischen Volkes sorgen. Dem innerjĂŒdischen Antizionismus schreibt die hessische Staatskanzlei zwar ins Zeugnis, keine âplausibleâ Position zu vertreten, aber âden tatbestandlich vorausgesetzten spezifischen Zusammenhang zwischen der Verneinung des Existenzrechts des Staates Israel und der Eignung zur Förderung antisemitischer Gewalt- und WillkĂŒrmaĂnahmen nicht aufzuweisenâ, obschon â Achtung, abstraktes GefĂ€hrdungsdelikt! â âsolche Verlautbarungen von Dritten letztlich zur Fundierung einer Haltung bemĂŒht werden können, die auf Vernichtung des Staates Israel gerichtet istâ (alles S. 10); eine Klausel, die offenbar sicherstellen soll, dass die Strafbarkeit der Dritten nicht scheitert.
Ferner: Der Begriff der âLeugnungâ suggeriert zwar eine Parallele zur nach § 130 Abs. 3 StGB strafbaren Holocaustleugnung. TatsĂ€chlich geht es bei der Frage nach einem Existenzrecht Israels aber nicht um eine Tatsache, sondern um eine Meinung; ja noch nicht einmal um die Leugnung einer bestehenden Rechtsposition, da ein gegenĂŒber SouverĂ€nitĂ€t und territorialer IntegritĂ€t verselbstĂ€ndigtes Existenzrecht völkerrechtlich nicht existiert.
++++++++++Anzeige++++++++++++
Stelle als Akademische RÀtin/Akademischer Rat im BeamtenverhÀltnis auf Zeit (m/w/d)
Interesse an einer wissenschaftlichen Karriere (Habilitation) im (AuĂen-)Verfassungs-, Unions- und/oder Völkerrecht?
FĂŒr das Europa-Institut, insb. am Lehrstuhl fĂŒr Ăffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht (Prof. Dr. Till Patrik Holterhus, MLE., LL.M. (Yale), Direktor des Europa-Instituts) sucht die UniversitĂ€t des Saarlandes zum nĂ€chstmöglichen Zeitpunkt bzw. nach Absprache eine/n verantwortungsvolle/n, motivierte/n und engagierte/n Mitarbeiter*in (Besoldungsgruppe A13, drei Jahre mit der Möglichkeit zur VerlĂ€ngerung um weitere drei Jahre, BeschĂ€ftigungsumfang 100% der tariflichen Arbeitszeit).
Bewerbungsfrist: 31.05.2026
Alles weitere hier.
++++++++++++++++++++++++++++
Dass sich die Strafnorm gegen eine bestimmte Meinung richtet, bestreiten die Entwurfsverfasser nicht. Sie geben sich keine MĂŒhe mit der Erfindung von âschlechthin, ohne RĂŒcksicht auf eine bestimmte Meinung zu schĂŒtzenden RechtsgĂŒternâ. Sie wollen vielmehr von der âAusnahmeâ profitieren, die das Bundesverfassungsgericht 2009 in seiner Wunsiedel-Entscheidung fĂŒr NS-bezogenes Meinungsstrafrecht gemacht hat. Genau das hatte sich das BVerfG zwar einst formelhaft verbeten, indem es schon in Wunsiedel selbst dekretierte (Rn. 66), dass es sich um eine âdie geschichtsgeprĂ€gte IdentitĂ€t der Bundesrepublik Deutschland betreffende einzigartige Konstellationâ handele, die âauf andere Konflikte nicht ĂŒbertragbarâ sei. Aber â das ist aus der Europarechtsprechung des anderen Senats sattsam bekannt â die Erfindung von rechtlichen MaĂstĂ€ben mit identitĂ€ren statt mit Rechtsargumenten hat die Tendenz, sich zu verselbststĂ€ndigen. Siehe das juristische Zentralargument der BegrĂŒndung: âDer Feststellung, die âSicherheit Israels ist deutsche StaatsrĂ€sonâ, [liegt] nicht allein ein politisches Bekenntnis zugrunde, sondern ein verfassungsrechtlicher Gehalt.â StaatsrĂ€son und VerfassungsidentitĂ€t fungieren hier als praktisch austauschbare Begriffe, das eine auĂen, das andere innen, und wer das eine oder das andere fĂŒr sich reklamieren kann, hat gewonnen.
