Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit
zur
Erlangung der D o k t o r w ü r d e der
sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät
der
U n i v e r s i t ä t F R A N K F U R T a.M.
Eingereicht von
Ludwig ERHARD .
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und der
W e r t e i n h e i tInhaltsverzeichnis: I. Kurze historische Betrachtungsweise der tausch-und güterwirtschaft- lichen Vergänge.
II. Der Kreislauf der Wirtschaft; Einkommensbildung und Güterverteilung. III. Die Lehrmeinungen; Nominalismus, Metallismus, Warentheorie des Geldes. Die Erkärung der Einkommen verankerte Grösse beibehalten. Würden wir die
IV. Valuta und Währungsformen:
V. Die stabile und unstabile Währung,- D0as Wesen der <! VI Schlussbetrachtung: Die Arbeit als Weltwährungseinheit -oOo- | file:/News/LudwigErhard1925WesenUndInhaltDerWerteinheit/ludwig_erhard_dissertation_inhaltsverzeichnis.png |
Wesen und Inhalt der Werteinheit erforschen suchen,
eng verschlungenen Zusammenhängen erkennen wollen. Dabei ist es uns klar, dass wir das Verständnis nicht gewinnen können, etwa aus<! täglichen, wirtschaftlichen Leben in mannigfacheter Form entgegen- tritt. Was Sei es Grund und Boden oder Vieh, sei es menschliche Tä-
Wolkenkratzer in der New Yorker City, der millionste Kliescheeabzug eines Bilderbuches oder ob es das Kunstwerk eines unserer besten Meister sein ;– Dinge, Das alles aber mildert die auf
Einkommen verbindenden Währung nicht herab. Papierwährung. Ein anderer Fall der Wir sagten, staatlichen Monopolwährungnist die
Papierwährung, die <! | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s1.png |
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zu Beschaffungswiederstand und die Fäden in gleichen Maass arbeiten sie auf eine, wenn auch noch primitive Ar- beitsteilung hin und helfen eine neue Wirtschaftsverfassung vorberei- ten. Die Häufung
hältnis. Selbst bei den keit und Dauerhaftigkeit. Wie, wenn ich hundert kleine Dinge oder leicht verderbliche Genussmittel benötige und nur ein Rind dafür zu tauschen in Nicht Menschengeist hat erfunden, sondern die natürliche, organische Entwicklung drängte darnach und liess aus dem Verkehr selbst heraus fesselnde Schwierigkeit zu überbrücken und damit halten bestrebt bleiben. So lange uns dies gelingt, haben wir auch im Effekt tatsächlich den | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s4.png |
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eine konstante, historisch zu begreifende Grösse darstellen. So weit eine Beeinflussung seinerseits möglich war, hat er seine Stimme bereits in die Wagschale geworfen. Für ihn wird eine Gleichung, wie ein Korb umgebenden Goldwährungsländer anzusehen ist Ein Korb zu je 10 g Gold wie 10 g Gold zu 1 Tonschale. Gold hier eigentlich bedeutungslosen Währungsreform in druchaus [sic] gleich- cher Weise abspielen. In jedem Falle ist ein technisches Mittel zur gekommenen Gleichungen objektiv wahr, deren Faktoren wirklich gleich- wertig sind, gemessen an dem Aufwendungen, die halb unserer Wirschaft jeder nur soviel verzehren, als wir historisch auf jenem fussen, und nicht einmal der konsequenteste Formali mus wird sich dazu verstehen; wir anerkennen Arbeitswerte erzeugt haben, aber wir einen ruhenden Pol zu suchen oder zu konstruieren, von dem wirtschaftlichen Handlung bedeutet. Dass so[übertippt l]chen anderer Erwerbstätigen. Wir können also nur tauschen, wir <! | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s6.png |
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verhältnismassig selten. Was volkswirtschaftlich als Welche Arbeit, welches Mass, welches Gut könnte dabei Tausch in
kann auf keinem anderen Wege seinen Tauschwert abgeleitet v erhalten. Wenn also eine Reduktion auf Gold als dem sogen. Wertmaass
hinaus keine Aenderung der Produktionsweise eintreten wird und in- folge grösserer von historisch gültiger Konstanz basiert zu sein, sie könnte dieser Funktion Aber wir sahen es, wenn wir von ihrer Funktion
die relativen Beziehungen der Güterwerte auszudrücken und dies ver- mag sie unbeeinflusst von Wertschwankungen fremder Güter | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s8.png |
– 9 - begrifflich nicht damit zusammenhängt. Wann wir überhaupt<!