Wie dieser traurige Wettlauf um verfassungsidentitĂ€re PrĂ€mien aussieht, dokumentiert die BegrĂŒndung des Gesetzentwurfs. Die Leugnung des Existenzrechts Israels soll der Verherrlichung des Nationalsozialismus gleichgestellt werden. Das funktioniert unter dem Dach der Wunsiedel-Ausnahme nur, wenn beides geschichtspolitisch miteinander identifiziert wird. Geschichtspolitisch, wohlgemerkt, denn die historischen Tatsachen liegen etwas anders: Der Zionismus beispielsweise grĂŒndet das Recht auf einen eigenen Staat bekanntlich auf die jĂŒdische IdentitĂ€t und sieht es nicht als Wiedergutmachung nach der Shoah an. Die EntwurfsbegrĂŒndung postuliert dazu einen âunauflöslichen historischen und politischen Zusammenhangâ zwischen dem Staat Israel und der Vernichtung der europĂ€ischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland. Die âVerneinung der LegitimitĂ€t Israelsâ bedeute âim phĂ€notypischen [sic!] Regelfallâ zugleich eine Ablehnung der âVerantwortung [âŠ] der Bundesrepublik fĂŒr den Schutz jĂŒdischer Menschenâ. Ăbersetzt: Der Staat Israel ist in Wahrheit eine deutsche Einrichtung, weil er die Ă€uĂere Seite der gelungenen moralischen Sanierung des Landes der Mörder ist, wĂ€hrend die innere Seite das Grundgesetz ist. Zur gewissenhaften Memorierung ins Stammbuch geschrieben vor allem den Teilen der deutschen Gesellschaft, die eine Migrationsgeschichte haben, und zwar nicht selten eine im Nahen Osten. Wenn sie ĂŒber die Geschichte und Dynamik der Gewalt seit der Nakba andere Geschichten erzĂ€hlen als das AuswĂ€rtige Amt, muss die VerfassungsidentitĂ€t möglichst noch unmissverstĂ€ndlicher in sie hineingestraft werden, bis auch sie sich endlich innerlich befreit auf den Standpunkt (west)deutscher Erinnerungspolitik stellen können.
FĂŒr die strafrechtliche Praxis bringt der Entwurf wenig, wie der hessische Justizminister einrĂ€umt: âIn diesem konkreten Bereich ist die Fallzahl [âŠ] nicht so hoch, dass daraus insgesamt eine spĂŒrbare Mehrbelastung entstĂŒnde.â Wichtiger ist wohl, eine neue Handhabe zu haben, um palĂ€stinasolidarische Demonstrationen endlich gerichtsfest zu verbieten. Vor allem aber will man â der Justizminister sagt es deutlich â eine âLeitentscheidung auch des Gesetzgebers, wie sich Deutschland in dieser Frage positioniertâ.
Symbolpolitik? Die Autoren des Entwurfs tragen die Verantwortung der Bundesrepublik fĂŒr den Schutz jĂŒdischer Menschen zwar wichtigtuerisch vor sich her, weisen sie aber mit dem, was sie regeln wollen, zugleich unbewusst weit von sich. Der politischen Logik des Sonderrechts entkommt man nĂ€mlich auch mit den besten Absichten nicht. Sonderrecht exkludiert unmittelbar die, auf die es zielt, wie indirekt die, die es zu schĂŒtzen vorgibt. Das Bundesverfassungsgericht hat in Wunsiedel diese politische Exklusion des Neonazismus aus dem politischen Raum in einem Moment vollzogen, als dieser Ausschluss im Parteiensystem und der Ăffentlichkeit der Bundesrepublik noch halbwegs plausibel abgebildet war, und fĂŒr eine Norm, die gerade keine bestimmte Gruppe, sondern den öffentlichen Frieden schĂŒtzt (§ 130 StGB). Und heute? In einer innenpolitischen Lage, die hin zu faschistischen Mehrheiten zu kippen droht, verknĂŒpft der Gesetzentwurf den Schutz jĂŒdischer Menschen symbolisch wie eben auch ganz konkret mit dem Bestand eines Staates, der Vertreibung, Diskriminierung, Genozid und Aggression einstweilen als seine notwendigen Existenzbedingungen ausweist. Die Strafnorm soll, heiĂt das, deutsche JĂŒdinnen und Juden dazu zwingen, ihre IdentitĂ€t ĂŒber diesen anderen Staat zu definieren. Das parlamentarische Verfahren wird Gelegenheit geben, sich ĂŒber diese Implikationen klar zu werden.
*
Editorâs Pick
von JASPER NEBEL

Quelle: Apple TV
Kennen Sie das GefĂŒhl? Die KI Ihres Vertrauens gibt eine offensichtlich falsche Antwort und wenn man sie darauf hinweist, reagiert sie in dieser sehr KI-eigenen Mischung aus freundlich, unterwĂŒrfig und naiv. Mich jedenfalls treibt dieser Stil regelmĂ€Ăig zur WeiĂglut. Entsprechend schlecht wĂ€re ich in der Welt aufgehoben, die Vince Gilligan in der Serie âPluribusâ geschaffen hat. Diese Welt wird von einem Virus befallen, der schon bald (fast) die gesamte Menschheit infiziert. Das Virus sorgt dafĂŒr, dass sich die Gedanken aller Menschen zu einer Art kollektivem Superbewusstsein verbinden. Alle wissen alles, alle können alles. Das âIchâ hört auf zu existieren, es gibt nur noch ein âWirâ. Bis auf die Hauptfigur Carol Sturka natĂŒrlich â und elf andere Personen weltweit. Die Parallelen zu einer artificial general intelligence liegen auf der Hand â und auch zur KI von heute: Das âWirâ agiert so effizient und âperfektâ, dass es weder lĂŒgen noch unfreundlich sein kann.
*
Die Woche auf dem Verfassungsblog
zusammengefasst von EVA MARIA BREDLER
Im Editorial hat Florian Meinel die politische Logik des hessischen Gesetzesentwurfs freigelegt: Der Entwurf will die Leugnung des Existenzrechts Israels kriminalisieren â und damit die sogenannte StaatsrĂ€son in die bundesdeutsche VerfassungsidentitĂ€t hineinwunsiedeln. KAI AMBOS (DE) erklĂ€rt ausfĂŒhrlich, warum er das fĂŒr verfassungswidrig hĂ€lt.
Auch ohne die hessische ErgĂ€nzung von § 130 StGB schrĂ€nken Gerichte und Behörden Grundrechte ein, wenn es um den Krieg in Gaza geht. FĂŒr bundesweites Aufsehen sorgte in diesem Zusammenhang zuletzt das Vorhaben einer pro-palĂ€stinensischen Gruppe, eine Mahnwache fĂŒr die Opfer des Gazakriegs auf dem GelĂ€nde der heutigen GedenkstĂ€tte Buchenwald abhalten. Die Versammlungsbehörde verlegte die Versammlung ins mehrere Kilometer entfernte Weimar; das VG Weimar gab der Stadt nun Recht. ENNIO FRIEDEMANN und PAUL STROTHMANN (DE) bezweifeln, ob der gerichtliche MaĂstab eine verfassungskonforme und rechtssichere Grundlage fĂŒr den Umgang mit Versammlungen an GedenkstĂ€tten bietet.
Auch Irland hatte letzten Monat mit Versammlungen zu kĂ€mpfen â allerdings in ganz anderem AusmaĂ: Der April 2026 war einer der politisch aufgeladensten Monate in der jĂŒngeren Geschichte Irlands: Blockaden gegen die Spritpreise legten Teile des Landes praktisch lahm, inszeniert als Graswurzelrevolte gegen die Kraftstoff-Steuer. SURYAPRATIM ROY(EN) zeigt, wie die Proteste fossile Interessen und rassistische Rhetorik zusammenfĂŒhren.
In Deutschland fand der Kampf gegen die Klimakrise zuletzt weniger auf der StraĂe, dafĂŒr aber erneut vor Gericht statt: Ende MĂ€rz wies der BGH Klagen gegen BMW und Mercedes zurĂŒck, mit denen die Direktor:innen der Deutschen Umwelthilfe das Inverkehrbringen von Pkw mit Verbrennungsmotor nach Oktober 2030 verbieten lassen wollten. Die Entscheidung beruhte zwar auf sehr spezifischen deutschen Anspruchsgrundlagen, doch ELBERT DE JONG und MARVIN REIFF (EN) ziehen dennoch interessante rechtsvergleichende Lehren.
Auch der Gesetzgeber scheint bei der Dekarbonisierung auf die Bremse zu treten: Die Bundesregierung möchte die âFreiheit im Heizungskellerâ wiederherstellen. Nun liegen Eckpunkte fĂŒr die RĂŒcknahme des Heizungsgesetzes vor. MICHAEL FEHLING und BENJAMIN MEVES (DE) zeigen, warum die PlĂ€ne rechtlich heikel sind und was die BundeslĂ€nder tun können.