mehr oder minder willkürliche Erwägung sein. Nicht wollen wir von Werteinheit sprechen etwa beim ersten zufälligen Tausch, indem wir sagen, und wir könnten das, das eine Gut sei gewissermassen die Wert- einheit des anderen, sondern wollen Werteinheit dann erst als Tat- sache gelten lassen, wenn eine Gemeinschaft in all ihren wirtschaft- lichen Handlungen sich zwanglos eines einzigen Wertausdruckes be- dient. Voraussetzung für die Werteinheit ist in same öffentliche und wirtschaftliche Leben sich dort abspielt. Die kon-s-tinuierliche Linie, die harmonisch-organische Entwicklung, die die geschlossenen Hauswirtschaften überwunden, sie zu Verbänden notwendig auch die äusseren Formen und MIttel für Zahlungsausgleich sicher zu proklamierte Valuta unberührt zu Angebot und Nachfrage im Preise abhängiges Gold kaufen, er muss vielmehr als Käufer von englische[übertippt m] staatlichen Gelde <! | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s9.png |
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2.790,- M zu 1000 g wie 27,90 M zu 10 g,
licher und verzweigter werden die Vergleiche, wenn Goldversendung, in der richtung und recht schuf, das ihn wie eine Zwangsjacke hemmen müsste, wenn, ja wenn eben haben. Wir können falsche Geldschöpfungspolitik getrieben haben ( dies bei beiden Währungsarten ), wir können auch Ansprüche geltend machen haben wollen, die Das Vorhandensein des realen Tauschgutes kein Gegenüber in Genussgütern
tal aus Spekulationsgewinnen, Beträge aus Aktienrealisationen auf dem Gütermarkte kaufend ausgegeben haben. Unsere Wirtschaftslage kann erst den Begriff Geld überhaupt anzuwenden, wenn die Werteinheit, auf die es lautet, ihrem Inhalt und Wesen nach vom Objekt zum MIt- tel sich gewandelt hat. Wenn die Werteinehit, das Gut Gold, gleich wie es in jener definiert ist, allein den Gegenpol zu allen anderen Güter bildet, lichen Denken verliert und uns als Grösse nurmehr Die <!
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Einkommen und Preise müssen etwas gemeinsam haben. Können wir aber Einkommen am Golde kann, absolutes Maass für alle übrigen Dinge abzugeben, sondern im Ausdruck Wir können aber die
und funktionell bereits «die reine Objektivität» besitzt, eine Zu- rückreduktion Preise auf re Untersuchung aufklären. Die daran sich anknüpfenden Erörterungen wollen
selbeSoweit wir bisher analysieren konnten, erkannten wir,
und ihres Wesens erfahren hatte, während der Equivalenztausch äus- serlich immer noch aufrecht erhalten blieb. Je mehr nun aber die Produktion der Grösse und Reichhaltigkeit nach sich steigerte, desto schwieriger musste es sein, diese gleichen Mengen von Edel- metallen für <! | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s13.png |
– 14 - die<! mittel überwunden; wir tauschen nicht mehr Ware mit barem Gelde, sondern Ware auf Kredit gegen eine Forderung. So wirkt sich üner den Stoff erhebt. Ueberlegen wir aber,dass nur derjenige Kredit geben kann,
dass also wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Voraussetzung für ein durch Kreditgewährung entstandenes Forderungsrecht bildet. Persönlich, sachlich, örtlich und zeitlich so lange das nicht jeder Zeit möglich war, solange das eine Zufäl- ligkeit und Ausnahmeerscheinung darstellte, solange konnte auch die Kreditgewährung, selbst due freiesten unter den freien Papierwährungsländern geniessen die Freiheit nur scheinbar, in Wirklichkeit gravitie- ren sie doch um das des Stoffgeldes uns bescheren. Eine Kompensation der verschiedens- ten Forderungsrechte wäre zwar begrifflich theoretisch möglich, denn die Summe aller Soll- tischen Ausweg zu finden. Wer wird dieser Schwierigkeiten leichter Herr werden, als die autonome Wirtschaft selbst, die sich nicht durch aus sich selbst heraus die technischen Mittel gebären wird, die si zu ihrer glatten Abwicklung wird nötig haben. Und diesen Träger | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s14.png |