++++++++++Anzeige++++++++++++
Am 9. Mai ist in Hellerau die ZDF/ARTE-Aufzeichnung von âEin VolksbĂŒrgerâ zu sehen â im Anschluss folgt ein PodiumsgesprĂ€ch, moderiert von Tobi MĂŒller, mit Maximilian Steinbeis, Nicola HĂŒmpel, Lars Koch und Mike Dele Dittrich Frydetzki.
Die fĂŒr das Theatertreffen und den Friedrich-Luft-Preis 2025 nominierte politische Farce von Nico and the Navigators basiert auf Recherchen unseres ThĂŒringen-Projekts. Sie zeigt den rasanten Aufstieg eines populistischen MinisterprĂ€sidenten in einem deutschen Freistaat und die daraus resultierende Bedrohung fĂŒr die Demokratie. Gerade angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen wirft âEin VolksbĂŒrgerâ Schlaglichter auf mögliche Szenarien.
Weitere Informationen und Tickets finden Sie hier.
++++++++++++++++++++++++++++
WĂ€hrend Deutschland sich vom Heizungsgesetz verabschiedet, möchte sich Ungarns kĂŒnftiger Premier PĂ©ter Magyar von Chief Justice AndrĂĄs Zs. Varga verabschieden, der sich unter OrbĂĄn den Ruf eines illiberalen Juristen aufgebaut hat. ERIKA FARKAS (EN) erklĂ€rt, warum nicht politischer Druck, sondern die Umsetzung des Baka-Urteils des EGMR der beste Weg ist, Varga aus dem Amt zu entfernen.
Auch MICHAEL MEYER-RESENDE (EN) wendet sich Magyars neuer Macht zu und skizziert, warum ihn das ungarische Wahlrecht zu einem modernen Cincinnatus machen könnte â jener Heldenfigur der römischen Sage, die ihr Land aus der Not rettete und danach wieder auf ihren Acker zurĂŒckkehrte.
Doch wer rettet eigentlich die EuropĂ€ische Union aus der Not? Vor mehr als 70 Jahren scheiterte die EuropĂ€ische Verteidigungsgemeinschaft 1952 an der Ratifikation in Frankreich und Italien. Nun gibt es Ideen, jene Verteidigungsgemeinschaft mit einer ungewöhnlichen Idee wiederzubeleben. ROBERT SCHĂTZE (EN) sieht in jenen Versuchen jedoch eine âlegal fantasyâ, die weder mit dem Völkerrecht noch dem Unionsrecht vereinbar sei.
WĂ€hrend manche vom Wiederbeleben eines lĂ€ngst verflossenen Verteidigungsprojekts trĂ€umen, ĂŒbt sich die EU in Realismus und versucht, sich wenigstens vor Trump-Zöllen zu retten. Das EuropĂ€ische Parlament hat den EUâUS-Turnberry-Deal nun bestĂ€tigt; die EU-Institutionen mĂŒssen jetzt die rechtlichen Details der Umsetzung vorbereiten. PHILIPP REINHOLD (EN) ordnet den Deal ein.
Was in der EU bislang kaum diskutiert wird: Im Musk v. Altman streiten die KI-Titanen Elon Musk und Sam Altman um die Zukunft von OpenAI. Auch wenn es um einen Streit zwischen US-Unternehmen vor einem US-Gericht geht, wirft er zwei Grundsatzfragen auf, die fĂŒr die europĂ€ische Debatte erhebliche Folgen haben, sagt TEODORA GROZA (EN).
Noch ein KI-Spillover aus den USA: Meta stuft âAntifa-Inhalteâ als Risikoinhalte ein und reiht sich damit in den Kampf der Trump-Administration gegen âdieâ Antifa ein. SASCHA WOLF (DE) sieht darin ein strukturelles Rechtsproblem, das die EU-Plattformregulierung effektiver lösen kann als die deutschen Gerichte.
In Karlsruhe ging es dagegen um andere Inhalte: Das Bundesverfassungsgericht hat die sogenannte Zweitveröffentlichungspflicht im baden-wĂŒrttembergischen Hochschulgesetz fĂŒr mit dem Grundgesetz unvereinbar erklĂ€rt. FĂŒr ELLEN EULER (DE) verweist die Entscheidung auf ein tieferes Problem: den Zielkonflikt zwischen Wissenschaftskommunikation und Urheberrecht.
++++++++++Anzeige++++++++++++
Mapping Article 13: Academic and Scientific Freedom under the EU Charter
Vasiliki Kosta & Marie MĂŒller-Elmau (eds.)
Academic freedom is under pressure. Though protected by Article 13 of the EU Charter, academic freedom in the context of EU law received practically no or very little attention. As legal and political developments accelerate, the meaning of this right is taking shape in real time. This edited volume puts Article 13 of the EU Charter in the spotlight and reflects its potential in light of past and present threats to academic freedom.
Discover the potential of Article 13 EU Charter in protecting academic freedom here!
++++++++++++++++++++++++++++
Am Donnerstag hat der Bundestag die Reform des Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes beraten. LARA SCHMIDT (DE) bilanziert: Von den Versprechungen der Bundesregierung, die Privatwirtschaft besser zugĂ€nglich zu machen, bleibt im Gesetzentwurf wenig ĂŒbrig.
Von politischen Versprechen dĂŒrfte auch bei der AfD wenig ĂŒbrig bleiben: Die AfD Sachsen-Anhalt will Elternrechte in der Verfassung verankern â dabei stehen sie dort lĂ€ngst. RAHEL SCHWARZ (DE) zeigt, wie der Landesverband sie instrumentalisiert, um Bildung und Gesellschaft umzubauen.
Andernorts greifen rechte Politiker:innen zu weit drastischeren Mitteln: Von Ecuador bis Costa Rica pilgern sie zum Mega-GefĂ€ngnis in El Salvador, um das vermeintliche Allheilmittel gegen Bandengewalt zu kopieren. LUKAS GRAUTE (EN) erklĂ€rt, warum sich das GebĂ€ude nicht importieren lĂ€sst, ohne sich auch sein autoritĂ€res GerĂŒst einzufangen.
Bessere Vorbilder gibt es jeden Monat in unserem Outstanding Women Project: FĂŒr Mai portrĂ€tiert LAURITZ WILDE(EN) Shaista Suhrawardy Ikramullah, die die GrĂŒndung Pakistans, die Allgemeine ErklĂ€rung der Menschenrechte und die Völkermordkonvention entscheidend prĂ€gte â trotz aller Widrigkeiten, denen sie als pakistanische Frau ausgesetzt war. Sie war fest entschlossen, einen neuen Weg zu gehen, âin which one could taste the joys of achievement as well as the bitterness of failure, to know both hope and fear, disillusionment and attainmentâ, denn dies sei ohne Zweifel ein âricher, fuller and more rewarding way of lifeâ. Recht hat sie, und Recht hat sie geschaffen.
*
Das warâs fĂŒr diese Woche.
Ihnen alles Gute!
Ihr
Verfassungsblog-Team
Â
Wenn Sie das wöchentliche Editorial als E-Mail zugesandt bekommen wollen, können Sie es hier bestellen.
The post Dialektik des Sonderrechts appeared first on Verfassungsblog.
- [link1] https://unser-mitteleuropa.com/corona-impfung-anklage-vor-internationalem-strafgerichtshof-wegen-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit/
- [link2] https://insidethevatican.com/news/newsflash/letter-100-2021-tuesday-august-31-vigano/
- [link3] https://transition-news.org/
- [link4] https://rss.app/articles/cb4e791f6f6d729c0746594c6cdfa18204105d2f1a28a1afcdf08055919472caf252ab5334818031a6e02e608c4b49ca34c831bc82443e4adc26803dd5df176dd0ed30bce5e52cebeb8639e83fe22f1f963d440d4105f3bea6d07456c5d7fbb1dbdc918e105cc31fcb80
- [link5] https://rss.app/articles/cb4e791f6f6d729c0746594c6cdfa18204105d2f1a28a1afcdf08055908874c2f052b2552b9c9d3babf33c399c485ac1358b75a2914a2541d26f90279c87147f8ef03abcb8e725efa58f2fe83be83942973a5c455e09f3e0abd17b50cadafbafdbcf9193584a811dcf