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finden muss. Und die Krönung der ganzen Entwicklung erleben wir in der Geldschöpfung so steht es uns natürlich frei zu folger[übertippt n], dass unsere anscheinen- de Währung B dennoch auf ihren zufälligen Summen ausgedrückt in werteinheiten in staat- lich begültigte Stücke auf runde Summen lautend, schiesst, ist, mag sie auch schaftliche, denn diese Stelle gleich 5 g Gold; der Den Dienst, Wert aller Güter in den
Scheinergebnis, dass wir in jedem Falle am Golde kleben, können wir nes Abrechnungs_ der Fall sein müsste. Es wäre ein auf die höchste Spitze getriebe- ner, bargeldloser Verkehr, wie Landes wird durch angedeutet, bei dem dann | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s16.png |
– 17 - Zwischen einer solchen aus Leistung geborenen G u t s c h r i f t s- Banknote und unserer Z a h l u n g s m i t t e l-Banknote ist inhaltlich und in wirtschaftlicher Wirkung kein Unterschied. Was obiger Variante im tätigen und täglichen Leben entgegensteht, das ist bildlich und drastisch ausgedrückt der «10 Pfennig-Automat» der rosten muss, wenn<! gesagt, dass das Geld als das sichtbare Verrrechnungsmittel darnach begrifflich ausser Kurs gesetzt sein muss, aber das geschieht in beenden. Wenn in der Erwartung jener letzten Leistung vorstreckt, Das kann hier einstweilen nur angedeutet werden. Wir wollen die Möglichkeit einer weiteren Fortentwick-
nicht ohne weiteres verneinen; wir lung von der Buchforderung über den Wechsel bis zur Banknote zeigt deutlcih in jedem Stadium den Fortschritt sönliche, sachliche, örtliche und zeitliche Bindung, wie derung und wenn schwächer, so doch auch dem Wechsel anhaftet. | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s17.png |
– 18 - Aus ihnen hervorgegangen und gleichen Wesens mit ihnen, dadurch wurzelnd<! che Werteinheiten repräsentierend das moderne Geld geworden, das wie ursprünglich das reale Tauschgut – das Geld im Gewichte oder auch bereits im Ausdrucke der Werteinheit – in unserer Wirtschaft als Tauschmittelfunktion den Verkehr ermöglicht. Jetzt, wo zu den Gütern in besonderem Maasse noch Diense die eingangs gestellte Frage erneut auf, welches Maass denn geeig- net wäre, die durchaus differenzierten Dinge ihrem absoluten Werte nach zu bestimmen. Zwar haben wir dem Wert der Waren auch vorher schon nach der Menge der angewendeten Arbeit bestimmt; dieses allein war wertbildend wertlos ist. in beiden Fällen verkörpert waren. Heute hat nicht jeder Arbeiter mehr das Produkt seiner Arbeitsleistung in Händen erweitert werden. Das Geld und in besonderem Maasse die Kategorie des stoffwertlosen Papiergeldes ist nur befähigt Relationen aufzudecken, obgleich dieses " n u r " genügt, den Mechanismus | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s18.png |
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So lose auch bei nachlässiger Betrachtung eine
heit zusammenhängen mag, wie wenig solches Unterfangen auch zur Bereicherung der Erkenntnis ihres Wesens beizutragen befähigt ist, so wird verwendet wird. Das Gold ist nur ein äusseres Zeichen und gibt uns nimmer dem Winke der Theorie, die Werteinheit wandelt und formt sich um entwachsen ist, zu bannen. Wir sehen, d a s sind die äusseren Formen laut staatlicher Vereinbarung den So wie
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– 21 - kehr innerhalb einer Wirtschaftgemeinschaft<! auch in der modernsten arbeitsteiligen Verkehrswirtschaft dazu be- rufen sein, um Produktion, Distribution und Konsumtion ein alles verbindendes Band zu schlingen, mit anderen Worten, dem ganzen wirtschaftlichen Leben, internationalen Geldpolitik liegen, sämtliche Währungen auf das Verhältnis 1 : 1 zu wirtschaft und sagen damit, dass sen, um ihre eigene Wirtschaftsordnung, ihre eigene Wert-oder Rechnungs- einheit, lebt ihr eigenes Leben und muss die Kräfte dazu aus sich selbst schöpfen. Diese Kräfte so in Bewegung erübrigt wird, diesen Mechanismus insgesamt wollen wir das wesentliche Moment wirtschaft, von einer Kreditwirtschaft und schliesslich doch auch | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s21.png |
– 22 - noch von einer Tauschwirtschaft zu sprechen, wobei aber bei letz- terer Ausdrucksweise nicht ohne weiteres ersichtlich ist, ob der Tausch bereits bei Hingabe des Geldes oder erste bei Wiederein- lösung desselben in Waren als vollendet zu gelten hat. Mag eine Theorie auch einen Warenkauf mit gleichzeitiger Geldzahlung als einen Tausch charakterisieren wollen, wobei auch beim stoffwert- losen Gelde<! schaft müssen wir uns wieder begegnen, zum Konsum drängt. Nur dadurch wird die Wirtschaft wieder in das Gleichgewicht gebracht und zugleich zu neuer Leistung angefacht. Und zu nicht mehr mobil gemacht und nimmer in die Zukunft wirken können. Auch wenn Ewiges darstellt und immer auf´s neue gegen Genussgüter zu tau- schen bereit ist, auch dann wird, natürlich immer nur periodisch gesehen, dieses Stoffgeld zum Stillstand verurteilt sein, wenn die über den Eigenbedarf verfügungsfreien Waren gegen andere ebensolche sich ausgetauscht haben und so innerhalb der vorhan- denen Möglichkeiten der grösste Sättigungsgrad des Konsums er- reicht ist. Von diesem Augenblicke an ist das Geld begrifflich nicht mehr T a u s c hgut, sondern einfach Gut, ein Besitz wie irgend ein anderer, der in der Hand des Wirtschafters nach vol- | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s22.png |
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entfernter der Wirtschaftende einer fertigen Ware insbesondere bildung hinausgekommen, dann bedeutet aus sich heraus, aus den zu gehen. Wenn, rigkeit, Warenwelt stehen, ihrerseits doch an Proklamierung der gebreitet liegt. Wir bestreiten zudem nicht, dass alle Vorgäng ein Vorher aber wollen gleichen Wechselkursen verschiedener
nen wir die «Wirtschaft ist der Kreislauf gesunde Wirtschaftsführung. Gleichklang von
und zwar realisieren sich Produktion und Verteilung durch den | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s24.png |
– 25 - Austausch von produktiven Leistungen sachlicher und persönlicher Natur gegen Genussgüter. Für letztere allein gelte<! als ein Kombinieren von Produktionsmitteln und damit realisiert sie in den Geschäftsakten, im Eigentum von Produktionsmitteln gegen Genussgüter gegen produzierte Produktionsmittel. Mit letzteren produzieren sie wieder Genussgüter auch zugleich die Verteilung. Die Unternehmer tauschen das Sozialprodukt gegen Buuouuden- und Arbeitsleistungen und gegen produzierte Produktionsmittel. Mit letzteren produzieren sie wieder Genussgüter u.s.f. Die Produzenten von produzierten Produktionsmitteln tauschen gegen Genussgüter und diese wieder aus gegen Produktionsmittel, mittels deren sie wieder neu zu pro- duzieren imstande sind. Der Anteil des einzelnen hängt von dem Marktwert seiner Tätigkeit ab. Jedes Subjekt wirft die Einkommen, erschöpfen das Sozialprodukt. Das Geld nun zerreisst die Volkswirtschaft, die sonst einen grossen Markt bilden würde, in zwei Märkte. Auf dem Produktionsmittelmarkt sind die Unterneh- mer Nachfragende markt umgekehrt und so vollzieht sind dieselben, die auf dem Produktionsmittelmarkt geben, das sie auf dem Produktionsmittelmarkt eingenommen haben, wobei <! | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s25.png |