- [link6] https://transition-news.org/local/cache-vignettes/L800xH533/organic_farming-7a5f4.png?1778006134
- [link7] https://rss.app/articles/cb4e791f6f6d729c0746594c6cdfa18204105d2f1a28a1afcdf08055829468d4f11db7552d898036aaf73460984d53cf7d8831a5df432540de79903d9c9e1b62c7e327bcb8e22ef6e19c38b63fe0390c8a310205521ef4fdaddc7e57c1d7bfb697cd8c81065a8b12cb9664
- [link8] https://rss.app/articles/cb4e791f6f6d729c0746594c6cdfa18204105d2f1a28a1afcdf08055919462cee00cb1533f8e852aaae13f608a5112c83f8835b88151224bd5268521de821269d9e33ca6b8e821f6e99d39aa3ce12b03877949075f0bf8fde5df624b
- [link9] https://rss.app/articles/cb4e791f6f6d729c0746594c6cdfa18204105d2f1a28a1afcdf08055809373cfe311a44f308dc335aae677299d515cc87d963bb985473941967d9a21c687086ac6ab32b7f2e62eafe38f23a428e0390c8a3102094116e9f6
- [link10] https://tkp.at/
- [link11] https://rss.app/articles/cb4e791f6f6d729c075f480c7ec2fad95b4c446e4f6bfdb190ad8c1f978874d3f71aa6573cc58a3db1bf34289a41518e278d37fc84473950c96a9034d4df187ecae832b7fbae36e7fa8238b638a42e0a907941094705f2fda9d5725784c1b9b7ccc98b861040870ac6967e288c633c64989346879c0feccd603dfb892192cb927e
- [link12] https://tkp.at/wp-content/uploads/2024/01/Tedros-WEF24-1024x639.png
- [link13] https://rss.app/articles/cb4e791f6f6d729c075f480c7ec2fad95b4c446e4f6bfdb193ad8f1b978270c6f01ae84f3a809939a0fa29398a4853c67d8c36fc93523b48de78d83e9c911265d3f578b7e7ee2fe7ef8224a624fd671987265c0b5b00e8f6bbca7255dcdcb1efc0d9d48c1b4f8d15c29d25
- [link14] https://tkp.at/wp-content/uploads/2024/04/office-1730940_1280.jpg
- [link15] https://rss.app/articles/cb4e791f6f6d729c075f480c7ec2fad95b4c446e4f6bfdb193add54fc88c66cff01ae84b3c86873fa6e077218a465acd23802aa693503f51d56cd835c4970821d5e939bee6f721e7e68a24a261ee2f068f24491c5643
- [link16] https://tkp.at/wp-content/uploads/2022/07/booster-6865787_1920.jpg
- [link17] https://rss.app/articles/cb4e791f6f6d729c075f480c7ec2fad95b4c446e4f6cfdb293ad8809918375cae31ab74f3a808b75b6fc3e6098454dcd258b3fb49c0f3d4bc9269136dcdf1c7ecae331b7fbac
- [link18] https://tkp.at/wp-content/uploads/2024/03/taube.jpg
- [link19] https://rss.app/articles/cb4e791f6f6d729c075f480c7ec2fad95b4c446e4f6cfdb293ad931581cb69c6e117e85f369e873ceee12a3f865045c67d843da388562e09d266d825d8811369d1ab31b7e7ae2af7fb9a24bf63
- [link20] https://tkp.at/wp-content/uploads/2024/03/astra.jpg
- [link21] https://www.nzz.ch/wissenschaft/
- [link22] https://www.nzz.ch/wissenschaft/naturkosmetik-und-kontaktallergien-quaddeln-statt-schoenheit-ld.10004810
- [link23] https://www.nzz.ch/wissenschaft/microsoft-dominiert-den-weltmarkt-fuer-die-co2-entfernung-das-ist-gluecksfall-und-gefahr-zugleich-ld.10004201
- [link24] https://www.nzz.ch/wissenschaft/muecken-auszurotten-hat-mit-dem-insektengift-ddt-nicht-geklappt-jetzt-kommen-radikale-gentechnische-methoden-und-damit-die-frage-sollten-wir-es-tun-ld.10003462
- [link25] https://www.nzz.ch/wissenschaft/immer-mehr-menschen-sehen-narzissten-um-sich-herum-aber-die-fachwelt-kehrt-sich-von-dem-begriff-ab-ld.10004270
- [link26] https://www.nzz.ch/wissenschaft/eine-unheilvolle-allianz-wie-sich-keime-und-krebs-gegen-uns-verbuendet-haben-ld.10005025
- [link27] https://verfassungsblog.de/
- [link28] https://verfassungsblog.de/dialektik-des-sonderrechts/