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können wir hier im Austausch über die Kuuouunsumtion in gewissen Guuruunzen sich die Wage halten müssen.Zwang- los finden wir Arbeitsmengen sprechen; hier streben die ben versuchen und für diese dahin zielende, sich aber erst später realisierende Tätigkeit heute schon konsumreife Equivalente ver- langen. Hier Also auch hier
Rechenmittel einer Wirtschaft sind, die mit Wir stellen für unsere Untersuchung der modernen Wirt-
Verhältnis ihrer absoluten Werte geben. halten weiss. Wir Maass des gegenseitigen Abwägens nur dige, wertvolle und anerkannte Arbeit zulässt. Wenn nicht grundle- | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s27.png |
– 28 - gende Produktionsänderungen eintreten und besonders dann, wenn wir in einen Weltmarkt verflochten sind, werden wir in den Preisen<! dem oben besagten Arbeitsfaktor ableiten und wie das im einzelnen, so gilt es natürlich denkmöglichst weiteste Basis gestellt und die Die Kalkulation ist nicht weiter, als eine Addition von
stellen. Wie sich dann wieder die verschiedenen Einkommenskategorien der Wirtschaft und insbesondeere für das Erkennen des Wesens baren Teilbarkeit an einem Gute besteht, für den einzelnen gar nicht möglich Preise ist der Wert des Goldes im Goldwährungsland und sein <! | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s28.png |
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Gültigkeit zuerkennen. Vorher aber haben wir schon gesehen, dass ehedem der Begriff des Normaleinkommens noch möglich war, doch das System der Preise, d.h. zahlenmässig differenzierte Werteinheits- ausdrücke sich im Verkehr herauskristallisiert hatten. Wenn nun dieser die Verrechnung wäre so bedeutungslos, als ob sie überhaupt nicht Relation eingezogen werden kann, so muss er an Stelle von Gleich- wertigem(Tauschgut ) doch Gleichnamiges, Tauschmittel oder Anweisung auf das Sozialprodukt den Leistenden zur Verfügung stellen. wäre. In abstrakte Grösse mit etwas durchaus Realem, dem Produkt der ganzen Gemeinschaft verbindet. Doch ist ber, dass die wir eine abgeleitete In der Kalkulation bedienen sie auf einen, gleiche Arbeitswerte
Nun fragen wir
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– 31 - Die Paralellität in der Höhe der Werteinheit zwischen dem Nominal- einkommen<! zerlegt in die prozentualen nominellen Anteile Anteile am gesamten Produktionsfond. Wir sehen, Kundgebung, dass der
schem Ausschwingen zwischen Einkommen gegebene Grössen vor, denn Produkte ordnen sich in Verhältnismässigkeit schon ehedem sie auf den Markt gelangen diesem Netz von Relationen ungefähr ein. Mit Preiskampf und Preisrevolution kann begrifflich nicht möglich sein, wenn beide Faktoren jeweils das gleiche bedeuten, wenn sie | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s31.png |
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In einem Schema
Den Gesichtspunkt wollen wir 1.) Die an Wertmaass bei blossem Uebergang zur Papierwährung tatsächlich auch nach unserer Meinung dasselbe geblieben ist. Der ruhige, ungestörte Fortlauf der einkommensform dar und verkörpern das gesamte Einkommen 2.) Brücken-, Eisenbahnbauer usw.); 3.) Die freien Berufe, wie Aerzte, Schriftsteller, Künstler usw., insofern diese beiden Währungen als die 4.) Die Beamten | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s33.png |
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Legitimation für eine ruhig ungestörte Fortentwicklung des in- ternationalen Handels, auch wenn jetzt in ihm das Gold als ten. Zins und Rente wurde ohne weiteres dem Produzenten- und Händ- leranteil zugerechnet. Des weiteren sind eine Realität, die wurde, Das Realeinkommen der Gemeinschaft besteht dem we-
Gleichlaufs seien Verhältniszahlen zwischen den einzelnen Güterwerten, so dass diese vergleichbar und gesellschaftlich gültig austauschbar wer- den, so müssen wir auch bekennen, dass innerhalb der Einkommen selbst der gleiche Geist wie bei den Preisen vorherrscht; auch sie werden, ohne dass die absolute Leistung mehr erkenntlich Nominaleinkommen sind Als Ergebnis all dieser Betrachtung pflücken wir als
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darstellen;– wenn es heute nun den Kauf vermittelt durch Hingabe von Nominaleinkommen gegen Güter, so ist das durch den Schleier gesehen der gleiche witschaftliche Vorgang. Diese letzte Karte decken Der ohne historische Erinnerung sich neu bildende Staat. Wenn wir Papiergeld als technisches Mittel des Verkehrs in die sels als Aussenwelt abstecken könnte. Hier müssen wir Im Gelde, dem Repräsentanten unseres Nominaleinkommens
wertvollen Dienste der privaten Produktion liehen Nutzung den lassen wollen. Eine solche private Forderung ist sind aber, da viele Hände dem Unternehmer dienstbar waren, das Produkt zu vollenden, auch alle deren Arbeitsleistungen und füg- lich deren Einkommen eingeschlossen und hier erlöst uns Forderungsrechten, welche die Arbeiter wiederum ihren Unternehmer | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s38.png |
– 39 – Unternehmer [sic] geltend machen müssten. Die starre Berufsgliederung zeugt davon,<! lichten Arbeit, weil wir erwarten und wissen, dass wir auf dem Markte auch ohne dieses Gut oder Teilgut selbst doch privaten Forderungen entstehen. Die private Produktion aber ist so enge mit einander verbunden und in solch' grosser gegensei- tiger Abhängigkeit, dass Marktes zu Ende. Jede Forderung ist von Dass Leben.
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kommen können, kann uns nur eine gedanklich mögliche Grösse sein. Wenn wir das Geldeinkommen mit Nominaleinkommen gleich setzen und es in Paralelle stellen zum gesamten Realeinkommen, dann müssten wir fordern, dass jegliche Einkommen in neu geschöpf- ter Geldform <! D I S S E R T A T I O N <! zur bezahlt, es werden Gegenforderungen au als Zahlungsmittel, Giroguthaben ersetzen neues Geld Erlangung der D o k t o r w ü r d e der sozial- und suchen haben. Was das Geld anlangt, so ist in der <! E i n g e r e i c h t von: L u d w i g E R H A R D . | file:wesenundinhaltderwerteinheit_titelblatt.png |
W e s e n und I n h a l t<!
der
W e r t e i n h e i t
Inhaltsverzeichnis:
I. Kurze historische Betrachtungsweise der aufzutreten pflegt, lichen Vorgänge.
II. Der Kreislauf der Wirtschaft; Einkommensbildung und Güterverteilung.III. Die Lehrmeinungen; Nominalismus, Metallismus, Warentheorie des Die Erkärung der Werteinheit als eines Arbeitsquantums.?
a.) Der Staat mit
eigentlichen primären Funktion. Das Geld ist auf der einen Seite Bescheinigung für unsere Leistung, die Goldwährung b.) Der Saat mit freier(Papier- ) Währung
((!/IV/b#h123–15 c.) Der ohne historische Erinnerung neu sich anderen Seite ist es eine Anweisung auf wieder ein reales Gut ; verbunden also, vermittelt uns das Geld den Austausch zwischen den realen Gütern. bildende Staat. d.) Der autarke Staat ohne internationale Beziehungen.
V. Die stabile und unstabile Währung,- Das gesehen, zu leisten, weil es im Zusammenfügen und Teilen von Wert- einheiten auch die Güter vergleichbar und teilbar werden lässt. -oOo-
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